Paul Gauselmann: Keine Wiederwahl als VDAI-Präsident

Die Lobby-Arbeit der Glücksspielbranche durch ihre verschiedenen Verbände ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Äußerst bitter ist es daher für den Verband der Deutschen Automatenindustrie, dass sich mit Paul Gauselmann nun die schillerndste Figur der Branche aus der operativen Verbandsarbeit verabschieden möchte. Eine Wiederwahl wurde vom 85-Jährigen ausgeschlossen, für Ersatz soll eine Dreier-Kombi an der Spitze sorgen.

Paukenschlag auf der Mitgliederversammlung

Merkur-Gründer Paul Gauselmann gehört seit rund 50 Jahren dem Verband der Deutschen Automatenindustrie an und stand in den letzten 38 Jahren sogar an dessen Spitze. Der Casino-König hat die Geschicke des Verbandes und der Branche auf eine einzigartige Art und Weise gelenkt, wird sich nun aber aus dem operativen Verbandswesen zurückziehen. Das teilte der 85-Jährige auf der Mitgliederversammlung mit. Für eine mögliche Wiederwahl wollte sich Gauselmann nicht aufstellen lassen. Auf der Versammlung selbst sorgte die Äußerung für einen echten Paukenschlag. Das gab auch Vorstandskollege Uwe Christiansen zu, der erklärte: „Paul Gauselmann ist immer für eine Überraschung gut – dafür allerhöchsten Respekt. Unter seiner Branchenführung haben sich deren Umsätze verzwanzigfacht. Wir sind zu größtem Dank verpflichtet.“

Und der wird dem Merkur-Gründer auch spürbar entgegengebracht. Gauselmann wurde beim Treffen des Verbandes in Berlin zum Beispiel einstimmig zum Ehrenvorstand gewählt. Gleichzeitig wurde speziell für diesen Fall ein neues Amt ins Leben gerufen – das Amt des Ehrenpräsidenten. Zumindest als Berater und „Flüsterer“ hinter den Kulissen dürfte der Unternehmer dem VDAI also weiterhin zur Verfügung stehen.

Nachfolge wird von einem Dreier-Gespann angetreten

Damit der Verband in den kommenden Tagen und Wochen nicht ziellos umhersteuert, wurde bereits frühzeitig für eine Nachfolge gesorgt. Eine Person allein wird diese aber offenbar nicht noch einmal stemmen können und so hat man sich beim Verband für ein Dreier-Gespann entschieden. Gebildet wird dies von Manfred Stoffers von der Gauselmann AG, Lars Rogge von Bally Wulff und Dr. Daniel Henzgen von Löwen Entertainment. Alle drei sind prominente Top-Manager der Branche und sollen dafür sorgen, dass die guten Schritte aus der „Ära Gauselmann“ auch in den kommenden Jahren gemacht werden können. Verabschieden wolle man sich von der alten Marschroute aber ohnehin nicht, erklärte die neue Führungsriege. Stattdessen wolle man zum Beispiel weiterhin das Gauselmann-Prinzip der Beharrlichkeit verfolgen und für die Zukunft der Branche in jeglicher Hinsicht kämpfen.

Und was sagt der scheidende Casino-König zu seiner Nachfolge? Offensichtlich ist dieser mit der Besetzung zufrieden. Wie Gauselmann mitteilte, habe er in den letzten Monaten bereits beobachten können, dass die Manager aus unterschiedlichen Unternehmen auf Verbandsebene sehr gut zusammenarbeiten würden. Darüber hinaus hätte das Dreiergespann ein gutes persönliches Verhältnis zueinander, was ebenfalls eine wichtige Grundlage für die Verbandsarbeit sei. Das Vertrauen der wohl größten deutschen Glücksspiel-Legende genießen die drei „Neuen“ an der Verbandsspitze also ebenfalls – und so kann eigentlich auch in Zukunft nicht viel schiefgehen.

 

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