
Und wer in dem italienisch anmutenden, terrakottafarbenen Teil des Potsdamer Platzes flaniert, im Sommer unter Bäumen sitzt, in einer paradoxerweise von den Sightseeing–Bussen nicht wirklich gestörten großstädtischen Anonymität, die gesellig wirkt, wer im Winter hier die festlichen Auffahrten zur Berlinale bestaunt, den Einzug der Stars auf dem MarleneDietrich–Platz, dem ist um die Zukunft der Stadt nicht bang.
Einer Stadt, die in der Nacht weithin sichtbar durch die neue Reichstagskuppel an den Reichstag erinnert, an dem sich das Schicksal Berlins mit dem Deutschlands am engsten verbunden hat: Ich denke an den Reichstagsbrand von 1933, an die schreckliche blutige, die Stadt endgültig in eine Trümmerwüste verwandelnde Erstürmung Berlins, die die Rote Armee mit der Eroberung des Reichstags krönte; ich denke an das große Feuerwerk zur Wiedervereinigung, das das Ensemble von Reichstag und Brandenburger Tor mit einer riesigen Menschenmenge verband.