Glücksspielregulierung: Slowakei plant Liberalisierung für Casino-Markt

Eine echte Liebesgeschichte wird aus dem Glücksspiel und den verschiedenen Ländern in der Europäischen Union vermutlich nicht mehr. Allerdings zeigt sich, dass sich scheinbar immer mehr Nationen ernsthaft mit der Thematik beschäftigen. Aktuell gibt es besonders erfreuliche Nachrichten aus der Slowakei. Das eigentlich enorm zurückhaltende Land will den hauseigenen Glücksspielsektor radikal überarbeiten und so für die Online Casinos liberalisieren.

180-Grad-Wende der slowakischen Politik

Der eine oder andere Slowake wird sich vermutlich verwundert die Augen gerieben haben, nachdem er von den Plänen der Regierung erfahren hat. Die Slowakei plant, den Online-Casino-Markt zu liberalisieren und so die Wirtschaft im eigenen Land anzukurbeln. Eigentlich kein Kuriosum, allerdings waren die Slowaken bisher strikt gegen Online-Glücksspiel. Sogar eine Blacklist existierte, auf der über 200 Glücksspiel-Unternehmen zu finden waren. Jetzt allerdings geht es in eine andere Richtung. Die Regierung des Landes hat der Europäischen Kommission offenbar bereits einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der die Vergabe von Lizenzen an private und staatliche Unternehmen vorsieht. Zwar müssen natürlich ein paar Bedingungen erfüllt werden, das ist jedoch auch in anderen Ländern der Fall.

Glücksspielpolitik anderer Länder als Beispiel

Woher der plötzliche Sinneswandel der Politik stammt, ist bisher noch nicht so ganz klar. Allerdings erklärte die Regierung, dass man sich durchaus habe von anderen Ländern beeinflussen lassen, in denen ein regulierter Markt bereits Gang und Gebe sei. So erklärte der Vorsitzende des Verbands der slowakischen Glücksspielanbieter, Peter Papanek: „Die Erfahrung aus anderen Ländern zeigt, dass illegales Glücksspiel und Steuerhinterziehung nur über eine Liberalisierung des Marktes, der faire Bedingungen für alle schafft, eingedämmt werden kann. Die Länder, die den Weg der Liberalisierung gegangen sind, haben den Anteil des Schwarzmarktes sehr schnell verringern können.“ Genau darauf hofft nun auch die slowakische Politik, die bereits seit mehreren Jahren mit einem florierenden Schwarzmarkt im Glücksspielbereich zu kämpfen hat.

Die Politiker erhoffen sich durch das überwachte Spiel künftig natürlich vor allem mehr Einnahmen, die durch Steuergelder oder Lizenzgebühren verbucht werden sollen. Gleichzeitig dürfte aber auch der Spielerschutz eine wichtige Rolle spielen. Auf dem Markt können die Slowaken jetzt ihre eigenen Regeln festlegen und damit klar bestimmen, in wie weit die Spieler von den Angeboten eingenommen werden können. Mit der Orientierung an Ländern die Dänemark, Rumänien oder Tschechien hat die Slowakei allerdings bereits einen großen und wichtigen Schritt gemacht, denn in diesen Nationen wird der liberalisierte Markt bisher tadellos umgesetzt.

Druck auf die Bundesrepublik erhöht

Was in der Slowakei für Freude sorgt, dürfte in Deutschland für weitere Fragezeichen bei den Spielern sorgen. Während hierzulande noch immer ein nicht regulierter Markt in Anspruch genommen wird, sind andere Länder schon deutlich weiter. Und das, obwohl der politische Apparat in der Bundesrepublik um ein Vielfaches größer ist. Aber genau da liegt bekanntermaßen auch das Problem. Es sind zu viele Abstimmungen und Stimmen notwendig, gleichzeitig ist es nur schwer möglich, die Bedürfnisse aller Bundesländer in einem einheitlichen Glücksspielvertrag zu vereinen. Bisherige Versuche sind mehr oder weniger kläglich gescheitert. Das große Problem: Der deutsche Markt ist für die Anbieter zwar enorm attraktiv, der Staat hat hiervon bislang allerdings noch nichts. Steuergelder müssen die Casinos nicht bezahlen, Einnahmen fließen in aller Regel direkt ins Ausland. Für den deutschen Fiskus wird es also höchste Zeit, sich hier irgendwo noch einmal in die Ablaufkette zu schieben.

Details aus slowakischem Plan noch nicht bekannt

Wie genau sich die slowakische Politik die Umsetzung der Liberalisierung vorstellt, ist bisher noch nicht bekannt. Es ist also noch vollkommen unklar, mit was für Einnahmen das Land rechnet, bzw. woher diese stammen sollen. Nicht einmal über den geplanten Steuersatz sind Informationen an die Öffentlichkeit gelangt. Die Unternehmen müssen sich aber ohnehin noch ein wenig gedulden, da die Europäische Kommission den Gesetzesentwurf der Slowaken nun erst einmal prüft. Ist diese Prüfung abgeschlossen, werden alle wichtigen Details an die Öffentlichkeit kommen. Unter anderem auch die Preise für mögliche Lizenzgebühren.

Ob die Planungen der Politik letztendlich überhaupt funktionieren, steht noch in den Sternen. Einige Nationen sind bereits mit einem guten Beispiel vorangegangen, allerdings ist bekanntlich jeder Staat individuell zu betrachten. Fällt die Spiellaune der Slowaken zum Beispiel geringer aus als gedacht, könnte der gesamte Plan ins Wanken kommen. Damit ist aktuell allerdings nicht zu rechnen, auch die Politik geht von einem starken Zuwachs in der Wirtschaft aus.

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