„Durch die Doppelpräsidentschaft in diesem Jahr bietet sich uns eine historische Chance, neue Impulse für die Entwicklungspolitik zu setzen. Diese Chance werden wir nutzen“, erklärte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul anlässlich der entwicklungspolitischen Debatte im Bundestag.
„Wir dürfen nicht nachlassen, uns für die Ärmsten der Armen in der Welt einzusetzen. Ganz im Gegenteil, wir müssen unsere Anstrengungen weiter verstärken. Afrika ist ein Schwerpunkt während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und des G8-Vorsitzes. Wir setzen uns für ein nachhaltiges und breitenwirksames Wirtschaftswachstum auf unserem Nachbar-Kontinent ein. Dabei wird es auch darum gehen, private Investitionen zu fördern. Die Menschen brauchen Perspektiven für die Zukunft. Dafür werden Europa und G8 verlässliche Partner Afrikas sein. Unter anderem werden wir uns in der Europäischen Union dafür einsetzen, dass die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit den Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks entwicklungsförderlich gestaltet und die besonderen Bedürfnisse der afrikanischen Staaten berücksichtigt werden.
Außerdem werden wir mit größerem finanziellem Nachdruck die schreckliche AIDS-Pandemie bekämpfen. Vor allem Frauen sind zunehmend von Ansteckung und Krankheit bedroht. Auch hier werden wir die Doppelpräsidentschaft nutzen, um neue Impulse zu setzen. Die Welle der Krankheit in Afrika muss endlich gebrochen werden“, sagte die Ministerin.
Neben einer internationalen AIDS-Konferenz im März in Bremen wird Ende 2007 auch die Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds für den Kampf gegen AIDS, Tuberkulose und Malaria in Deutschland stattfinden. „Wir haben Vertrauen in Afrikas Zukunft, Afrika ist ein Kontinent der Chancen. Wir werden uns als Doppelpräsidentschaft dafür einsetzen, dass Afrika diese Chancen nutzen kann“, betonte Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul.