Spielerschutzorganisation lobt österreichische Politik

Obwohl es in der österreichischen Politik in der letzten Zeit heiß zur Sache ging, scheint man auf Seiten der Spielerschutzorganisationen mit den Entwicklungen in der Politik zufrieden zu sein. So jedenfalls klingen die Worte des Instituts für Glücksspiel und Abhängigkeit. Hier heißt es, es sei zwar noch ein langer Weg bis zu einem gesicherten und stark regulierten Markt, dennoch seien manche Schritte zuletzt erfreulich gewesen. Ebenso bot die Spielerschutzorganisation ihre Hilfe bei der Gestaltung gesetzlicher Maßnahmen an und erklärte, in welchen Bereichen noch Platz für Verbesserungen zu finden ist.

Regierungsprogramm positiv zu bewerten

Schon seit 2002 ist das Institut für Glücksspiel und Abhängigkeit aktiv. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen vor allem im Bereich des Spielerschutzes, der Glücksspielprävention und der Beratung von hilfesuchenden Spielern. Auch für den Gesetzgeber ist die Organisation damit im Zweifel ein wichtiger Mitspieler, wenn es um die Regulierung und Kontrolle des Glücksspielmarktes geht. Jüngst hat sich nun auch das Institut mit einem kleinen „Feedback“ gemeldet. Hierin werden einige Dinge durchaus kritisch angesprochen, dennoch betont man auch, dass man mit der Entwicklung des Regierungsprogramms zufrieden sei. Konkret teilte die Organisation mit, dass man sowohl das Vorhaben der SPÖ, eine parlamentarische Enquete zur Reform des Glücksspielsektors durchzuführen, als auch die Festlegung der Intensivierung des Spielerschutzes im Regierungsprogramm begrüße.

Wie es weiter heißt, sei man auf Seiten des Instituts bereit, für beide Vorhaben seine Expertise im Bereich des Spielerschutzes und der Glücksspielsucht zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig merkt das Institut an, dass ein strenger und sinnvoll gestalteter Spielerschutz die notwendige Grundlage dafür sei, um mögliche Problemspieler und gefährdete Problemspieler schnell erkennen und schnell helfen zu können. Dies könne man laut der bisherigen Arbeitserfahrungen sagen, heißt es von Seiten des Instituts.

Digitales Glücksspiel immer wichtiger

Vor allem in den letzten Jahren hat sich der Arbeitsbereich de Instituts für Glücksspiel und Abhängigkeit deutlich verändert. Waren hier jahrelang vor allem die stationären Glückspielangebote wie Spielbanken und Spielhallen im Fokus, übernimmt diese Position immer stärker das Online-Glücksspiel. Roman Neßhold, der Präsident des Instituts, erklärt hierzu: „Die allgegenwärtige Digitalisierung führt dazu, dass jeder immer und überall sein Smartphone bei sich trägt. Somit hat man das Casino in der Hosentasche bei sich. Entsprechend steigt auch die Nachfrage nach Internetglücksspielen. Leider hat der Gesetzgeber auf die erhöhte Nachfrage bislang nicht reagiert. Es wäre längst an der Zeit, einen zeitgemäßen Rechtsrahmen für den Online-Bereich zu schaffen.“

Interessant für die Branche dürfte zudem sein, dass sich der Experte keinesfalls für ein Komplettverbot des Online-Glücksspiels ausspricht. Stattdessen solle sich Österreich ein Beispiel am Vorgehen anderer EU-Länder nehmen, so Neßhold. Diese hätten richtigerweise erkannt, dass ein erfolgreicher Spielerschutz nicht erreicht wird, indem man Anbieter vom Markt ausschließt, sondern im Rahmen eines Lizenzverfahrens mit einem kontrollierten Angebot sorgfältig ausgewählter Anbieter.

IP-Sperren und Zahlungssperren fördern Schwarzmarkt

Kritisch betrachtet werden vom Präsidenten auch die Umsetzungen von IP-Sperren oder Zahlungssperren. Internationale Erfahrungen hätten gezeigt, dass die Anbieter schlichtweg im Internet nicht ausgeschlossen werden können. Die Sperren seien zum einen faktisch wirkungslos, zum anderen aber auch förderlich für den Schwarzmarkt. So würde dies dazu führen, dass Spieler meist bei Anbietern aus dem nicht EU-Ausland spielen würden, zum Beispiel in Asien oder Russland. Neßhold merkt an: „Und dort werden bislang jedenfalls keine ernstzunehmenden Spielerschutzstandards vorgefunden. Ein weiterer großer Nachteil: Als Spielerschutzorganisation haben wir dann auch keine Möglichkeit, auf die Spieler bzw. Anbieter einzuwirken bzw. zuzugreifen.“

Unterm Strich sei es daher wichtig, mit einer Regulierung und Blick auf einen ernstzunehmenden Spielerschutz die spielfreudigen Personen zu führen, begleiten und zu kontrollieren. Auch das Institut könne seiner Arbeit als Spielerschutzorganisation nur dann nachkommen, wenn die Spieler bei kontrollierten und lizenzierten Anbietern spielen würden. Für die Behörden und Politik steht somit noch eine Menge Arbeit bevor, bis auch die letzten Kritikpunkt in den Augen der Spielerschutzorganisation verschwunden sein dürften. Sollten sich die Behörden auf die Vorschläge des Instituts einlassen, könnte Österreich schon bald ein vielseitiger Online-Markt bevorstehen. Dass alle Seiten durch eine Regulierung und Legalisierung mehr Vorteile genießen, zeigt ein Blick auf das Beispiel zahlreicher anderer Länder, in denen die Glücksspielgesetze vor einiger Zeit überarbeitet wurden. Österreich befindet sich hier aber scheinbar zumindest auf einem erfreulichen Weg.

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