Spielerschutz-Komitee: Englands Glücksspielriesen verbünden sich

Die Unternehmen der Glücksspielbranche tragen eine große Verantwortung. Besonders thematisiert wird diese in den letzten Wochen und Monaten in Großbritannien. Hier sind die Unternehmen zwar zu Abgaben für Spielerschutz-Projekte verpflichtet, die höhe wird allerdings nicht vorgeschrieben. Genau das sorgte in den letzten Monaten mehrfach für Ärger. Die Glücksspielbranche scheint die Situation nun entschärfen zu wollen. Die fünf größten Unternehmen auf dem britischen Markt wollen so ein neues Spielerschutz-Komitee gründen, welches künftig für kräftige Investitionen in entsprechende Projekte und Kampagnen zuständig sein soll.

Branchen-Riesen ziehen an einem Strang

Jahr für Jahr müssen die Glücksspielunternehmen in Großbritannien einen gewissen Anteil an ihren Nettogewinnen an eine Art Spielerschutz-Fonds zahlen, mit welchem dann verschiedene Projekte und Kampagnen für den Spielerschutz realisiert werden sollen. Eigentlich ein sinnvoller Gedanke, allerdings ist die Mindesthöhe für diese Abgaben nicht vorgegeben. Teilweise wurden also nur enorm geringe Summen beigesteuert, obwohl die Branche Jahr für Jahr horrende Umsätze und Gewinne vermelden kann. Das wiederum hat die Politik auf den Plan gerufen, die daraufhin forderte, eine einheitliche Abgabe von jährlich einem Prozent der Nettogewinne festzulegen. Eine horrende Forderung, welcher die Unternehmen aber offenbar nachkommen wollen.

Erst vor wenigen Wochen teilten die fünf größten Glücksspielkonzerne mit, dass die Abgaben von aktuell 0,1 Prozent des Nettogewinns künftig auf ein Prozent erhöht werden soll. Diese Anpassung solle allerdings nicht sofort umgesetzt werden, sondern stückweise in den kommenden Jahren. 2023 wolle man dann bei einem Prozent der Nettogewinne gelandet sein. Auf diese Art und Weise sollen bereits in den kommenden vier Jahren rund 100 Millionen Pfund für gemeinnützige Projekte zusammenkommen, anschließend soll sich die Summe laut den Unternehmen bei gut 60 Millionen Pfund pro Jahr einpendeln. Ein cleverer Schachzug der Glücksspielbranche, denn eine gesetzliche Vorgabe kann so wohl erst einmal vermieden werden.

Neues Komitee soll sinnvollen Einsatz der Investitionen garantieren

Um die Einhaltung des neuen Abkommens auch wirklich sicherzustellen, soll nun das Responsible Gambling Committe eins Leben gerufen werden. Hieran beteiligen sich ebenfalls die fünf größten Unternehmen der britischen Glücksspielbranche, welche die Leitung allerdings einem externen und unabhängigen Vorstand übergeben wollen. Die Hauptaufgabe des Komitees soll demnach darin liegen, sicherzustellen, dass die Abgaben der Unternehmen sinnvoll verwendet und investiert werden. Auch hier macht der Gesetzgeber zumindest bislang noch keine Vorgaben. Allerdings empfiehlt die britische Gambling Commission, die Gelder der GambleAware und dem Responsible Gambling Strategy Board zukommen zu lassen. Die Glücksspielunternehmen scheinen hier allerdings andere Pläne zu haben und wollen daher die Kontrolle über die Empfänger der Spenden weiter in der eigenen Hand halten.

Ein Sprecher des Komitees teilte hierzu mit: „Wir haben uns dazu verpflichtet, die Behandlung von Spielsucht und Initiativen zum verantwortungsvollen Spiel weiter zu finanzieren und wir glauben, dass das Komitee die besten Investitionsmöglichkeiten identifizieren und empfehlen wird. Wir denken, dass dies ein wichtiger Schritt in Richtung einer sicheren Glücksspiel-Umgebung ist und freuen uns darauf, die Empfehlungen noch in diesem Jahr zu prüfen und umzusetzen.“ Einen offiziellen Gründungstermin gibt es derzeit noch nicht, angepeilt wird aber der September dieses Jahres.

Leitung übernimmt Lord Chadlington

An der Spitze des Komitees wird dann definitiv der bekannte Politiker und Geschäftsmann Lord Chadlington stehen, der als großer Anhänger der Spielsucht-Bekämpfung geht. Chadlington könnte also für das neue Komitee die optimale Besetzung an der Spitze sein und wird, genauso wie alle anderen Mitglieder des Komitees, ehrenamtlich und ohne Bezahlung arbeiten. Dennoch freut sich der „Baron“ offenbar auf seine neue Aufgabe und erklärte: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass Angebot, der Vorsitzende des Komitees zu werden, anzunehmen. Vor allem, weil die fünf Glücksspielunternehmen so engagiert sind, neuen und angemessenen Empfehlungen zu folgen. Zu den genauen Komitee-Mitgliedern werde ich mich Mitte September äußern.“ Weiterhin teilte Chadlington mit, dass das Komitee bei der Wahl der Spendenempfänger auch auf die Hilfe der Glücksspielunternehmen, Behörden oder Spieler bauen würden. Diese könnten allesamt Vorschläge einreichen, die dann vom Komitee geprüft werden würden.

In der Theorie darf sich der britische Glücksspielmarkt angesichts des vorstehenden Komitees auf eine starke Erweiterung freuen. Wie genau die Arbeit letztendlich in der Praxis aussehen wird, bleibt jedoch erst einmal abzuwarten. Ebenso, ob sich die Politik mit den freiwilligen Schritten der Branche wirklich zufrieden gibt oder nicht doch noch einmal regulierend bei den Abgaben eingreift.

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