Krabben pulen an der Nordsee, wandern durch die Lüneburger Heide, Rad fahren entlang der Weser: Urlaub in Niedersachsen ist Vielfalt pur, bietet Hochseeklima und Sandstrände auf den Ostfriesischen Inseln und Mittelgebirgsluft, sanfte Hügel und weite Täler im Harz, Beachvolleyball in Cuxhaven und gepflegte Wellness in Bad Pyrmont.
Fast immer spielt Wasser dabei eine Rolle: Sieben Inseln, 310 Kilometer Nordseeküste, ein Flussnetz von 30000 Kilometern und riesige Binnenseen wie das Steinhuder Meer hat das „Wasserreich Niedersachsen“ zu bieten. Kulturtouristen entdecken die Schlösser der Weserrenaissance oder begeben sich auf den Spuren der Brüder Grimm auf die romantische Deutsche Märchenstraße. Moderne Kunst auf hohem Niveau zeigen Museen in Hannover, Emden, Wolfsburg oder Osnabrück.
www.reiseland-niedersachsen.de
Die Messestadt. Zur Computermesse CeBIT und zur Industrieschau Hannover Messe kommen jedes Jahr rund 700.000 Besucher in die niedersächsische Landeshauptstadt. Wer Zeit hat, entdeckt Hannover entlang dem „roten Faden“: Die vier Kilometer lange Linie führt zu 36 Sehenswürdigkeiten der überraschend grünen Stadt an der Leine – darunter die berühmten „Nana“-Skulpturen von Niki de Saint Phalle. Ein Ausflug führt zu den Herrenhäuser Gärten: Auf 135 Hektar ließen die hannoverschen Kurfürsten und Könige hier ein kunstvolles Gartenparadies anlegen.
Die Universitätsstadt. Auf 130.000 Einwohner kommen in der „kleinen Großstadt“ über 2500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, 9000 Universitätsmitarbeiter und über 23.000 Studierende. Seit knapp 270 Jahren wird im zwischen Harz und Weser gelegenen Göttingen geforscht und gelehrt: Die Georg-August-Universität genießt international einen ausgezeichneten Ruf. In der historischen Altstadt mit ihren Fachwerkbauten und vielen Straßencafés lässt sich gut von der wissenschaftlichen Arbeit entspannen. Schnell von hier zu erreichen: Goslar mit seiner mittelalterlichen Kaiserpfalz, eine der schönsten Städte im Harz.
Die Radfahrerstadt. Früher waren es die Pferde, für die Oldenburg berühmt war, heute prägen die „Drahtesel“ das Stadtbild. Mittelpunkt ist das Renaissanceschloss mit idyllischem Garten. Oldenburg ist beliebte Einkaufsstadt und beherbergt seit 2000 das Horst-Janssen-Museum.
Die Hafenstadt. Kunst und Küste spielen die Hauptrollen im wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum Ostfrieslands. Die Kunsthalle in Emden zeigt sehenswerte Expressionisten, die Museumsschiffe im Hafen künden von Seefahrtsromantik und Emdens großer maritimer Vergangenheit.
Die Wissenschaftsstadt. Braunschweig ist Standort von 14 international renommierten Forschungseinrichtungen und laut einer aktuellen Untersuchung der EU das Zentrum der „forschungsintensivsten Region der gesamten Europäischen Union“. Das Spektrum reicht von der Luft- und Raumfahrt über Biotechnologie bis zur physikalischen Grundlagenforschung. Herz der Forschungslandschaft ist die älteste Technische Universität Deutschlands, die Carolo Wilhelmina, gegründet 1745. Aber in der zweitgrößten Stadt Niedersachsens ist auch die Geschichte zu Hause. Der Burgplatz mit Dom und Löwendenkmal entführt ins Mittelalter: Welfenherzog Heinrich der Löwe machte Braunschweig im 12. Jahrhundert zur Handelsmetropole. Viele Bauwerke erinnern noch an die frühe Blütezeit der Stadt.
Die Heidestadt. Es war das „weiße Gold“, das Salz, das Lüneburg zu Zeiten der Hanse großen Reichtum brachte. Bis heute zeugen die mächtigen Giebel der Kaufmannshäuser davon. Das Salz steht nicht mehr im Mittelpunkt, das Handeln schon: Die Lüneburger verdienen ihr Geld im Dienstleistungssektor. Ein Muss für Touristen: ein Ausflug in die Lüneburger Heide, am schönsten im August und September, wenn die Erika blüht.
Die Inselkette. Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge – sieben Ostfriesische Inseln reihen sich vor der Nordseeküste aneinander. Salzige Luft atmen, am Sandstrand liegen, das Meer belauschen, Wattwandern, Seehunde beobachten: der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer bietet unendlich viele Möglichkeiten, Natur zu erleben.