Spielbank Bad Dürkheim: Zittern wegen neuer Konzession?

1949 öffnete die Spielbank Bad Dürkheim ihre Türen. Mit der 70-jährigen Geschichte ist das Haus eine der ältesten Spielbanken des Landes und kann auf eine beeindruckende Tradition verweisen. Möglicherweise könnte sich die Geschichte in Zukunft aber ändern. Erstmalig wird die Konzession für die Spielbank ausgeschrieben. Es droht Konkurrenz, doch die Betreiber geben sich zuversichtlich.

Kein wirklich schönes Geburtstagsgeschenk

Im Jahre 1949 hat Deutschland gerade eine schwere Zeit hinter sich. Der Zweite Weltkrieg ist vorbei, die Trümmer sind noch immer da. Am 4. September 1949 wurde durch die Mutter eines französischen Militär-Gouverneurs erstmals eine Kugel am Roulettetisch in Bad Dürkheim geworfen, einen Tag später konnte sich auch die breite Öffentlichkeit von den Lasten des Krieges ablenken. Fortan begann eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Die Spielbank Bad Dürkheim war die dritte Spielbank, die nach dem Zweiten Weltkrieg eine Lizenz für den Betrieb erhielt. Genau in diesem Jahr feiert die Spielbank ihren 70. Geburtstag. Aber ein wirklich schönes Geschenk wartet nicht.

Stattdessen muss sich die Betreibergesellschaft nun erstmalig für die Verlängerung der Konzession für das staatlich regulierte Glücksspiel bewerben. Der Grund hierfür liegt in einer EU-Richtlinie, welche seit gut zehn Jahren greift. Diese gibt vor, dass die Konzessionen für einen Zeitraum von maximal 15 Jahren gelten dürfen. Bedeutet für Bad Dürkheim: Man muss sich nun im Kampf um die Konzession gegen Konkurrenten durchsetzen.

Viele Wettbewerber, aber kein Grund für Nervosität

Spielbank-Chef Michael Seegert erklärt, dass insbesondere die privaten Spielothekenbetreiber ganz heiß darauf sein, ins staatlich reglementierte Glücksspiel einzusteigen. Dadurch sei die Konkurrenz enorm, die Anzahl der Wettbewerber groß. Dennoch gibt sich Seegert allerdings zuversichtlich und baut wohl vor allem auf die lange Erfahrung. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Wir arbeiten seit 70 Jahren ohne Skandale“, so der Casino-Chef. Dennoch wartet auch auf die Spielbank Bad Dürkheim jetzt erst einmal ein langwieriger Prozess. Das Bewerbungsverfahren besteht aus zwei unterschiedlichen Stufen, auf denen die Eignung der Betreiber, aber auch die wirtschaftliche Rückendeckung unter die Lupe genommen werden.

Rein aus finanzieller Sicht gibt es allerdings keinen Grund, den Betreiber durch zu tauschen. In den letzten 70 Jahren hat die Spielbank Bad Dürkheim rund 500 Millionen Euro als Spielbankabgabe an den Staat gezahlt. Ein Beleg dafür, dass enorme Umsätze und Gewinne verbucht werden konnten. Kurioserweise werden die meisten Umsätze mittlerweile an den Spielautomaten gemacht. Wie Seegert erklärt, würden gut 80 Prozent des Geschäfts an den elektronischen Spielen eingefahren. Das klassische Spiel wie Roulette oder Black Jack habe hingegen seit einigen Jahren mit einem Rückgang zu kämpfen.

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