Schnelltests für Spielhallen? Baden-Baden setzt auf Online-Angebote

Die Merkur-Spielhallen könnten die ersten Spielhallen in Deutschland werden, die kostenlose Corona-Schnelltests einführen. Der Glücksspielbetreiber Gauselmann plant diese Tests auf freiwilliger Basis anzubieten. Das ganzheitliche Hygienekonzept soll mit diesem erweitert werden und den Schutz der Besucher verbessern. Bereits nach dem ersten Lockdown wurde ein ausführliches Hygienekonzept entwickelt, das sich bewährt hat.

Strenge Auflagen

Für sämtliche Bundesländer galten nach dem ersten Lockdown strenge Infektionsschutzauflagen. Dafür veröffentlichte der Dachverband „Die Deutsche Automatenwirtschaft“ ein umfassendes Hygienekonzept für Spielhallenbetreiber. Unter anderem mussten Schilder am Eingang von Casinos befestigt werden, die gut sichtbar auf die Auflagen hinwiesen. Die Spieler mussten einen Abstand von mindestens 1,50 Metern einhalten, ihre Hände beim Betreten einer Spielhalle desinfizieren und eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Für Angestellte herrschte ebenfalls eine Maskenpflicht und Schichtbetrieb mit festen Teams, um die Infektionsgefahr zu minimieren. Daneben mussten alle Räumlichkeiten regelmäßig durchgelüftet, Flächen und Gegenstände mehrmals täglich desinfiziert werden. Zudem werden bargeldlose Zahlmethoden seit der Pandemie bevorzugt.

Mit den neuen Maßnahmen setze Merkur nun ein Zeichen für die sicher Nutzung von Spielhallen. Zudem stellen die Corona-Schnelltests ein Argument zur schnelleren Wiedereröffnung dar. Am 3. März findet erneut ein Corona-Gipfel-Treffen statt und im Hinblick auf diesen scheint die zusätzliche Maßnahme eine wichtige Verbesserung des Spielerschutzes zu sein. Dieter Kuhlmann, Vorstand des Geschäftsbereichs Spielbetrieb der Gauselmann Gruppe, erklärte: „Deswegen appellieren wir an die Landesparlamente, uns als legale Spielanbieter bei den bevorstehenden Lockerungen nicht wie das fünfte Rad am Wagen zu behandeln. Wir bringen ein Stück Normalität zurück in den Alltag- und zwar mit einem Infektionsschutz, der Corona keine Chance lassen will.“

Forderungen nach Ende des Lockdowns

Bereits vergangene Woche stellte der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft in einem Brief an die Bundesregierung die Forderung, dass der Lockdown beendet werden soll. Spielhallen gehörten nicht zu den Treibern der Pandemie, lautete ein Argument. Es wachse die Gefahr der Teilnahme am illegalen Glücksspiel, ohne dass hierbei Jugend- und Spielerschutz gegeben sei. Diese Sorge wächst scheinbar umso mehr, je länger die legalen Angebote nicht verfügbar sind. Auch die Gauselmann-Gruppe erwähnte dies in ihrer aktuellen Pressemitteilung. Laut Kuhlmann böten die staatlich konzessionierten Spielhallen schon von Natur aus einen hohen Infektionsschutz. Es sei vorgeschrieben, dass auf einer Gastfläche von rund 150 Quadratmetern höchstens zwölf Spielautomaten aufgestellt werden dürften. Zudem habe sich das Alkoholverbot als wirksam erwiesen, das seit 1985 bundesweit in Spielhallen gilt.

Ob und welcher Zeitplan dort erarbeitet wird, ist bis zur Verkündung nicht ersichtlich. Auch ob es Lockerungen auf Bundesebene geben wird, oder die Bundesländer wie beim ersten Lockdown eigene Pläne erarbeiten werden, wird dann bekanntgegeben werden. Es könnten jedenfalls auch die Einschränkungen für Spielhallen gelockert werden. Doch auch wenn diese wieder regulär öffnen dürfen, könnte es sein, dass lokale Casinos auch ins Online-Geschäft einsteigen.

Baden-Badens Casinos als Vorreiter

Voran gehen dabei Baden-Badens Casinos. In einer Mitteilung an die Presse erklärten die Spielcasinos, auch Online-Angebote verfügbar machen zu wollen. Der Direktor der Spielcasinos Baden-Baden erläutert: „Wir gehen davon aus, dass unsere Kompetenz in die digitale Welt reicht, damit auch online das Spiel geregelt verläuft – wie gefordert“. Damit ist eine Verdeutlichung zu erkennen, dass die Casinos in Zukunft sowohl auf lokale als auch auf virtuelle Angebote setzen wollen. Dabei stünde der Spielerschutz an erster Stelle und Vorschriften und Regeln würden auch online eingehalten. Durch den Lockdown verzeichnen alle landbasierten Casinos und Spielhallen Einbußen. Der Markt der Online-Casinos erlebte dahingegen einen starken Zuwachs. Somit könnten Angebote online die lokalen Anbieter vor noch größeren finanziellen Nachteilen bewahren.

Plan klingt vielversprechend

An Kunden sollte es diesen Webseiten nicht mangeln. Viele Kunden der landbasierten Casinos würden sicherlich Online-Angebote der ihnen bekannten Spielhallen vor Ort nutzen. Auch neue Kunden könnten zuerst die Angebote der lokalen Anbieter nutzen, da diese greifbarer erscheinen als unbekannte andere Online-Casinos. Zudem gibt es immer wieder illegale Online-Casinos. Der Direktor sieht daher die Spielbanken verpflichtet, ein legales Glücksspiel anzubieten. Besonders wenn der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft gilt, müssen sich auch die Spielbanken an Online-Angeboten beteiligen. Weiterhin wolle der Direktor verhindern, dass illegale Anbieter zunehmen und sich die Spieler an diese wenden. Somit haben er und der Glücksspielstaatsvertrag dasselbe Ziel.

Dennoch sei die Online-Konkurrenz nicht zu fürchten, so der Direktor, er ist sich sicher, dass „alle Roulette-Fans weiterhin die Spielbanken in Baden-Baden besuchen werden“. Das ist im Zusammenhang mit dem kommenden Verbot der Roulette-Spiele auf Webseiten zu sehen. Zudem würden „die Spieler lieber das reelle Casinofeeling genießen und keinesfalls die mobilen Angebote vorziehen“. Das Entertainment in landbasierten Casinos sei schließlich nur schwer mit Online-Casinos zu ersetzen.

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