Der Schutz der Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher durch sichere Lebensmittel und durch gesunde Ernährung gehört zu den politischen Prioritäten der deutschen Ratspräsidentschaft.
Sie setzt sich dafür ein, dass das hohe Niveau der Lebensmittelsicherheit und der Qualitätssicherung gewährleistet bleibt, und sie fördert intensiv einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung als wesentliche Vorbeugung vieler chronischer Krankheiten. Mehr Transparenz bei der Kennzeichnung und hohe Lebensmittelstandards sind ein wesentlicher Beitrag zu einer aktiven Verbraucherschutzpolitik.
Vor diesem Hintergrund strebt die Ratspräsidentschaft an, das Vorschlagspaket über Zusatzstoffe, Aromen und Enzyme in Lebensmitteln weiter voranzubringen und nach Möglichkeit zu verabschieden. Die Beratungen zur anstehenden Novelle der Verordnung über neuartige Lebensmittel wird die Präsidentschaft aufnehmen, sobald der Kommissionsvorschlag dazu vorliegt.
Übergewicht, Fehl- und Mangelernährung und mangelnde körperliche Bewegung zählen europaweit zu den Risiken unserer Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft. Dies gilt sowohl aus Sicht der öffentlichen Gesundheit als auch vor dem Hintergrund der Langzeitkosten für das Gesundheitswesen und der indirekten Kosten für die Wirtschaft, wie zum Beispiel geringe Produktivität und Leistungsverlust. Aufgrund unterschiedlichster Faktoren sind in steigendem Maße Kinder und Jugendliche von Übergewicht betroffen.
Insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sind leistungsfähige und leistungsbereite Menschen jedoch wichtig für eine wettbewerbsfähige und zukunftssichere Basis der Wertschöpfung in Europa.
Die deutsche Ratspräsidentschaft wird zur Förderung gesunder Ernährung und körperlicher Bewegung entsprechende Aktivitäten vor allem für Kinder und Jugendliche vorantreiben. Dies geschieht im Lichte der Erfahrungen mit der 2005 gestarteten EU-Aktionsplattform für Ernährung, Bewegung und Gesundheit.
Auf der Basis der Ergebnisse der Debatte über das Grünbuch zur Ernährung, will die Europäische Kommission im 1. Halbjahr 2007 ein Weißbuch mit einer konkreten Ernährungsstrategie vorlegen. Dies wird es der Ratspräsidentschaft ermöglichen, diesem wichtigen Politikbereich weitere Impulse zu geben.