
Es gibt nur 1,7 Millionen Einwohner, also etwa 75 pro Quadratkilometer. Damit ist Mecklenburg-Vorpommern das am wenigsten besiedelte Land in der Bundesrepublik Deutschland. Der Natur bekam und bekommt das. Man findet zwischen Elbe und Oder nicht nur 1764 Seen, sondern auch Kraniche, Fischreiher, Störche, Seeadler, Schreiadler und viele andere seltene Tiere und Pflanzen. Die Menschen sind schweigsam und waren früher protestantisch. Aber 40 Jahre Sozialismus haben die Kirchen geleert. Auch die norddeutsche Sprache, das Plattdeutsche, ist auf dem Rückzug. Richtiges Plattdütsch als eigenständigen Dialekt spricht hier im Norden kaum noch jemand.
Selbst die regionale Küche war fast ausgestorben. Inzwischen findet man auf den Speisekarten, nicht zuletzt wegen der Touristen, mit etwas Glück wieder den Mecklenburger Rippenbraten oder die Mecklenburger Götterspeise. Fisch wird hier oben in allen Variationen gereicht: gebraten, geräuchert, sauer eingelegt oder gekocht. Dem schwarzen Roggenbrot ist häufig Kümmel beigemengt. Aus dem Gewürz wurde, wie im ganzen Norden, auch ein Schnaps gebrannt, der „Köm“, der aber im Gegensatz zur skandinavischen Variante, dem „Aquavit“, kaum noch getrunken wird.