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Србија |
Regierungsform: Republik; Provinz Kosovo steht seit 1999 unter UN-Verwaltung
Staatsoberhaupt: Präsident Boris Tadić
Regierungschef: Ministerpräsident Vojislav Koštunica
Außenminister: Vuk Jeremić
Einwohner: 7,7 Millionen (2005, ohne Kosovo)
Hauptstadt: Belgrad
Fläche: 88.361 km2
Währung: Dinar (CSD),1 EUR= 82,52 CSD (Dez. 2006)
BIP real: 20 Mrd. Euro (2006, ohne Kosovo)
BIP pro Kopf: ca. 3.000 USD (2005)
Wirtschaftswachstum: 6,5% (2005)
Arbeitslosenrate: 30%
Wichtigste Exportmärkte: Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Italien, Deutschland, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien
Wichtigste Exportware: Fertigprodukte, Lebensmittel
Wichtigste Importmärkte: Deutschland, russische Föderation, Italien, Ungarn, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien
Wichtigste Importware: Maschinen, Transporteinrichtungen, Treib- und Schmierstoffe, Textilien
Bedeutende Wirtschaftssektoren: Industrie, Landwirtschaft, Handel
Serbiens Annäherung an die EU:
- 1996: Regionaler Ansatz: Der Rat der Europäischen Union beschließt politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, um die Entwicklung von bilateralen Beziehungen zu ermöglichen.
- 1999: Die EU schlägt einen neuen Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess (SAP) für fünf südosteuropäische Länder inklusive der Bundesrepublik Jugoslawien vor.
- Oktober 2000: Sturz des Milosevic Regimes.
- Juni 2000: Der Europäische Rat in Feira bestätigt, dass alle Länder des Stabilisierungs- und Assoziierungsprozesses potentielle Kandidaten für eine EU-Mitgliedschaft sind.
- 2001: Start des neuen CARDS-Programms, das als finanzielles EU-Unterstützungsprogramm speziell für die Länder des Stabilisierungs- und Assoziierungsprozesses geschaffen wurde.
- Juli 2001: Start der „EU- Bundesrepublik Jugoslawien Beratenden Task-Force“
- März 2002: Unterzeichnung des Belgrader Abkommens über eine Staatenunion.
- Februar 2003: Die neue Verfassung tritt in Kraft. Die Staatenunion Serbien und Montenegro ersetzt als Rechtsnachfolger die Bundesrepublik Jugoslawien. Die Staatenunion setzt sich aus der Republik Serbien und der Republik Montenegro zusammen.
- Juni 2003: Beim Europäischen Rat in Thessaloniki wird der Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess als die Politik der EU für die Staaten des Westbalkans bestätigt. Die europäische Perspektive dieser Staaten wird bestätigt.
- Juli 2003: Ein “Verstärkter Permanenter Dialog” ersetzt das bisherige Format der "Beratenden Task-force".
- Juni 2004: Der Rat der Europäischen Union beschließt eine Europäische Partnerschaft für Serbien und Montenegro.
- Oktober 2004: Twin Track Approach - gemäß Verfassungsrealität finden Verhandlungen sowohl mit Gesamtstaat als auch mit den beiden Teilrepubliken, je nach jeweiligem Kompetenzbereich, statt.
- April 2005: Die Europäische Kommission kommt in ihrer Machbarkeitsstudie zu dem Schluss, dass Serbien und Montenegro bereit ist, die Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU aufzunehmen.
- Oktober 2005: Eröffnung der Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA). Diese sind an die Bedingung der uneingeschränkten Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (IStGHJ) geknüpft.
- Januar 2006: Der Rat der EU beschließt eine aktualisierte Europäische Partnerschaft für Serbien und Montenegro.
- März 2006: Das Außenministertreffen der EU25 mit den Staaten des westlichen Balkans bestätigt erneut die europäische Perspektive der SAP-Länder.
- Mai 2006: Die Verhandlungen über das SAA werden auf unbestimmte Zeit unterbrochen, da Belgrad nicht uneingeschränkt mit dem IStGHJ zusammenarbeitet.
- Juni 2006: Nach erfolgreichem Referendum wird Montenegro unabhängig. Die Staatenunion hört auf zu existieren. Serbien wird alleiniger Nachfolgestaat.
- Juli 2006: Das Mandat für die SAA-Verhandlungen wird an die neue völkerrechtliche Situation angepasst. Die EU ist somit technisch in der Lage, die SAA-Verhandlungen umgehend nach Feststellung der uneingeschränkten IStGHJ-Zusammenarbeit wieder zu beginnen.
- Dezember 2006: Die EU beginnt mit Serbien Verhandlungen über ein Visaerleichterungs- sowie über ein Rückübernahmeabkommen.
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