Teneriffa: Verwaltung will Casino-Trio im Paket verkaufen

Vor rund vier Jahren wollte die Inselverwaltung in Teneriffa das Casino Playa de las Americas verkaufen, fand hierfür allerdings keinen Käufer. Jetzt startet die Insel einen neuen Ausverkauf seiner Spielhallen und bietet diese aktuell sogar gleich im Dreier-Paket an. Allerdings muss der neue Eigentümer eine ganze Reihe von Auflagen und zusätzlichen Anforderungen beachten

Drei Casinos für rund 25 Millionen Euro

Vor rund zwei Wochen gab die Inselverwaltung in Teneriffa bekannt, dass man eine Ausschreibung für die drei großen Casinos der Insel starten wolle. Geplant ist, die Casinos in Santa Cruz, Puerto de la Cruz und Playa de las Americas in einem Paket zu verkaufen. Der neue Eigentümer würde hier also gleich drei Casinos auf einen Schlag erwerben. Der Grund für den Verkauf liegt laut Inselpräsident Carlos Alonso darin, dass man Geld für Pflegeheime benötige und den Erlös des Verkaufs hierfür nutzen wolle. Zumindest mit Blick auf das Casino Playa de las Americas ist dies schon der zweite Versuch, den Spielbetrieb an den Mann zu bringen. Vor rund vier Jahren versuchte Teneriffa dies schon einmal, konnte aufgrund zahlreicher Vorgaben und Anforderungen aber keinen Käufer finden. Und das, obwohl es sich beim Casino Playa de las Americas um das einzige gewinnbringende Casino der Insel handelt.

Geplant war damals der Verkauf des Casinos und einer Lizenz für den Zeitraum von zehn Jahren. Soweit alles in Ordnung. Allerdings gab die Inselverwaltung zudem vor, dass der neue Eigentümer die aktuellen Beschäftigten für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren in ihrem aktuellen Tarif weiter beschäftigen solle. Gleichzeitig wurde die Vorgabe aufgestellt, in der Gemeinde Adeje ein touristisches Projekt auf die Beine zu stellen. Hierzu gehört zum Beispiel der Bau eines Hotels oder die Renovierung eines vorhandenen Hotels. Zwei Prozent der Einnahmen aus dem Casino-Betrieb sollten zudem an ein Sozialwerk gestiftet werden, bei der Einstellung von neuem Personal wären die Einheimischen zu bevorzugen gewesen. Obwohl sich damals laut Aussage der Inselverwaltung mehrere Interessenten fanden, kam es zu keinem Vertragsabschluss.

Auflagen bleiben bestehen

Mit einer etwas veränderten Taktik erfolgt nun also der zweite Anlauf, in welchem die Verwaltung ihre Glücksspielbetriebe in die Hände eines Investoren geben möchte. Erwerben können die Interessenten jetzt nicht mehr nur einen Spielbetrieb, sondern stattdessen gleich ein Dreierpack. So werden sowohl das Casino Playa de las Americas als auch die Casinos in Santa Cruz und Puerto de la Cruz verkauft. Für einen Gesamtpreis von rund 25 Millionen Euro. Was auf den ersten Blick nach einem guten Deal klingt, ist beim genaueren Hinsehen allerdings wieder an gewisse Vorgaben und Voraussetzungen gebunden. Noch immer verlangt die Inselverwaltung die Investition in ein touristisches Projekt, wie einen Hotel-Neubau oder eine Hotel-Renovierung. 4,5 Millionen Euro müssen hier noch einmal mindestens investiert werden, gleichzeitig wird die Umsetzung dieses Projektes innerhalb von vier Jahren verlangt. Eine weitere Herausforderung: Das Touristenprojekt muss in einem Zusammenhang mit den Spielbetrieben stehen.

Auch die Angestellten werden von der Inselverwaltung weiterhin geschützt. Festgesetzt ist so im Kaufvertrag, dass der neue Eigentümer die rund 120 Beschäftigten für mindestens zwei Jahre zu aktuellen Konditionen weiter beschäftigen muss. Am 24. September wurde die entsprechende Ausschreibung der Inselverwaltung veröffentlicht. Bis ein neuer Eigentümer gefunden werden kann, wird es aber noch ein wenig dauern. 45 Tage haben die Unternehmen jetzt für die Abgabe eines Angebots Zeit. Anschließend nimmt sich die Verwaltung rund einen Monat, um die Zahlungsfähigkeit der Unternehmen zu prüfen. Über einen Zeitraum von ganzen vier Monaten werden im Anschluss daran dann die Angebote verglichen und bewertet.

Arbeitnehmervertreter kritisieren Pläne der Verwaltung

Was mit dem Geld für den Verkauf der drei Casinos passieren soll, ist laut Inselpräsident Carlos Alonso bereits klar: „Wir haben klare Prioritäten gesetzt. Wir wollen unsere Anstrengungen auf Aktionen und Projekte richten, die das Leben der Bürger verbessern und uns von Dingen abwenden, die nicht vordergründig und nicht typisch für eine öffentliche Verwaltung sind. Wie im Falle der Casinos.“ Genutzt werden solle das frische Geld in den Kassen stattdessen dafür, um Pflegeheime auf der Insel zu bauen. Ein sehr löblicher Plan, der allerdings nicht von allen Seiten als solcher aufgenommen wird.

Kritik hagelt es von Seiten der Arbeitnehmervertreter. Diese werfen der Verwaltung vor, die drei Casinos für einen „Ramschpreis“ zu verkaufen. So sei der Preis im Vergleich zum Verkaufspreis von vor vier Jahren nur minimal angehoben worden. Statt eines Casinos gäbe es dafür nun aber eben auch drei Betriebe. Darüber hinaus erklärten die Arbeitnehmervertreter, dass die Absicherung der aktuellen Beschäftigten noch nicht ausreichend sei. Wirklich viel verändern dürften diese kritischen Töne an der Einstellung der Inselverwaltung aber offenbar nicht.

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Bildquelle: zikiline @ Pixabay