Online Casinos: Wie schützt sich eigentlich die Glücksspielbranche?

Mit dem sogenannten Gambling Industry Report 2019 hat das US-amerikanische Unternehmen auch in den vergangenen Jahren wieder die Glücksspielbranche genau analysiert und dabei verschiedene Muster erkennen können. Diese beziehen sich nicht immer nur auf die ehrlichen Spieler und den regulären Betrieb, sondern zeigen auch gewisse Gefahren für die Online Casinos auf. Aus gleich mehreren Richtungen versuchen Kriminelle demnach, die Anbieter um ihr Geld zu bringen. Doch wie schützt sich die Branche gegen diese kriminellen Machenschaften? Und wie kann der Schutz künftig noch intensiviert werden?

Bedrohung aus dem Internet?

Seit es das Glücksspiel gibt, versuchen unehrliche Spieler aus diesem ihren persönlichen Erfolg zu ziehen und zum Beispiel durch verschiedene Tricksereien einen Vorteil gegenüber den Casinos zu erhalten. Lange Zeit galten die Tricksereien an den Spieltischen und Automaten als „Kavaliersdelikt“, welches vor dem Gesetz nicht unbedingt hart bestraft wurde. Deutlich schlimmer war es für die Betrüger damals, wenn die Casinobetreiber selbst sie in die Finger bekamen. Mittlerweile allerdings muss sich kein Betrüger mehr in die „Höhle des Löwen“ wagen, um seine kriminellen Machenschaften weiter zu verfolgen. Der Großteil der Glücksspielbranche spielt sich mittlerweile online ab – und genau hier schlagen auch die Kriminellen in den letzten Jahren vermehrt zu.

Die Cyberkriminalität ist ein enormes Problem für die Glücksspielbranche im Internet geworden, die zum Beispiel immer häufiger das Opfer von Erpressungsversuchen wird. Kriminelle stehlen dann zum Beispiel die Nutzerdaten der Spieler eines Casinos und fordern vom Anbieter Geld, um diese Daten nicht zu veröffentlichen oder an Dritte zu verkaufen. Die Casinos zahlen in der Regel. Zum einen, um eine Rufschädigung zu vermeiden. Zum anderen, weil ein derartiger Erpressungsversuch enorm unangenehm ist. Der Bericht erklärt dabei, dass die Casinos durch moderne Technologien und einen stärkeren digitalen Schutz aber noch besser vor derartigen Kriminellen geschützt werden könnten. Möglich ist es laut Iovation demnach zum Beispiel, die versteckten Verbindungen zwischen zwei Endgeräten aufzudecken – und so möglicherweise Absprachen oder andere Betrügereien ausfindig zu machen. Allerdings: Der Diebstahl von Nutzerdaten ist nicht nur ein Problem des Online-Marktes. Auch stationäre Betriebe wurden in den vergangenen Jahren durchaus Opfer von Erpressungsversuchen. Das Prinzip bleibt gleich: Kriminelle hacken sich in Datenbanken oder Server des Casinos ein, anschließend werden die Kundendaten gestohlen und weiterverkauft oder verwendet.

Die Kreditkarten nehmen eine tragende Rolle ein

Dass sich Kriminelle über die Kreditkartendaten der Spieler hermachen, ist in den Online Casinos grundsätzlich kein neues Problem. Allerdings ist die Anzahl der Fälle in diesem Bereich in den letzten Jahren teilweise deutlich gestiegen. Auch deshalb, weil schon längst nicht mehr nur auf die Nutzerdaten der Spieler abgezielt wird. Manche „Zocker“ machen sich auch die undurchsichtige Rechtslage rund um das Glücksspiel zu Nutze und klagen dann nach verlorener Einzahlung gegen Banken bzw. die Kreditkartenunternehmen. Diesen bleibt in vielen Fällen nichts übrig, als den Spielern ihre Gelder zurückzuerstatten. Natürlich ein dickes Verlustgeschäft für die Unternehmen.

Hierbei handelt es sich unter anderem um ein Problem in der Bundesrepublik Deutschland, da die notwendigen Rahmenbedingungen für das Online-Glücksspiel noch immer nicht ins Leben gerufen werden konnten. So lange sich dieser Umstand nicht ändern wird, bleibt die Abwicklung der Zahlungen in vielen Fällen für die Unternehmen schwierig – und so wird auch die Anzahl der Betrügereien in diesem Bereich erst einmal nicht abnehmen. Zusätzlich dazu zeigt der Bericht von Iovation auf, dass viele Kreditkartennutzer auch ganz einfach behaupten würden,ihnen sei die Karte gestohlen wordenund der Kriminelle hätte damit Einsätze beim Glücksspiel platziert. Auch dieser Weg soll in der Vergangenheit durchaus schon zu Erfolgen geführt haben.

Geldwäsche über VIP-Konten?

Ein weiterhin präsentes Thema in der Branche ist auch die Problematik rund um die Geldwäsche. So offenbarte der Gambling Industry Report, dass sich Kriminelle offenbar einen neuen Weg haben einfallen lassen, um ihre Gelder unentdeckt waschen zu können. Hierfür werden VIP-Accounts von anderen Spielern übernommen, die diesen zum Beispiel für einen gewissen Betrag abgekauft werden. Anschließend nutzen die Kriminellen die neuen Möglichkeiten durch die VIP-Konten, mit denen sich zum Beispiel deutlich größere Summen auf das Spielerkonto einzahlen lassen. Auch hierbei könne es laut dem Report hilfreich sein, versteckte Verbindungen zwischen Geräten aufzudecken und so zum Beispiel Geschäfte rund um einen Verkauf der Accounts aufzuzeigen.

Ebenso unterstützt vor allem die britische Gambling Commission den Kampf gegen die Geldwäsche in den Casinos. Wie in einem kürzlich veröffentlichten Enforcement Report zu lesen ist, kooperiert die Glücksspielbehörde zum Beispiel eng mit der National Crime Agency. Die Partnerschaft hat dazu geführt, dass eine Video-Reihe ins Leben gerufen werden konnte, mit denen die Glücksspielunternehmen noch stärker sensibilisiert werden. Sowohl stationäre Betriebe als auch Online Casinos können die Video-Reihe für Trainingszwecke nutzen und erhalten hier wertvolle Tipps darüber, wie mögliche kriminelle Zahlungen aufgespürt werden können. Beide Berichte zeigen also, dass sich die Branche nicht nur um die Verantwortung gegenüber den Spielern bemühen muss, sondern auch die eigene Sicherheit nicht aus den Augen verlieren sollte. Bedrohungen warten jedenfalls „hinter zahlreichen Ecken“ und die Kriminellen sind in ihrer Vorgehensweise deutlich cleverer geworden.

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