William Hill: Briten wollen Mr Green übernehmen

In der Glücksspielbranche bahnt sich eine weitere Sensation an. In den vergangenen Monaten konnte bereits mehrfach darüber berichtet werden, dass sich vor allem die großen Unternehmen der Branche durch geschickte Zukäufe immer mehr Macht auf dem Markt sichern. das gilt auch heute noch, denn aktuell macht aus England eine höchst interessante Meldung die Runde. Offenbar plant der britische Gigang William Hill nämlich die Übernahme von Mr Green aus Schweden.

William Hill hofft auf massive Expansion

William Hill ist eines der größten Glücksspielunternehmen in Großbritannien und verfügt mittlerweile auch über einen beachtlichen Kundenkreis in der Bundesrepublik Deutschland. Das reicht dem Unternehmen aber offenbar noch nicht, denn wie jetzt mitgeteilt wurde, werden bereits neue Expansionspläne geschmiedet. Und die zeigen in Richtung Schweden, wo die Mr Green AB ihren Sitz hat. Das börsennotierte Unternehmen zählt ebenfalls zu den ganz Großen der Branche und ist für das gleichnamige Mr Green Casino zuständig. Der Konzern hält Lizenzen in Deutschland und zahlreichen weiteren Ländern, gleichzeitig soll auch in der skandinavischen Heimat in den nächsten Monaten eine Lizenz ausgestellt werden.

Wie William Hill in Person von CEO Philip Bowcock mitteilte, wolle man mit der Akquisition die „Diversifikation“ am Markt vorantreiben und dafür sorgen, dass William Hill zu einer ganzen Reihe von Marken werde. Durch den Kauf könne man unmittelbar das digitale und internationale Geschäft fördern, was dem Konzern offenbar einiges Wert ist. Rund 271 Millionen Euro soll William Hill als Angebot für die Übernahme präsentiert haben, die Entscheidung liegt nun bei den Aktionären.

Annahmefrist endet im Januar 2019

Branchenkenner erachten es als äußerst unwahrscheinlich, dass sich die Skandinavier diesen Betrag für das eigene Portfolio entgehen lassen. Zeit zum Überlegen ist allerdings noch genug vorhanden. Wie William Hill mitteilte, wird die Frist für das Angebot wohl erst am 10. Dezember 2018 beginnen und dann bis zum 11. Januar 2019 laufen. Innerhalb dieses Zeitraumes haben die Aktionäre von Mr Green dann die Chance, eine Entscheidung zu fällen. Läuft alles glatt, könnte die Übernahme schon bis zum 17. Januar über die Bühne gehen. Ein Datum, welches besonders den Briten von William Hill gut zu Gesicht stehen würde. Immerhin macht der Start ins neue Jahr mit einer neuen Marke unter dem Konzerndach gleich noch einmal ein bisschen mehr Spaß.

William Hill erklärte in einer Pressemitteilung zudem, dass es noch weitere Argumente gebe, die für eine Übernahme des Konkurrenten sprechen würden. So erwartet William Nill einen enormen Umsatzanstieg, der auch den Gesamtumsatz der Marke William Hill entsprechend erhöhen könnte. Gesprochen wird hier über Anstiege von rund fünf Prozent oder mehr. Wie der Konzern in der Mitteilung ebenfalls erklärte, wolle man nach einem möglichen Vertragsabschluss die Aufstellung der Mitarbeiter durchführen, um einen größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Im Detail heißt es dazu: „Nach Vertragsabschluss werden wir eine sorgefältige Überprüfung der Fähigkeiten und Bedürfnisse in Bezug auf unsere nächsten Operationen vornehmen. Wir wollen optimale Führungs- und Mitarbeiterstrukturen, um den zukünftigen Erfolg der Gruppe zu garantieren.“

Vor allem der Standort interessiert William Hill

Neben den genannten Aussichten auf eine Steigerung des Umsatzes dürfte William Hill an Mr Green aber vor allem der Standort auf Malta interessieren. Die Briten hatten unlängst mitgeteilt, dass sie ihre Aktivitäten in Großbritannien deutlich reduzieren wollen. William Hill hält eine Lizenz der Behörden Gibraltars, welche bekanntermaßen als Überseegebiet von Großbritannien geführt werden. Genau das könnte beim Brexit, also dem britischen Austritt aus der EU, allerdings zu einem echten Problem werden. Malta ist da scheinbar die deutlich bessere Adresse, weshalb bereits schon einige Unternehmen ihren Standort wechselten. Bowcock erklärte hierzu: „Mr Green wird William Hill ein internationales Zentrum in Malta, mit Markteintritts Know-How und starken Wachstumsimpulsen in einer ganzen Reihe europäischer Länder bieten. William Hill wird immer mehr von einer einzigen Marke zu einer Reihe von Marken werden, wodurch die Wachstumschancen in neuen und bestehenden Märkten maximiert werden können.“

Großes Interesse scheint allerdings auch auf Seiten von Mr Green vorhanden zu sein. Zwar sind die Anteilseigner hier diejenigen, die am Ende die Entscheidung treffen, dennoch stehen die Chancen aber offenbar gut. So erklärte Kent Sanders, der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, dass der glaube, dass die Größe für die Globalisierung der iGaming-Branche von größter Bedeutung sei. Aus diesem Grund habe der Verwaltungsrat von Mr Green den Aktienbesitzern auch unlängst dazu geraten, dem Angebot zuzustimmen. Bereits mehr als 40 Prozent der Shareholder sollen auch tatsächlich bereits einen unwiderruflichen Vertrag für den Verkauf unterschrieben haben. Unterm Strich bahnt sich damit einer der größten Deals in der Glücksspielbranche in den vergangenen Jahren an. Gleichzeitig dürfte dieser Deal auch zu den wirtschaftlich interessantesten Geschäften gehören. Immerhin legte Mr Green gerade erst ein Rekordwachstum im dritten Quartal des Jahres vor und konnte gemessen am Vorjahr eine Umsatzsteigerung von mehr als 50 Prozent erzielen. Gut verständlich also, dass die Briten von William Hill hier ihre Fühler Richtung Skandinavien und Malta ausgestreckt haben.

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Bildquelle: MichaelGaida @ Pixabay