Schweden: Marktöffnung könnte Erfolgsgeschichte werden

Seit dem 1. Januar 2019 geht es auf dem schwedischen Glücksspielmarkt so richtig rund, da neben staatlichen Anbietern auch private Unternehmen ihre Dienste zur Verfügung stellen dürfen. Bereits vor einigen Monaten begann die Bewerbungsphase, nun sind die ersten zehn Tage des geöffneten Marktes vergangen. Und das Zwischenfazit fällt bereits jetzt äußerst positiv aus.

Ansturm auf Lizenzen war riesig

Ende 2018 verkündete die schwedische Glücksspielbehörde der „Spelinspektionen“, dass sich private Unternehmen für eine Lizenz auf dem schwedischen Markt bewerben können. Der Plan der Regierung: Der Markt sollte geöffnet werden, um so für Spieler eine sichere und regulierte Umgebung für ihr Spielerlebnis zu schaffen. Folglich wurden harte Anforderungen an die Bewerber gestellt. Diese mussten nicht nur frühzeitig ihre Bewerbung einreichen, sondern gleichzeitig auch eine gewisse Bewerbungsgebühr zahlen. Mindestens genauso wichtig aber: Die Anbieter mussten überzeugend darstellen, dass hinsichtlich des Spieler- und Jugendschutzes den Vorgaben der schwedischen Glücksspielbehörde entsprechen.

Bereits Mitte 2018 wurden die Pläne der Behörde ausgearbeitet, Ende 2018 begann dann die offizielle Bewerbungsphase – und die wurde genutzt. Bereits nach wenigen Monaten konnten mehr als 100 eingegangene Bewerbungen vorgewiesen werden, mehr als 60 Unternehmen haben ihre Lizenzen für den schwedischen Markt mittlerweile auch erhalten und in den kommenden Monaten sollen noch zahlreiche weitere Konzerne folgen. Eine der Vorgaben für die Teilnahme am schwedischen Geschäft ist dabei die Platzierung eines Links zu einer Sperrdatei, in welcher sich Spieler für die Angebote der Glücksspielanbieter im Internet sperren lassen können.

Angenehmer Nebeneffekt: Selbstsperren der Spieler

Neben einer gewissen finanziellen Motivation durch Lizenzgebühren, Steuerabgaben und ähnliches steht vordergründig für die Regierung im Fokus, dass die Spieler vor einer möglichen Spielsucht geschützt werden. Hierzu wurde extra eine Online-Sperrdatei ins Leben gerufen, in der sich Spieler registrieren können, um so eine Sperre einzurichten. So wird verhindert, dass die gesperrten Spieler ein Konto in einem Casino eröffnen können, gleichzeitig dient der Eintrag auch als Schutz vor Werbemaßnahmen der Anbieter. Jeder Spieler kann dabei wählen, ob er sich für einen Zeitraum von einem Monat, drei Monaten oder sechs Monaten sperren lassen möchte. Wer eine noch längere Sperre möchte, kann auch die Option „bis auf Weiteres“ verwenden. Laut der schwedischen Glücksspielbehörde ist dies auch die Option, die bisher von den meisten Spielern verwendet wurde.

Anders Sims, der Kommunikationschef der Behörde, erklärte in einem Statement: „Glücksspielsucht ist ein soziales Problem. Insofern ist es positiv, dass nun zahlreiche Menschen die neuen Möglichkeiten der Sperrdatei nutzen.“ Nachdem die ersten Möglichkeiten der Spieler nun zahlreich wahrgenommen worden, wird interessant sein zu beobachten, wie die Entwicklung rund um die Sperrdatei in Zukunft ausfällt. Möglich sind beide Varianten: Zum einen könnte die Anzahl noch einmal zulegen, wenn zum Beispiel weitere Spieler von sich aus auf eine Sperrmöglickeit stoßen oder sich durch Erlebnisse bei den Anbietern dazu entscheiden. Gleichzeitig könnte die Zahl aber auch abnehmen, wenn sich der Großteil aller „sperrwilligen“ Spieler nun bereits in die Liste eingetragen hat. In jedem Fall aber handelt es sich bei der Sperrdatei um eine sinnvolle Ergänzung für den regulierten Markt. Ein derartiges System könnte also durchaus auch in anderen Ländern eingesetzt werden – wie zum Beispiel in Deutschland.

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