Playtech: Mit neuer Kooperation gegen betrügerische Transaktionen

Auch für die Spieleentwickler sind die Anforderungen in den letzten Monaten und Jahren deutlich gestiegen. Natürlich müssen diese noch immer mit ihren eigenen Entwicklungen überzeugen und begeistern können, gleichzeitig allerdings müssen auch andere gesetzliche Rahmenbedingungen beachtet werden. Der Software-Gigant Playtech hat sich daher jetzt zu einer Kooperation mit dem Unternehmen Iovation entschieden und möchte so für die Casinos einen größeren Schutz bei der Abwicklung finanzieller Transaktionen gewährleisten.

FraudForce soll in die Entwicklung mit eingebaut werden

In den kommenden Jahren möchte Playtech die Online Casinos direkt beim Schutz bzw. der Erkennung von betrügerischen Transaktionen unterstützen. Hierfür kooperiert der Entwickler künftig mit dem Unternehmen Iovation und wird auf dessen Produkt FraudForce zurückgreifen können. Hierbei handelt es sich um ein Analyse-Tool, mit dem täglich rund 30 Millionen Transaktionen überwacht werden. Playtech möchte diesen Dienst laut eigener Aussage künftig in den eigenen Service integrieren und so den Casinos einen größeren Schutz vor betrügerischen Zahlungsaktivitäten bieten. Im Detail soll die Software verdächtige Transaktionen erkennen können und diese anschließend blockieren. Hierfür ist ein breites Netzwerk von Analysten im Einsatz, welche tagtäglich die Zahlungsströme via FraudForce überwachen.

Analysiert werden hierbei zahlreiche Variablen und Metriken. So kann der Dienst nicht nur das Verhalten der User bzw. Spieler analysieren, sondern führt gleichzeitig auch eine gerätebasierte Prüfung durch. So wird herausgefunden, ob zum Beispiel ein Endgerät regelmäßig genutzt wird oder lediglich für die Zahlungen im Casino eingerichtet wurde. Zusätzlich dazu soll FraudForce prüfen können, ob die eingezahlten Beträge ungewöhnlich hoch im Vergleich zu sonstigen Einzahlungen ausfallen.

Zahlung blockieren oder freigeben?

Die Analyse der unterschiedlichen Geräte, Softwares und User soll laut FraudForce lediglich wenige Millisekunden Zeit in Anspruch nehmen. Sollte das Gerät dann schon einmal negativ aufgefallen sein oder ein erhöhtes Risiko von diesem ausgehen, wird die Transaktion blockiert. Anschließend wird vom System dann detailliert aufgezeigt, warum die Zahlung blockiert wurde. Ist der Test gut ausgefallen, wird die Zahlung natürlich freigegeben, bei Unschlüssigkeit empfiehlt das System, den Spieler bzw. das Konto noch einmal genauer zu prüfen. Einsetzbar ist FraudForce laut Iovation aber nicht ausschließlich im Casino-Bereich, sondern kann in allen Branchen mit Online-Zahlungen verwendet werden. Playtech allerdings ist bekanntlich vornehmlich in der Casino-Branche aktiv.

Durchaus ein wichtiges Thema ist in diesem Zusammenhang natürlich der Datenschutz, schließlich wurde erst vor wenigen Monaten ein neues Gesetz zum besseren Schutz der Nutzerdaten verabschiedet. Daran soll sich laut Iovation auch FraudForce halten. Das System erhebt nur so wenige Daten, wie nötig. Gleichzeitig wird vornehmlich das jeweilige Gerät analysiert und nicht der Nutzer. Heißt also: Persönliche Informationen, mit denen sich die Nutzer identifizieren lassen, sollen nicht mit in das Analyse-Raster fallen.

FraudForce soll Teil der IMS Plattform werden

Angeboten werden von Playtech im Rahmen der Betreuung von Casinos verschiedene Dienste. Da wäre zum Beispiel die Playtech Open Plattform, in welche Unternehmen ihre Spiele bzw. das Casino-Portfolio zur Verfügung stellen können. Gleichzeitig bietet Playtech mit der eigenen IMS Plattform eine Art Hilfe für die Anbieter, wo zahlreiche wichtige Informationen zu den Spieltiteln oder dem Verhalten der Spieler zu finden sind. Beide Dienste sollen künftig durch FraudForce ergänzt werden, wie der Chief Operating Officer Shimon Akad bekannt gab: „Wir alle hier bei Playtech sind sehr froh, mit Iovation zusammenzuarbeiten und FraudForce unseren Kunden näherbringen zu können. Unsere IMS Plattform ist bereits die umfangreichste Software für die Spieleverwaltung, künftig wollen wir den Funktionsumfang noch einmal deutlich ausbauen. Wir setzen uns leidenschaftlich dafür ein, dass unsere Kunden mit erstklassiger Betrugspräventionssoftware ausgerüstet werden – und unsere Partnerschaft mit Iovation ist in dieser Hinsicht ein Kernelement unserer Sicherheitsstrategie. FraudForce ist ein enorm mächtiges Werkzeug zur Bekämpfung von Internetkriminalität im Online Glücksspiel und ermöglicht unseren Partnern durch die Integration in die IMS Plattform neue Wege.“

Wenig überraschend gab auch der US-Konzern Iovation bekannt, dass man sich über die Partnerschaft mit einem Giganten wie Playtech sehr freue. Im Detail heißt es dazu von Ed Wu, dem Vizepräsident für globale Partnerschaften bei Iovation: „Wir sind aufgeregt, unsere Kräfte mit Playtech zu vereinen, um das Internet für ihre Kunden sicherer und unkomplizierter gestalten zu können. Unsere Partnerschaft stärkt unsere Fähigkeit, Risiken und Betrugsbedrohungen zu erkennen. Es gibt uns ein gutes Gefühl, zusammenzuarbeiten und Kunden mehr Vertrauen in die Dienste im Internet zu ermöglichen.“  Wann genau der neue Dienst erstmalig eingesetzt werden soll, ist bislang noch nicht bekannt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Integration hinter der „Bühne“ bereits in vollem Gange ist. Experten vermuten, dass schon Anfang 2019 die ersten Kunden mit dem neuen Paket von Playtech ausgestattet werden können.

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