Steve Wynn: Niederlage gegen NGCB – droht Vermögenseinzug?

Geht es dem Multi-Milliardär Steve Wynn jetzt an den Kragen? Der Unternehmer, der sich mit schweren Vorwürfen aufgrund sexueller Belästigung konfrontiert sieht, hat jetzt einen wichtigen Rechtsstreit gegen das Nevada Gaming Control Board (NGCB) verloren. Wynn hatte ursprünglich mit einem Antrag erreichen wollen, dass er nicht mit seinem Privatvermögen haftbar gemacht werden könne. Die Behörde allerdings wies diesen Antrag zurück.

Wynn droht jetzt auf private Strafe

Steve Wynn hat seinen eigentlich enorm guten Ruf in der Glücksspielmetropole in Las Vegas in den letzten Monaten binnen kürzester Zeit ruiniert. Schuld ist der Casino-Mogul daran vermutlich selbst, denn unzählige Mitarbeiterinnen werfen dem Milliardär vor, sie sexuell belästigt zu haben. Obwohl die Vorwürfe in vielen Fällen enorm scharf sind, musste sich der Unternehmer bisher selber nicht für das mögliche Fehlverhalten verantworten. Die Wynn Resorts, das ehemalige Unternehmen von Wynn, mussten hingegen bereits eine Strafe von mehreren Millionen US-Dollar bezahlen. Zahlreiche Kritiker befürchteten, dass Wynn so wohlmöglich finanziell ungeschoren davon kommt. Das allerdings könnte sich jetzt ändern. Schon seit geraumer Zeit ermittelt das Nevada Gambling Control Board (NGCB) gegen den Unternehmer. Und das NGCB hat es auch auf das Privatvermögen des Unternehmers abgesehen. Mit diesem soll Wynn haften.

Wynn hatte mittels seiner Anwälte jüngst einen Antrag eingereicht, mit dem der NGCB die Zuständigkeit für diesen Fall verweigert werden sollte – auch, um das Privatvermögen zu retten. Vor Gericht wurde der Antrag der Anwälte jetzt allerdings abgelehnt. Die NGCB bleibt weiterhin zuständig und wird rigoros gegen den ehemaligen Casino-Boss ermitteln. Abgesehen von einer persönlichen Haftung fordert die NGCB zum Beispiel auch, dass Wynn sämtliche Glücksspiellizenzen außerhalb von Nevada entzogen werden. Für Nevada gilt dies bereits.

Wie reagiert Wynn auf neue Entwicklungen?

Bisher zeigte sich der Casino-Mogul Wynn immer zuversichtlich, dass dem NGCB die Zuständigkeit für diesen Fall entzogen werden würde. Immerhin, so die Argumentation von Wynns Anwälten, hätte sich der Unternehmer aus den Casino-Geschäften bereits zurückgezogen. Somit sei die Zuständigkeit des NGCB erloschen. Die Behörde selbst allerdings argumentiert, dass Wynn zwar de facto nicht mehr mit seiner Lizenz in Nevada agieren könne, diese jedoch erst offiziell von der Behörde aufgekündigt werden müsse. Erst wenn das geschehen sei, würde der Zuständigkeitsbereich wechseln. Da Wynn aber ohnehin gegen Finanzrichtlinien und das Strafgesetz verstoßen habe, sei man definitiv für den Fall zuständig.

Eine Antwort von Wynn steht derweil noch aus. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich dieser innerhalb der kommenden Tage zu den neuen Entwicklungen äußern wird. Ob persönlich, gilt zu bezweifeln. Äußerungen des Unternehmers werden in diesem Fall für gewöhnlich nur über die Anwälte nach außen getragen.

Wynn muss Schaden der Anteilseigner begleichen

In all den schlechten Nachrichten gibt es für den Unternehmer zumindest eine kleine, positive Nachricht. Der Ausstieg aus den Wynn Resort scheint jetzt frei zu sein, nachdem bis zuletzt noch Streitigkeiten mit Anteilseignern im Weg stand. Diese forderten eine Art Schadenersatz vom Unternehmer bzw. den Resorts, da der ehemalige Chef dem Unternehmen durch sein Fehlverhalten massiv geschadet hat. Beide Parteien konnten sich jetzt offenbar auf einen Vergleich einigen. Insgesamt rund 41 Millionen US-Dollar sollen als Ausgleichszahlung an die Anteilseigner fließen. Wynn selber soll hiervon rund 20 Millionen US-Dollar tragen und an seine Resorts überweisen. Die übrigen 21 Millionen US-Dollar sollen demnach von einer Versicherung des Milliardärs aufgebracht werden. Bitterer Beigeschmack aus Sicht der Resorts: Dem in Ungnade gefallenen Chef musste man eine Abfindung von gut 330 Millionen US-Dollar zahlen. Da werden 20 Millionen Dollar als Abzug sicherlich zu verschmerzen sein.

Obwohl Wynn bisher recht unbeschadet aus dem Fall hervorkommt, dürfte sich der Druck auf den Milliardär jetzt noch einmal deutlich erhöhen. Beteiligte Journalisten führten im Rahmen der Ermittlungen Interviews mit rund 150 betroffenen Personen durch. Sollte Wynn in zahlreichen Fällen mit seinem Privatvermögen haftbar gemacht werden, könnten die Strafen massiv sein. Bereits bei der Strafzahlung in Höhe von mehr als 20 Millionen US-Dollar durch die Wynn Resorts erklärte die Staatsanwaltschaft, dass diese Summe noch nicht einmal annährend ausreiche, um das Fehlverhalten des Gründers aufzuwiegen. Es schein so, als könnte es Wynn also finanziell doch noch richtig an den Kragen gehen.

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