Spielbistros: Immer mehr Bars ändern das Geschäftsmodell

In zahlreichen deutschen Großstädten und sogar kleineren Kommunen lässt sich derzeit ein erstaunliches Bild entdecken. Immer mehr Bars entscheiden sich dazu, ihr Geschäftsmodell zu ändern. Aus den Bars werden sogenannte Spielbistros, in denen zwei, drei oder mehr Spielautomaten zu finden sind. Und der Gesetzgeber hat mit diesen Spielbistros so seine lieben Probleme.

Spielautomaten versprechen sichere Profite

Der Trend geht ganz klar dahin, dass immer mehr Barbesitzer versuchen, in ihrem Lokal möglichst viele Spielautomaten unterzubringen. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Nicht selten bringen diese Automaten vierstellige Umsätze im Monat ein. Und nicht selten sind diese Umsätze höher als die, die mit dem eigentlichen Geschäft erzielt werden. Je mehr Automaten in einer Bar zu finden sind, desto stärker klingelt also die Kasse des Betreibers. Es ist also schlicht und ergreifend lukrativer geworden, ein Spielbistro zu betreiben, als eine klassische Bar. Das Ganze geht sogar so weit, dass einige Betreiber ihre Läden aufteilen, um so noch mehr Automaten unterbringen zu können.

Auswüchse bringen gewisse Gefahren mit sich

Gerade beim Ordnungsamt, der Polizei und in der Politik werden die Entwicklungen größtenteils mit Schrecken verfolgt. Der Staat reagierte zwar zuletzt mit härteren Gesetzen, teilweise handele es sich aber um Betreiber, die ganz einfach nicht ausgewiesen sind oder Automaten, die nicht offiziell registriert sind. Die Spieler wüssten in einem solchen Fall also nicht, an wen sie sich bei Problemen oder Reklamationen wenden sollen. Darüber hinaus sehen die Behörden eine große Gefahr darin, dass sich die Spiele deutlich verändert haben. Mittlerweile handelt es sich um moderne Entwicklungen, mit denen innerhalb von Sekunden große Summen gewonnen oder verloren werden können. Vor einigen Jahren sei dies durch die mechanische Arbeitsweise der Automaten noch etwas anders gewesen.

Zusätzlich droht in einigen Fällen auch die Gefahr der Manipulation, gerade weil die Automaten nicht kontrolliert werden können. Mit Hilfe verschiedener Software können Betreiber die Automaten dann so manipulieren, dass diese dem Spieler gegenüber mit deutlich schlechteren Gewinnchancen ausgestattet sind. Ein echter Reibach für die Betreiber, die unter dem Radar der Behörden operieren. Selbstverständlich sind diese Umstände auch den seriösen Automatenherstellern ein Dorn im Auge. Diese haben deshalb reagiert und bieten zum Beispiel Schulungen an, um manipulierte Geräte besser und schneller erkennen zu können.

Behörden rüsten auf

Gerade weil dieses Geschäft den Behörden etwas aus der Hand zu gleiten droht, rüsten diese auf. Angedacht ist nun, dass die Arbeit zwischen den unterschiedlichen Beamten geteilt wird. Die Polizei solle demnach die Einhaltung des Jugendschutzes, die Fahndung nach gesuchten Personen und die Durchführung von Schwarzarbeit überprüfen. Das Ordnungsamt wiederum soll für das Gaststättenrecht zuständig sein. Auf diese Art und Weise sollen Zugriffe noch koordinierter ablaufen und im Idealfall noch bessere Resultate einbringen. Was sich in Kommunen teilweise recht leicht umsetzen lässt, wird aufgrund des großen Personalaufwandes auf Länderebene allerdings kaum möglich sein.

Die erhöhte Zahl der neuen Spielbistros zeigt aber ziemlich deutlich, dass die Kontrollen der Behörden in jedem Fall notwendig sind. Immer wieder wird zudem von behördlicher Seite betont, dass es sich bei diesen Vergehen nicht um Kavaliersdelikte handele, sondern um Straftaten. Die Behörden sehen Strafen von dreistelligen Bußgeldern vor, welche die Betreiber jedoch kaum stören dürften. Weitaus schwerwiegender ist die Tatsache, dass ein einmal entdeckter illegaler Automat einfach aus dem Verkehr gezogen wird.

Des Rätsels Lösung ist eine schwierige Aufgabe

Aktuell stehen Polizei, Ordnungskräfte und Behörden vor einer schwierigen Aufgabe. Ist die Kontrolle über den Markt erst einmal so richtig verloren, wird diese nur sehr schwer wieder zurückzugewinnen sein. Aber genau darauf läuft es zur jetzigen Zeit hinaus. Das Problem: Die Politik kann die Automaten im Gastronomiebereich nicht einfach so verbieten. Das würde nicht nur den Ärger der Entwickler auf den Staat lenken, sondern gleichzeitig auch den Unmut der Gastronomiebranche. Es handelt sich also um ein wahres Gleichgewichtsspiel, welches möglichst nicht aus den Fugen geraten darf.

Gut für den Staat ist allerdings, dass die privaten Glücksspielentwickler und Automatenhersteller natürlich ebenfalls auf eine schnelle Lösung des Problems abzielen. Nicht nur, dass der gesamte Ruf der Branche so beschäftigt wird. Die Bistros bieten nach dem Entfernen illegaler Automaten schließlich auch wunderbar Platz für die eigenen Geräte. Zumindest in dieser Hinsicht können sich die Spieler also darauf verlassen, dass der Staat und die privaten Automatenentwickler einmal Hand in Hand zum Wohle des Spielers arbeiten – auch wenn die eigenen finanziellen Notwendigkeiten natürlich ebenfalls für beide Parteien eine wichtige Rolle spielen.

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Bildquelle: Bru-nO @ Pixabay