Österreich: Glücksspiel von Mafia infiltriert?

Jedes Jahr werden in Österreich Millionen im Glücksspiel eingesetzt. Die Österreicher spielen zum einen gerne an Automaten, platzieren aber auch gerne Sportwetten oder fordern ihr Glück beim Roulette und Black Jack heraus. Doch es gibt auch schlechte Nachrichten: Das österreichische Bundeskriminalamt konnte in Wien nämlich rund 37 Millionen Euro Schwarzgeld konfiszieren, welches aus illegalen Geschäften stammen soll. Und geplant war offenbar, dieses mit Hilfe des Glücksspiels in Österreich reinzuwaschen. Auch wenn das mit diesem Geld nicht mehr passieren wird, so ist doch klar, dass es vermutlich schon mit einigen Euros mehr geklappt haben dürfte.

Großangelegter Angriff des BKA in ganz Europa

Im Kampf gegen die organisierte Kriminalität hat das BKA in Österreich den heimischen Glücksspielmarkt genauer unter die Lupe genommen und in diesem Zusammenhang einen Fund von insgesamt mehr als 37 Millionen Schwarzgeld vermelden können. Laut BKA handelt es sich dabei um die „größte in Österreich sichergestellte Summe an Mafia-Geldern“, die jemals entdeckt wurde. Aufgefunden wurde die Summe bei der Durchsuchung von vier Wohnungen, welche im Zusammenhang mit einer großangelegten Operation des BKA durchsucht wurden. Bereits im Vorfeld hatte es in diesem Fall weitere Ermittlungen und Zugriff der Polizei gegeben. Nicht nur in Österreich, sondern auch in Italien, auf Malta und in Rumänien. Konkret geht es dabei laut des BKA um einen Zugriff im Rahmen von Ermittlungen gegen die europäische Wettmafia und damit zusammenhängende Fälle im Bereich der Steuerhinterziehung und Geldwäsche.

Vorausgegangen waren den Operationen Berichten zufolge Ermittlungen der italienischen Staatsanwaltschaft. Diese hatte herausgefunden, dass drei gro0e Familienclans aus Süditalien vermutlich schwer in der Geldwäsche aktiv seien und in diesem Zusammenhang Millionen, wenn nicht sogar Milliarden, bewegt hätte. Fast 70 Personen wurden im Zuge der Ermittlungen festgenommen, 38 Unternehmen geschlossen und 24 Immobilien beschlagnahmt. Allein die Immobilien sollten laut den Berichten einen Wert von mehr als einer Milliarde Euro gehabt haben, zusätzlich wurden Konten in Wien und Innsbruck eingefroren, rund 1,8 Millionen Euro dabei beschlagnahmt. Die Ermittler sind dabei nicht nur gegen die Mitglieder der Mafia vorgegangen, sondern auch gegen Strohmänner und Unternehmer. Darüber hinaus sollen 33 Konten bei Online-Glücksspielunternehmen gesperrt worden sein. Wie die Ermittler aus Österreich berichteten, sollte das Vermögen in Österreich vermutlich reingewaschen werden – mit Hilfe des Glücksspiels. Man gehe davon aus, dass es sich hierbei um einen Rückzugsort für die Mafiosi handele, so die österreichischen Ermittler.

Vielfältige „Investitionen“ der Mafia

Wie die Ermittler weiter mitteilten, wurde das Geld von den Mafiosi auf verschiedenen Wegen ausgegeben, bzw. gewaschen. So sollen Immobilien und Wertpapiere erworben worden sein, gleichzeitig ist laut dem BKA-Untersuchungsleiter Andreas Holzer auch ein Sportwetten-Unternehmen eine wichtige Einnahmequelle für die Mafiosi gewesen. Holzer erklärte, dass die Ermittlungen in den Fällen besonders schwierig seien, da die Clans nicht direkt zusammenarbeiten würden. Stattdessen gäbe es lediglich in einigen Bereichen ein paar Überschneidungen. Österreichs Innenminister Herbert Kickl erklärte im Zuge der Ermittlungen: „Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität ist.“

Tatsächlich vermuten die Ermittler, dass es sich bei dem kriminellen Netzwerk um ein engmaschiges Netz handelt und auch deshalb nur besonders wenig Zeit bei den Ermittlungen vergehen dürfe. Welche Dinge nun durch die möglichen Vernehmungen zusätzlich noch ans Tageslicht kommen, bleibt abzuwarten.

Kampf gegen Geldwäsche ein Fokus-Thema im Glücksspiel

Zu kämpfen hat mit den Problemen rund um die Geldwäsche im Glücksspiel natürlich nicht nur Österreich, sondern noch zahlreiche weitere Nationen. Aus diesem Grund steht der Kampf gegen die Geldwäsche Jahr für Jahr im Fokus bei internationalen Konferenzen oder Treffen der Branche. Die Strafen wurden hier in den letzten Jahren deutlich erhöht, auch um potenzielle Kriminelle abzuschrecken. Das Problem: Ohne die Mitarbeit der Unternehmen werden die Behörden kaum Fortschritte verzeichnen können. So sind die Unternehmen zum Beispiel verpflichtet dazu, auffällige Spieler bzw. Beschwerdefälle einer zuständigen Behörde zu melden. Erst wenn das getan wurde, können Ermittlungen aufgenommen werden. Meldet das Unternehmen die Beschwerde nicht, muss die Behörde darauf warten, ob sich möglicherweise ein Spieler direkt an sie wendet.

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