Spielbanken: Spielbetriebe profitieren von Aufschwung in 2018

Eigentlich ist das Jahr 2018 nicht unbedingt erfolgreich für die Spielbanken verlaufen, möchte man zumindest meinen. Immerhin wären da zum Beispiel die WestSpiel-Casinos in Nordrhein-Westfalen, die aufgrund anhaltender Einbußen schon längst verkauft werden sollen. Doch der Eindruck täuscht offenbar. Wie der deutsche Spielbankenverband DSbV mitteilte, verlief das Jahr 2018 aus Sicht der Spielbanken enorm erfreulich. So stieg nicht nur der Umsatz an, sondern auch die Zahl der Besucher.

Bruttospielertrag um fast 13 Prozent gewachsen

Die Spielbanken in Deutschland können höchst zufrieden auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 blicken. Die Branche verzeichnete deutlich bessere Zahlen, als von der breiten Öffentlichkeit angenommen und konnte so trotz der großen Konkurrenz ein erfolgreiches Jahr 2018 feiern. So wuchs der Bruttospielertrag der Spielbanken in Deutschland um fast 80 Millionen Euro an. Während 2017 ein BSE von 606 Millionen Euro erreicht wurde, lag dieser im Jahr 2018 bei 684 Millionen Euro – ein Zuwachs von fast 13 Prozent. Gleichzeitig erreichte der Bruttospielertrag damit den besten Wert seit zehn Jahren. Der Bruttospielertrag gibt an, welcher Umsatz von den Casinos erwirtschaftet wird. Im Detail handelt es sich um die Differenz zwischen den Spieleinsätzen und den Gewinnen der Gäste. 2008 war für die Spielbanken in Deutschland ein entscheidendes Jahr, da damals das Rauchverbot eingeführt wurde – und das anschließend in den kommenden Jahren unweigerlich zu einem Besucherschwund sorgte. Von diesem scheint sich die Branche zehn Jahre später nun aber erholt zu haben.

Spürbar ist das unter anderem daran, dass auch die Zahl der Besucher im Jahr 2018 wieder angezogen hat. 2017 waren rund 5,5 Millionen Spieler in den staatlich-konzessionierten Spielbanken in Deutschland zu Gast, 2018 wuchs die Zahl auf mehr als 5,6 Millionen und brachte unterm Strich einen Zuwachs von mehr als 1,95 Prozent ans Tageslicht.

Automatenspiel als Besuchermagnet

Obwohl die Spielbanken traditionelle vor allem mit dem Roulettespiel oder Black Jack in Verbindung gebracht werden, ist das Automatenspiel im Jahr 2018 der größte Besuchermagnet gewesen. Hier legte der Bruttospielertrag um mehr als 15 Prozent zu und wuchs auf über 531 Millionen Euro. 2017 wurden „lediglich“ 461 Millionen Euro an den Automaten umgesetzt. Erfreulich: Das Tischspiel war lange Zeit sogar ein Sorgenkind vieler Spielbanken, konnte aber ebenfalls wieder anziehen. Roulette, Poker und Black Jack erreichten zusammen ein Plus von 5,72 Prozent beim Bruttospielertrag, womit eine Summe von rund 153 Millionen Euro erreicht wurde. Und das, obwohl 2017 noch ein Rückgang beim klassischen Spiel im Vergleich zum Vorjahr vermeldet werden musste.

Kein Wunder also, dass Otto Wulferding als Vorstandsvorsitzender des Deutschen Spielbankenverbandes DSbV ein positives Fazit zu den abgelaufenen zwölf Monaten ziehen kann. „Ich habe das Gefühl, dass die Konjunktur dem Glücksspiel förderlich und die Talsohle durchschritten ist“, so Wulferding. Weiter ergänzte der Vorstandsvorsitzende: „Wenn die Spielbanken wachsen, ist das umso bemerkenswerter, weil der Wettbewerb mit anderen Freizeit- und Spielformen härter wird. Online Casinos werben offensiv. Doch da immer noch ein Glücksspielstaatsvertrag fehlt, operieren ausländische Online Casinos in der Regel jenseits der Legalität.“ Aber auch abseits der Online Casinos sieht Wulferding unter anderem in den Streaming-Diensten eine große Konkurrenz. „Die Freizeit wird immer von Streaming, Smart-TV und Smartphone geprägt. Da müssen sich Casinos gut in der Welt des Entertainments aufstellen, wollen sie bestehen wie 2018“, so der DSbV-Vorsitzende.

Angebot der Spielbanken wird immer vielfältiger

Sicherlich eine wichtige Zutat im Erfolgsrezept der Spielbanken ist dabei die Tatsache, dass diese immer mehr Wert darauf legen, ihre Besucher auch abseits der Automaten und Spieltische gut zu unterhalten. In fast allen Spielbanken in Deutschland stehen beispielsweise Restaurants zur Verfügung, die sich um das leibliche Wohl der Gäste kümmern. Darüber hinaus kommt eigentlich keine Spielbank mehr ohne besondere Veranstaltungen und Events aus. Typische Beispiele hierfür sind zum Beispiel ein Männerabend oder ein Frauenabend, wo je nach Geschlecht besondere Drinks oder Spielmöglichkeiten angeboten werden. Tanzabende, Vorlesungen oder kleine Konzerte gehören mittlerweile ebenfalls zum Standard in vielen Spielbanken. Kann diese Qualität beibehalten werden, dürfte der Besucherstrom auch 2019 nicht abnehmen, immerhin wird die Konkurrenz mittlerweile deutlich schärfer reguliert als noch vor einem Jahr – und das spielt den Spielbanken natürlich in die Hand.

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