Online Casinos: Neue Software soll Problemspieler besser erkennen

In diesen Tagen wird in New York die renommierte THINK Conference veranstaltet. Hierbei handelt es sich um eine Konferenz der Digitalbranche, in der zahlreiche Produktinnovationen vorgestellt werden. Speziell mit Blick auf das Glücksspiel ist hier vor allem der australische Glücksspiel- und Software-Entwickler Tabcorp Holdings aufgefallen. Dieser hat nämlich laut eigener Aussage eine Software entwickelt, mit der sich Problemspieler und Kriminelle noch leichter aufspüren lassen sollen.

Unterschiedliche Datensätze machen die Arbeit kompliziert

Für die Glücksspielunternehmen der heutigen Zeit stehen regelmäßig verschiedene Aufgaben zu lösen an. Dauerhaft ein Problem ist dabei vor allem die Identifizierung von Spielern, da es nicht immer gelingt, mögliche Spieler mit Suchtproblemen oder Kriminelle aus der breiten Masse der ehrlichen Kunden herauszufiltern. Tabcorp möchte das ändern. Der Konzern selber ist auf verschiedenen Geschäftsfeldern aktiv und erklärte im Rahmen der THINK Conference in New York, dass jedes der Geschäftsfelder bzw. Systeme bisher seine ganz eigenen Datensätze hervorgebracht hätte. Das große Problem: Diese seien nicht immer einheitlich und könnten dementsprechend auch nicht so leicht ins Verhältnis zueinander gesetzt werden.

Mit dem eigenen Analysetool IBM i2 Analyst’s Notebook möchte der australische Konzern das jetzt ändern. Entwickelt wurde das Tool innerhalb der letzten anderthalb Jahre in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen IBM i2, beide Konzerne zusammen sollen so offenbar eine Lösung dafür gefunden haben, wie die Daten schnell vereinheitlicht und abgeglichen bzw. ausgelesen werden können.

Schnellere Ermittlung von Kriminellen möglich

Doch wozu das Ganze? Vornehmlich dient die Software vor allem dazu, um die Suche bzw. Verfolgung von Kriminellen zu vereinfachen. John Graham, der Manager für Sicherheit bei Tabcorp, erklärte in diesem Zusammenhang, dass die Verfolgung bzw. Identifizierung eines Kriminellen teilweise mehr als drei Monate dauern würde. Der Grund hierfür sei eben vor allem in der Auswertung der Daten zu finden, was in der Regel durch Excel-Tabellen geschehen würde. Das sei allerdings nicht zeitsparend und so würden enorm lange Zeiträume zustande kommen. Erst im Anschluss würden dann die Ermittlungsbehörden mit der Arbeit beginnen, welche sich ebenfalls noch einmal über einen gewissen Zeitraum zieht.

Diese gesamte Zeit soll mit dem neuen Tool verkürzt werden. Graham ist dabei von der Funktionsweise überzeugt und erklärte auf der THINK Conference, dass Tests bisher hervorragend verlaufen seien. „Wir haben die Daten in das Tool geworfen und in weniger als 30 Minuten haben wir das gleich Ergebnis erhalten. Außerdem konnten wir auch Personen identifizieren, von denen wir bisher gar nichts wussten“, so Graham Ebenfalls hervorgehoben wurde von Graham die Möglichkeit einer Partnerschaft  mit dem australischen Konzern SNAPD. Dieses könne zusätzlich dabei helfen, die Social-Media-Aktivitäten auszuwerten und so eine mögliche Risikobewertung vorzunehmen. Abschließend ergänzte der Sicherheitschef: „Wir müssen unseren Regulierungsbehörden zeigen können, dass wir unsere Verpflichtungen ernst nehmen. Denn ohne unsere Lizenzen ist kein Geschäft mehr möglich.“

Sinnvolle Hilfe für die Branche

Für die Glücksspielunternehmen dürfte Tabcorp ein äußerst interessantes Produkt entwickelt haben, welches künftig nicht nur die eigenen Inhalte schützen kann, sondern gleichzeitig auch vor Strafzahlungen bewahrt. In der Vergangenheit mussten zahlreiche Casinos zum Beispiel immer wieder Strafen dafür zahlen, dass Spieler gegen die Geldwäschebestimmungen verstoßen hatten. Derartige Zwischenfälle könnten mit dem neuen Analysetool effektiver vermieden werden, da ein frühzeitiges Erkennen verdächtiger bzw. krimineller Aktivitäten möglich gemacht wird. Bislang fokussiert sich das Angebot von Tabcorp allerdings noch auf Australien und die USA. Es ist also vollkommen unklar, wann auch europäische Casinos auf die Software zurückgreifen werden und ob dies überhaupt geschieht.

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