Spanien: Glücksspielbranche droht Werbebeschränkung

Droht der spanischen Glücksspielbranche eine stärkere Beschränkung der Werbemaßnahmen? Geht es nach der Koalitionsregierung, dann auf jeden Fall. Die hatte erst vor wenigen Tagen erklärt, dass man die Glücksspielwerbung der Online-Anbieter stark beschränken zu wollen. Jetzt allerdings äußerte sich auch der Branchenverband für private Glücksspielanbieter „CeJuego“ ebenfalls zur Debatte und forderte, die gesetzlichen Vorgaben künftig nicht mehr nach staatlichem und privatem Glücksspiel getrennt festzulegen.

Harter Einschnitt durch die Koalitionsregierung gefordert

In Spanien hat die Investitur des Ministerpräsidenten Pedro Sanchez jüngst noch zu einigen Begleiterscheinungen geführt. Betroffen davon ist auch die spanische Glücksspielbranche. Konkret geht es darum, dass die Koalitionsregierung bestehend aus PSOE und Podemos fordert, das Glücksspiel bzw. die Werbung hierfür deutlich einzuschränken. Hervor geht dies aus der Koalitionsvereinbarung, die von den Parteien veröffentlicht wurde. Darin wird gefordert, die Werbebestimmungen für die Glücksspielbranche mit den Bestimmungen für Tabakprodukte gleichzusetzen. Das würde bedeuten, dass die Werbung sowohl im Fernsehen als auch im Radio und im Internet verboten ist. Für die Branche ist das zwar erst einmal ein Rückschlag, dennoch kann diese mit den Ankündigungen offenbar leben.

So erklärte der Verband „CeJuego“ als Verband der privaten Glücksspielanbieter, dass man die Regierung bei ihren Plänen für die Änderung der Werbevorgaben unterstützen wolle. „Wir sind bereit, gemeinsam mit den Regulierungsbehörden verschiedene Normen für den Sektor zu entwickeln, damit diese effektiv umgesetzt werden können und die rechtliche Sicherheit gewährleisten, die wir für unser Geschäft entwickeln müssen“, heißt es von Seiten des Verbandes.

Enger Austausch laut CeJuego wichtig

Da in der Vergangenheit schon mehrfach politische Entscheidungen ohne greifbare Nähe zur Realität verabschiedet wurden, scheint die spanische Branche dieser Entwicklung zuvorkommen zu wollen. CeJuego erklärte zum Beispiel, dass es enorm wichtig sei, dass die Glücksspielbranche und das Ministerium für Verbraucherschutz weiterhin in einem engen Austausch bleiben würden. Wohl auch, um eigene Wünsche mit in die Entscheidungen einfließen zu lassen. Das zeigt sich zum Beispiel an der Forderung, dass die Werbevorgaben für alle Glücksspielbereiche identisch sein sollen. So fordert CeJuego, dass die Beschränkungen neben den privaten Glücksspielunternehmen auch die staatlichen Glücksspielunternehmen oder die Lotterie betreffen.

Abgesehen von den Online-Glücksspielanbietern könnten von den neuen Änderungen insbesondere auch die Wettbüros im stationären Betrieb betroffen sein. Bisher werden die rechtlichen Vorgaben für den Betrieb von jeder Kommune individuell bestimmt. Der Bund allerdings möchte hier zumindest die Kontrolle übernehmen und sieht deshalb zum Beispiel vor, dass die Wettstuben künftig erst ab 22 Uhr ihre Türen öffnen dürfen. Darüber hinaus sollen, ähnlich wie bei Spielotheken in Deutschland, Mindestabstände zwischen den Wettbüros und Bildungseinrichtungen eingeführt werden. Noch in den kommenden Tagen sollen konkrete Pläne zur Umsetzung veröffentlicht werden. Die Umsetzung selber dürfte dann ebenfalls zügig abgewickelt werden.

Werbung stetiges Thema in Glücksspieldebatte

Nicht nur in Spanien, sondern auch in Großbritannien ist die Werbung in der Debatte um die Glücksspielbranche und deren Richtlinien ein stetiger Begleiter. Erst jüngst hatte hier zum Beispiel der Glücksspielanbieter Betway Ärger mit der britischen Werbeaufsicht ASA. In diesem Fall geht es um ein Video des Glücksspielanbieters, welches auf der Video-Plattform Youtube hochgeladen wurde. Im Video ist der West Ham United Profi Declan Rice zu sehen, der von einem vermeintlichen Polizisten einen Streich gespielt bekommen. Zudem tritt auch Mannschaftskollege Mark Noble im Video auf, der ein Trikot seines Vereins mit dem Logo des Glücksspielanbieters trägt. Das Problem: Declan Rice ist erst 20 Jahre alt. Laut ASA-Richtlinien dürfen Glücksspielanbieter allerdings nicht mit Sportlern unter 25 Jahren werben. Wie es heißt, hätte Betway so gegen den CAP-Code, den Werbekodex der britischen Glücksspielbranche, verstoßen.

Betway wiederum gab an, dass es sich bei dem Video lediglich um ein redaktionelles Video zur Unterhaltung handele. Immerhin hätte man keinen Link zur eigenen Webseite verbaut, um die User damit zum Wetten zu animieren. Dennoch wird der Anbieter das Video in dieser Form entfernen müssen, denn für die ASA sind die Indizien offenbar eindeutig: „Wir haben festgestellt, dass das Youtube-Video auf dem Betway Youtube-Kanal erschien und Sportler zeigte, auf die Verbraucher künftig wetten können und die  Fußball-Trikots mit auffälligen Logos von Betway trugen. Die Anzeige endete zudem mit dem Markennamen Betway, gefolgt von dem Claim „Spielen Sie verantwortungsvoll. 18+ gambleware.org“.“ Es geht aber erfreulicherweise auch anders: Der Glücksspielkonzern der Kindred Group erklärte zum Beispiel jüngst, dass man während der Handball EM Werbebanden an eine Gesundheitsorganisation spenden wolle. Hier verzichtet der Konzern also auf das große Publikum des Turniers zugunsten der Organisation, welche kostenlos während der Spiele in Norwegen auf sich aufmerksam machen darf. Im Detail setzt sich die Organisation für eine bessere mentale Gesundheit ein und erhofft sich, auf diesem Wege möglichst viele Menschen ansprechen zu können. Kindred gab an, diese Entscheidung sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg dabei, die Sensibilität für die geistige Gesundheit in Europa weiter zu schärfen. Deshalb freue man sich, dass man mit der Gesundheitsorganisation einen passenden Partner an seiner Seite habe.

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