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Motor der Tourismusindustrie

 

Voelklinger_Huette_

Das „alte“ Saarland hingegen entwickelt sich immer mehr zum Motor der saarländischen Tourismusindustrie. Bestes Beispiel ist die Völklinger Hütte. Über 100 Jahre lang wurde hier Stahl produziert, Völklingen war das Synonym der saarländischen Montanindustrie. 17000 Menschen arbeiteten 1965 noch in der Völklinger Hütte. Dann kam die Stahlkrise. 1986 wurde der letzte Hochofen ausgeblasen.

1994 erklärte die Unesco die Völklinger Hütte zum Weltkulturerbe. Heute ist das einmalige Ensemble aus Hochöfen, Pumpenhaus, Gebläsehalle und Handwerkergasse eine Besucherattraktion und ein vielfach genutzter Veranstaltungsort. Die Ausstellung „Inka Gold. 3000 Jahre Hochkulturen“ besuchten fast 200000 Menschen. Im Mai wurde die Ausstellung „Schätze aus dem Morgenland“ eröffnet.

Oder Villeroy & Boch, das wohl bekannteste saarländische Unternehmen. Das Keramik- und Porzellan-Imperium steuert seine weltweiten Geschäfte von Mettlach aus. Das über 250 Jahre alte Familienunternehmen residiert in einer ehemaligen Benediktinerabtei und lockt Touristen mit keramischen Schätzen aus mehreren Jahrhunderten in das hauseigene Keramikmuseum in der Alten Abtei.

Der schönste Ort des Saarlandes, die Saarschleife, ist nicht weit entfernt. Von der Cloef aus, 200 Meter über dem Fluss, genießt man eine Aussicht, die schon Victor Hugo beeindruckte. Die Burg Montclair auf dem langgestreckten, von der Saar umflossenen Bergrücken mit seinen steilabfallenden Felsen ist sagenumwoben.

 



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Datum: 28.12.2006