Suchtbericht 2019: Bundesdrogenbeauftragte fordert besseren Dialog

Vor wenigen Tagen wurde in Berlin der neue Drogen- und Suchtbericht 2019 vorgestellt. Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig von der CSU stellte den Bericht vor, in welchem natürlich auch in diesem Jahr wieder auf das Glücksspiel eingegangen wird. Insbesondere Jugend- und Spielerschutz in der Gastronomie spielten offenbar eine wichtige Rolle. Generell forderte die Bundesdrogenbeauftragte zudem, dass Politik und Branche auf einen stärkeren Dialog setzen sollten. Die Zeit der ideologiebasierten Debatten sei vorbei, immerhin wolle man mit der wirkungsvollen Prävention ein gemeinsames Ziel erreichen.

Drogen- und Suchtbericht 2019: Mit Spannung erwartet

Der alljährliche Drogen- und Suchtreport sorgt jedes Jahr im Vorfeld für Spannung und im Nachhinein für eine Menge Diskussionsbedarf. So ist es auch in diesem Jahr. Nach wie vor gelten insbesondere Alkohol und Tabak als gefährliche Suchtmittel mit erschreckenden Folgen. Darüber hinaus beschäftigt sich der Suchtreport traditionell aber auch mit dem Bereich des Glücksspiels. Auch in diesem Jahr wurde die Branche wieder analysiert, die Entwicklungen sind dabei aus Sicht der Bundesdrogenbeauftragten im Prinzip erfreulich.

Benannt wurden im Report insgesamt fünf verschiedene Trends der Branche. Einer davon ist die Tatsache, dass insgesamt ein Rückgang bei der Glücksspielteilnahme in den letzten zehn Jahren zu erkennen ist. Offenbar hat die Begeisterung für das Spiel zumindest bei einigen Spielern mittlerweile nachgelassen. Ebenfalls überraschend ist der Trend, dass der Anteil der männlichen Spieler mit einem problematischen oder pathologischen Glücksspielverhalten seit 2013 leicht zurückgegangen ist. Zugelegt hat dieser Anteil demnach aber bei den Frauen, wenn auch auf einem vergleichsweise geringen Niveau.

Spieler- und Jugendschutz in der Gastronomie verbessert

Weniger erfreulich ist aus Sicht von Daniela Ludwig die Entwicklung bei den 16- und 17-jährigen Jungs. Hier ist seit 2013 ein leichter Anstieg beim problematischen Spielverhalten zu erkennen. Insbesondere die Sportwetten haben es den Jungs demnach angetan. Obwohl diese Jugendlichen eigentlich noch überhaupt keinen Zugriff auf Glücksspielangebote haben sollten. Bei den Mädchen befinde man sich hingegen weiterhin auf einem extrem niedrigen Niveau. Generell lasse sich allerdings sagen, dass durch neue Instrumente wie Lootboxen die Grenzen zwischen den Online-Spielen und den Glücksspielangeboten zunehmend vermischen würden. Ohnehin sei im Online-basierten Glücksspiel ein stetiges Wachstum zu erkennen.

Eine positive Tendenz beschreibt der Suchreport rund um das Glücksspiel auch beim Spiel in der Gastronomie. Der Spieler- und Jugendschutz an den Raststätten und Autohöfen hätte sich demnach deutlich verbessert. Experten sehen das auch als einen Arbeitsnachweis der Branche an, welche jüngst erst den „Runden Tisch Autobahn-Gastronomie“ als Diskussionsrunde ins Leben gerufen hat. Etwas zu bemängeln gibt es laut Bericht in diesem Bereich aber dennoch, denn die positive Entwicklung könne nicht auf die gesamte Branche übertragen werden. Stattdessen seien die betrieblichen Leistungen sehr stark von der jeweiligen Organisation und Führung des Betriebs abhängig.

Dialog als Grundlage für Verhandlungen zum neuen Glücksspielvertrag

Grundsätzlich sind die Entwicklungen somit erfreulich. Dennoch forderte Daniela Ludwig bei der Veröffentlichung des Reports auch, dass die Branche und die Politik auf einen stärkeren Dialog miteinander setzen. Man müsse aufhören damit, ideologische Debatten zu führen. Diese würden letztendlich keiner Seite weiterhelfen und seien auch nicht zielführend. Stattdessen gehe es darum, gemeinsam das Ziel der verbesserten Prävention durch einen intensiveren Austausch zu erreichen. Genau dieser Dialog dürfte in den aktuellen Zeiten ohnehin enorm wichtig sein. Die Glücksspielregulierung in Deutschland steht vor einem kräftigen Wandel und soll bereits 2021 überarbeitet werden. Die Chancen stehen gut, dass auch private Online-Casinos ab jenem Jahr ihr Angebot ganz legal unter einer deutschen Lizenz zur Verfügung stellen dürfen. Um die Rahmenbedingungen abzustecken, wird allerdings noch eine ganze Menge Austausch erforderlich sein.

Eingebunden sind hier alle Beteiligten auf dem Glücksspielmarkt. Insbesondere die stationäre Branche ist auch bereits kräftig im Austausch mit der Politik aktiv und so war der Dachverband Deutsche Automatenwirtschaft erst vor wenigen Tagen auf den Landesparteitagen von SPD und CDU in Hessen zu Gast. Kein Wunder: Die landbasierten Betriebe befürchten eine enorme Konkurrenz, wenn der Glücksspielmarkt online für private Unternehmen wirklich geöffnet wird. Aus diesem Grund setzen sich die Automatenverbände vor allem dafür ein, dass auch Online-Angebote stark reguliert werden.

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