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15.03.2007

Europäische Telekommunikationsminister wollen Verordnung zum Auslands-Roaming noch in diesem Jahr

Glos © BMWi

Überraschend hohe Mobilfunkrechnungen nach Auslandsreisen sollten künftig der Vergangenheit angehören. Grund genug für die Telekommunikationsminister der EU heute während ihres informellen Treffens am Rande der CeBIT in Hannover über die Initiative der Kommission für eine Roaming-Verordnung zu diskutieren. Alle Teilnehmer hielten eine europäische Regelung für notwendig und dringlich, da die Tarife für Roamingdienste deutlich über ihren Kosten liegen und somit die europäischen Bürger belasten. Die Verordnung soll hier abhelfen: Eine rasche und spürbare Senkung der Roamingtarife für alle Verbrauchergruppen ist ihr Ziel. „Dabei dürfen jedoch weder der Wettbewerb unter den Betreibern noch die Anreize für Innovationen gefährdet werden“, so der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Michael Glos.

Die Minister stimmten überein, dass die Verbesserung der Tariftransparenz für den Verbraucher einen wichtigen Baustein zur Lösung des Problems darstellt. Einig war man sich weiterhin, dass ergänzend zu den gestärkten Transparenzvorschriften eine Regulierung der Preise sowohl auf der Vorleistungs- als auch auf der Endkundenebene notwendig sei. Nur so könne eine deutliche Absenkung der Roamingpreise erreicht werden.

Alle Minister hielten es für zentral, den Endkunden einen obligatorischen Verbraucherschutztarif anzubieten. So bleiben alle weiteren Tarifoptionen zulässig, um den individuellen Wünschen der Verbraucher gerecht zu werden und den Betreibern die Möglichkeit innovativer Tarifangebote zu gewähren. Ob auch diese weiteren Tarifoptionen Gegenstand einer Preisregulierung werden sollen oder nicht, wurde von den Ministern unterschiedlich bewertet.

Die TK-Minister sprachen sich dafür aus, die Verordnung möglichst einfach auszugestalten und den mit ihr verbundenen bürokratischen Aufwand minimal zu halten.



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Datum: 16.03.2007