Novomatic: Gericht spricht Spieler Rückzahlung von über 155.000 Euro zu

Rückschlag für den Glücksspielriesen Novomatic in der österreichischen Heimat. Wie Medien aus Österreich berichten, musste der Konzern vor wenigen Tagen vor Gericht eine Schlappe hinnehmen. Ein Spieler, der zwischen 2006 und 2011 mehr als 155.000 Euro in Spielen des Entwicklers verloren haben soll, muss diese Summe zurückerstattet bekommen. Damit folgte das Landesgericht Wiener Neustadt der Klage des Automatenspielers gegen den Glücksspielkonzern. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig, Novomatic kündigte bereits Einspruch an.

Vorgaben für das kleine Spiel in Wien: Der Grund allen Übels

Um die genauen Hintergründe des Falls zu verstehen, muss der Blick einige Jahre zurück gerichtet werden. Hier war in Wien das sogenannte kleine Glücksspiel noch erlaubt. Mit dem kleinen Glücksspiel sind eben die Automaten gemeint, während als großes Glücksspiel zum Beispiel Roulette oder Black Jack bezeichnet werden. Das große Glücksspiel ist seit jeher ausschließlich in Spielbanken mit einer Konzession erlaubt, das kleine Spiel durfte in Wien jahrelang ebenfalls unter gewissen Voraussetzungen angeboten werden. Zu diesen Voraussetzungen gehörte unter anderem, dass die Spieler pro Runde nur eine Summe von maximal 20 Euro gewinnen durften. Ebenso lag der maximale Einsatz für jeden Spieler pro Runde aber auch bei 0,50 Euro.

In seiner Klage bezog sich der Spieler nun darauf, dass Novomatic diese gesetzlichen Vorgaben durch verschiedene „spezielle vor- und nachgeschaltete Spielmodalitäten“ umgangen habe und forderte daraufhin seine gesamten Einsätze in Höhe von 155.154 Euro zurück. Das Gericht gab dem Mann Recht. Wie erwähnt, hat der Glücksspielkonzern bereits Einspruch angekündigt. Nach dem Landesgericht Wiener Neustadt wird sich nun in nächster Instanz also das Oberlandesgericht Wien der Sache annehmen.

Landesgericht Wiener Neustadt und Novomatic: Wohl keine Freunde

Dass das Landesgericht Wiener Neustadt in einer derartigen Debatte gegen das Glücksspielunternehmen entscheidet, ist keinesfalls eine Seltenheit. Stattdessen hat es in der Vergangenheit bereits ähnliche Fälle gegeben, in denen das Gericht Wiener Neustadt zumindest in erster Instanz für die Spieler gesprochen hatte. Im Jahre 2015 zum Beispiel klagte ein Österreicher bereits gegen ein Tochterunternehmen von Novomatic und bezog sich damals ebenfalls auf die unzulässigen Spieleinsätze an den Geldspielgeräten. Das Landesgericht Wiener Neustadt gab dem Mann Recht. Nur drei Jahre später klagte erneut ein Spieler gegen Novomatic und erklärte, dass er aufgrund seiner pathologischen Spielsucht nur teilweise geschäftsfähig sei. Der Forderung nach einer Rückzahlung von etwa 2,5 Millionen Euro Spieleinsätze kam das Landesgericht Wiener Neustadt auch in diesem Fall nach. Zur Begründung sagten die Richter damals, dass die Spiele zu hohe Einsätze ermöglicht hätten und der Mann aufgrund seiner Spielsucht zudem unter einem impulsiven Spielverhalten zu leiden habe.

Automaten in Wien bleiben eine ewige Debatte

Das Glücksspiel bzw. kleine Spiel in Wien dürfte auch nach dieser Entscheidung weiterhin ein Streitpunkt bleiben. In der jüngeren Vergangenheit hat sich aus Sicht der Spieler hier erfreuliches getan, da erst vor wenigen Monaten schon wieder neue Spiel-Terminals aufgestellt wurden. Diese fallen offenbar nicht unter das geltende Automatenverbot in Wien, da die Gewinne nicht durch das jeweilige Gerät, sondern durch einen externen Server festgelegt werden. Eine „Trickserei“ der Automatenbranche, die Kritiker seit der Einführung bemängeln. Auf der anderen Seite hat die Abschaffung des kleinen Spiels in Wien aber dazu geführt, dass das illegale Glücksspiel in Hinterhöfen und Hinterzimmern blüht. Immer öfter rücken Beamte aus, um illegale Spielautomaten auszuheben. Nicht selten sind diese Automaten so geschützt, dass den Beamten eine gewisse Gefahr droht. Aufgespürt wurden diese verbotenen Spielgeräte in der jüngeren Vergangenheit an zahlreichen unterschiedlichen Orten.

Erst vor wenigen Tagen etwa hoben die Behörden in Österreich in Wien einen Freizeitclub aus, der hinter verschlossenen Türen offenbar illegale Glücksspielrunden veranstaltete. Wie die Behörden mitteilten, müsse man aufgrund der Professionalität der Anlage davon ausgehen, dass die Aktivitäten bereits seit geraumer Zeit stattfinden würden, Längst kein Einzelfall der zeigt, dass die Verbote keinesfalls immer den gewünschten Effekt haben. Stattdessen hat das Verbot im konkreten Wiener Fall dazu geführt, dass sich immer mehr Spieler in fragwürdige Situationen begeben, um ihrer Leidenschaft nach dem Automatenspiel auch außerhalb der Spielbanken nachkommen zu können. Ein Umstand, der nachdenklich machen sollte. Dennoch gibt es bislang zumindest öffentlich keine Bemühungen, dass kleine Spiel in Wien wieder vollständig zuzulassen.

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