UKGC: Pubs sollen Jugendschutz an Spielautomaten verbessern

Die britische Glücksspielkommission (UKGC) ist immer an der Verbesserung des Spieler- und Jugendschutzes interessiert. Speziell aus diesem Grund wurde im letzten Jahr eine großangelegte Studie durchgeführt, an der auch die Polizei und lokale Behörden beteiligt waren. Zahlreiche Pubs im Land wurden hier unter die Lupe genommen und hinsichtlich der Einhaltung des Jugendschutzes an den Spielautomaten überprüft. Die Ergebnisse sind enttäuschend, denn nur ein kleiner Teil aller Pub-Betreiber hält sich laut Studie an die Vorgaben.

Jugendschutz wird kaum beachtet

Die britische Gambling Commission hat sich die Verbesserung des Jugend- und Spielerschutzes auf die Fahne geschrieben. Erst im vergangenen Jahr wurde im Zuge dieser Ausrichtung eine Kontrolle zahlreicher Pubs des Landes durchgeführt. An der Aktion waren auch lokale Behörden und die Polizei beteiligt. Aus Sicht der UKGC können die Ergebnisse der Studie als enttäuschend bezeichnet werden. Der Grund: 84 Prozent aller Barbetreiber haben sich demnach nicht richtig um die Einhaltung des Jugendschutzes bemüht. Ein Problem ist dabei vor allem die ausbleibende Kontrolle von Ausweispapieren. Hierdurch wird der Zugang zum Glücksspiel auch den Kindern und Jugendlichen ermöglicht, die das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.

Ein Zustand, der für die UKGC untragbar ist. Deutliche Worte fand zu den Ergebnissen demnach auch die Direktorin der Glücksspielbehörde, Helen Rhodes. Diese erklärte an die Industrie gewandt: „Die Pub-Industrie muss die Maßnahmen zur Durchsetzung der Regeln dringend beschleunigen. Pubs müssen die Altersprüfung für die Automaten genauso ernst nehmen wie beim Verkauf von Alkohol. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sie die Berechtigung verlieren, Automatenspiele weiter anzubieten. Die Ergebnisse des letzten Jahres waren äußerst enttäuschend und wir haben die örtlichen Behörden bei ihren Maßnahmen zur Anhebung der Standards unterstützt.“

Gemeinsame Agenda mit dem Handelsverband

Eben genau jene Anhebung der Standards soll unter anderem durch eine Zusammenarbeit zwischen dem Branchenverband der British Beer and Pub Association und dem Handelsverband UK Hospitality vorangetrieben werden. Beide Verbände zusammen planen die Einführung einer Agenda, mit der Beschäftigte in den Bars stärker sensibilisiert werden. Gleichzeitig betonte auch Rhodes, dass die Behörde hier nicht untätig bleiben wolle. „Dies (die Maßnahmen zur Anhebung der Standards Anmerk. d. Red.) beinhaltet die Zusammenarbeit mit den Anbietern von Schulungen für die Pub-Branche, um die gesetzlichen Anforderungen an Schulungsmaterialien für Glücksspiele in Pubs hervorzuheben. Wir fordern den Pub-Sektor dringend auf, diese Gelegenheit zu nutzen, um Kinder und Jugendliche zu schützen und zu verhindern, dass die örtlichen Behörden Durchsetzungsmaßnahmen ergreifen müssen.“

Wie reagiert die Industrie?

Die Worte von Rhodes können durchaus als scharfer Warnschuss in Richtung Branche gewertet werden. Das hat diese aber offenbar auch so verstanden. Immerhin zeigt die engere Kooperation und Einführung einer Agenda, dass man hier auf Seiten der Industrie künftig nicht untätig bleiben möchte. Darüber hinaus gab man bekannt, dass ein Verhaltenskodexveröffentlicht werden soll. Mit dieser wird der Branche dann genau vorgeschrieben, wie sie sich bei jugendlichen Gästen zu verhalten hat. Ebenso wolle man diesen Verhaltenskodex aber auch dafür nutzen, um herauszuarbeiten, wie das Pub-Personal noch besser geschult werden kann. Darüber hinaus wurde eine intensivierte Zusammenarbeit mit der britischen Gambling Commission und der GambleAware angekündigt.

Brigid Simmonds, die Geschäftsführerin der Beer and Pub Association, erklärte als Reaktion auf die Veröffentlichung der Studie, dass die Feststellung des Alters für die Branche im Zusammenhang mit den Automaten die höchste Priorität genieße. Gleichzeitig sagte Simmonds, dass man die Meinung der Behörden teile, dass bei Verstößen gegen die Vorgaben eine Entfernung der Automaten die Folge sei. Allerdings, so Simmonds, würden der Branche dadurch wichtige Zusatzeinnahmen verloren gehen. Kate Nicholls, die Geschäftsführerin des Verbandes UK Hospitality, ergänzte, dass die Spielautomaten zwar eine enorm wichtige Einnahmequelle seien, man die Standards hier aber trotzdem hochhalten müsse. Kurz gesagt: Die Branche hat die Ergebnisse der Studie nicht nur wahrgenommen, sondern ist ganz offensichtlich auch ernsthaft um Besserung bemüht.

Verhaltenstipps momentan schwer im Trend

Ein Verhaltenskodex für die Pub-Industrie scheint in diesen Tagen die logische Folge auf die Veröffentlichung der Studie zu sein. Erst vor wenigen Tagen haben die britischen Behörden einen Verhaltenskodex für die Glücksspielbranche veröffentlicht. In diesem wurde darauf hingewiesen, wie sich die Unternehmen im Falle eines No Deal Brexit zwischen Großbritannien und der EU zu verhalten hätten. Angesprochen wurden hier zahlreiche wichtige Bereiche, wie zum Beispiel die Visa-Bestimmungen für Mitarbeiter in Niederlassungen in der Europäischen Union oder mögliche Zölle auf den Import von Waren.

Auch in Deutschland ist der Spielbetrieb in der Gastronomie in einigen Regionen übrigens ein wichtiges Thema. Hier geht es allerdings weniger um den Jugendschutz, als um den Schutz der Spieler generell. So dürfen zum Beispiel in einigen Bundesländern Bar-Betreiber nur noch maximal zwei Geldspielgeräte in ihrem Betrieb aufstellen. Auf diese Art und Weise wird der Zugang zum Glücksspiel in Bars weiter eingedämmt. In der Bundesrepublik ist die Branche damit allerdings nicht ganz so glücklich, denn es wird befürchtet, dass auch durch die Gesetzesänderungen in der Gastronomie künftig weitere Spieler an die Konkurrenz im Internet verloren werden.

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