Mecklenburg-Vorpommern ist Spitze: Nach einer Untersuchung des Europäischen Tourismus Instituts (ETI) in Trier war Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Sommer das beliebteste deutsche Ferienbundesland. Mehr als 20 Prozent aller Inlandsreisen führten in den Nordosten Deutschlands. Mit etwa 7,6 Millionen Touristen im Jahr zählte das Bundesland vier mal mehr Gäste als Einwohner. Rekord!
Als Reisemotive nannten die Urlauber „Natur erleben“, „Ruhe genießen“ und „Baden und Sonnen“. Und genau das sind die Stärken von Mecklenburg-Vorpommern: Mehr als 25 Prozent der Fläche stehen unter Natur- und Landschaftsschutz – so viel wie in keinem anderen Bundesland. Und weit mehr als 1700 Seen und 340 Kilometer Küste machen Mecklenburg-Vorpommern zum größten Wassersportrevier in Mitteleuropa.
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Die Landeshauptstadt: Schwerin, mit 98000 Einwohnern die kleinste Landeshauptstadt Deutschlands, ist von sieben Seen umgeben. Mitten im Schweriner See liegt romantisch das Schweriner Schloss, Sitz des Landtages und Wahrzeichen der Stadt mit goldglänzenden Türmchen, der Orangerie, dem Schlossmuseum, dem Burggarten und dem Schlossgarten. Nur wenige Fußminuten weiter lädt die Altstadt zum Bummeln durch historische Straßenzüge und verwinkelte Gassen ein. Ein Blick vom Turm des Domes zeigt: Das Blau der Seen dominiert die Stadt.
Die Hansestadt: Rostock erlebte als Handelsstadt im Mittelalter seine wirtschaftliche Blüte. Trutzige Stadtmauern und Tore, stolze Bürgerhäuser mit gotischen Giebeln und mittelalterliche Kirchen sind eindrucksvolle Zeugen dieser Zeit. Mit der Gründung der ersten Universität im Norden 1419 wurde die Stadt zum geistigen Zentrum an der Ostsee. Heute treffen sich jedes Jahr im August Segler und Segelliebhaber zur Hanse Sail in Rostock und Warnemünde, dem pittoresken Seebad der Stadt. Dort, wo einst nur Seeleute ihrer Profession nachgehen durften, säumen heute bunte Fischer- und Kapitänshäuser die Promenade am Strand.
Die Universitätsstadt: Die 1456 als pommersche Landesuniversität gegründete Hochschule ist heute der bedeutendste Wirtschaftsfaktor. Im Stadtbild (Foto: Rathaus) ist vieles noch so, wie es Caspar David Friedrich einst gemalt hat. Seine Bilder hängen im Landesmuseum.
Das Seebad: „Weiße Stadt am Meer“ beschreibt nur vage den Charme des ältesten deutschen Seebades. Das klassizistische Gebäudeensemble rund um das Kurhaus, dessen Seeseite (Foto) einem römischen Tempel gleicht, erstrahlt heute wieder in schlichter Eleganz und Schönheit.
Die Backsteinstadt: Karminrot ist an sonnigen Tagen die dominierende Farbe in Stralsund. Dann gibt der Backstein der Bürgerhäuser, Kirchen und Klöster der Innenstadt Wärme. Und die mittelalterliche Parzellierung von Straßen und Plätzen macht Stralsund zur schönsten aller Hansestädte. Im Gegensatz zu den oft gesichtslosen Einkaufspassagen anderer Städte strahlt Stralsunds Altstadt Authentizität aus. Sie liegt idyllisch auf einer kleinen Insel fast ganz umschlossen vom Meer. Am Wochenende breiten Fischer in den Marktbuden ihre Fänge aus. Und am Hafen mit seinen Speichern locken Terrassencafés. 800 Gebäude stehen unter Denkmalschutz. 2002 wurde Stralsund (mit Wismar) zum Weltkulturerbe erklärt.
Die Insel: Rügen ist mit 1100 Quadratkilometern die größte Insel Deutschlands und bietet eine abwechslungsreiche Landschaft: einsame Sandstrände, fischreiche Buchten, imposante Kreidefelsen, waldreiches Hügelland, kleine Fischerdörfer und lebendige Ostseebäder. Binz ist das größte und bekannteste Seebad auf Rügen und beeindruckt durch seine Bäderarchitektur. Sassnitz im Nordosten lebt vom Hafenbetrieb.
Die Mittelalterstadt: Wismar ist die einzige in der Größe und Geschlossenheit erhaltene mittelalterliche Hansestadt im Ostseeraum. Die monumentalen Backsteinkirchen, das alte Hafenbecken (Foto) und die fast lückenlos erhaltene Straßenrandbebauung vermitteln ein authentisches Bild einer alten Seehandelsstadt. Wismar gehört zur Europäischen Route der Backsteingotik.