Werbeverbot in Italien: Minister Di Maio kritisiert Medienverband

Erst vor wenigen Tagen haben wir darüber berichtet, dass der italienische Werbeverband AGCOM das Werbeverbot für Glücksspiele in Italien scharf kritisiert. Die Branche fürchtet horrende Einnahmen und fühlt sich zudem im Vergleich zu europäischen Mitbewerben ungerecht behandelt. Kritikpunkte, die der stellvertretende italienische Ministerpräsident Luigi di Maio nicht teilen kann. Ganz im Gegenteil: Er wirft dem Medienverband vor, den eigenen Profit über das Wohl der Italiener zu stellen.

Herausfordernde Worte von di Maio

Worum geht es? Im Detail geht es in der Debatte um das Werbeverbot für Glücksspielunternehmen, welches in Italien im vergangenen Jahr beschlossen wurde. Nicht ganz unwesentlich daran beteiligt war auch der stellvertretende Ministerpräsident Luigi di Maio, der als harter Gegner des Glücksspiels gilt. In den vergangenen Tagen äußerte sich der Werbeverband AGCOM über das Werbeverbot und beklagte, dass die Medienbranche horrende Einbußen in Kauf nehmen müsste. Zusätzlich dazu gab die Behörde an, dass das Gesetz seine Wirkung nahezu gänzlich verfehlt habe.

Äußerungen, die di Maio so offenbar nicht stehen lassen würde. Der Minister präsentierte sich regelrecht erzürnt darüber, dass die Behörde derartige Kritikpunkte veröffentlichte und erinnerte daran, dass diese ab September eine neue Führung erhalte. Damit aber nicht genug. Di Maio warf der Behörde vor, das finanzielle Interesse über das Wohl der Bürger zu stellen. Ebenso gab sich di Maio in den sozialen Netzwerken erzürnt darüber, dass die Medienbrache und der Verband das Verbot wohl einfach ignorieren wollen.

Minister sieht „lange und harte Schlacht“

So postete di Maio: „In was für einem Land leben wir bitte, wo ein Minister ein Werbeverbot ausspricht und eine Behörde die Werbung trotzdem erlaubt? Sie stellen sich in jeder Hinsicht quer. Die Umsetzung der Änderungen wird noch eine lange und harte Schlacht. Aber wenn sie denken, dass sie uns ausbremsen können, haben sie sich mit der falschen Regierung angelegt. Diesen Kampf gewinnen wir!“ Wenig überraschend ließ auch die Reaktion der AGCOM in diesem Fall nicht lange auf sich warten. Der Präsident der Behörde, Angelo Marcello Cardani, erklärte, di Maio verdrehe in seinem Statement die Fakten und nutze dies dafür, um seine eigene Einstellung zu verbreiten. Statt in den sozialen Medien die Behörde zu kritisieren, solle di Maio die Worte der Behörde lieber noch einmal richtig interpretieren.

Stilvoll: Die Ankündigung, dass der Präsident schon bald nicht mehr an der Spitze des Verbands aktiv sei, nahm dieser mit Humor. So erinnerte Cardani di Maio daran, dass er nach insgesamt sieben Jahren an der Spitze offiziell bereits seit rund einer Woche nicht mehr im Amt sei. Trotz dieser durchaus pfiffigen Antwort: Das letzte Wort ist in diesem Fall ganz sicher noch nicht gesprochen und Italien dürfte noch länger über das Verbot diskutieren.

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