Niederlande: Glücksspielbehörde warnt vor Inkasso-Betrügern

In den Niederlanden ist das Glücksspiel ein großes Thema. Stationär wird vor allem in den großen Metropolen wie Amsterdam oder Rotterdam gespielt, gleichzeitig gehen zahlreiche Holländer auch regelmäßig online, um hier ihr Glück zu versuchen. Und genau das hat wiederum Betrüger-Banden auf den Plan gerufen, vor denen jetzt sogar die niederländische Glücksspielbehörde warnt. Diese verschicken vornehmlich an Casinospieler Forderungen – und das ohne haltbare Gründe. Bezahlen sollten die Spieler derartige Forderungen auf keinen Fall.

Zahlreiche Forderungen an Spieler aus dem ganzen Land verschickt

In den Niederlanden sorgen derzeit zahlreiche Inkasso-Betrügereien für Aufsehen. Wie die Glücksspielbehörde des Landes mitteilte, sollen drei Inkasso-Unternehmen in einer wahren Betrugswelle zahlreiche Spieler im ganzen Land anschreiben und versuchen, von diesen vermeintlich offene Forderungen einzutreiben. Viele Spieler reagieren daraufhin nervös, schließlich sind Spielschulden nichts, was man unbedingt „besitzen“ muss. Aus diesem Grund zahlen viele Spieler oftmals einfach – und sind damit in die Falle der Unternehmen getappt. Zuletzt berichtete zuerst die niederländische Verbraucherschutzbehörde über den Fall, anschließend wurden die Hinweise auch von der Glücksspielbehörde veröffentlich. Hierdurch erhoffen sich die Behörden, betroffene Spieler besser erreichen zu können – immerhin stammen die meisten Personendaten wohl offensichtlich aus dem Glücksspielbereich.

Doch wie sind die Inkassounternehmen überhaupt vorgegangen? Laut der niederländischen Glücksspielbehörde sind die Unternehmen in ihrer Forderung enorm aggressiv. Betroffene sollen offenbar per Telefon und E-Mail kontaktiert werden, in diesen Gesprächen wird dann die Forderung formuliert. Anschließend sollen die Betroffenen den Betrag auf ein Konto überweisen, welches laut Behörden den Namen „Britisch Trans Asia“ trägt. Betroffen sind laut Glücksspielbehörde aber nicht nur die Anhänger des Glücksspiels. Diese seien war überwiegend die Opfer, aber auch andere Personen – und dementsprechend würden die Forderungen angepasst werden. Wer also beispielsweise von einer Reise im Ausland kommt, wird dazu gedrängt, angeblich ausstehende Reisekosten zu bezahlen. Wer auf Erotik-Seiten gesurft hat, bekommt auch für diesen Bereich entsprechende Forderungen vorgelegt. Recherchen der Behörden ergaben, dass es sich um insgesamt drei betrügerische Unternehmen im deutschen Nachbarland handelt, die aber offenbar allesamt zu den selben Hintermännern führen. Greifbar waren diese bislang noch nicht, da die Unternehmen beispielsweise auch nicht im niederländischen Handelsregister eingetragen sind – genau das wäre bei einem ordnungsgemäßen Inkassobüro aber definitiv der Fall.

Wie sollen Spieler reagieren?

Doch wie sollen die Spieler reagieren, wenn ihnen eine derartige Forderung zum wiederholten Male vorgelegt wird? Geraten wird von der Verbraucherschutzbehörde und auch der Glücksspielbehörde dazu, die Forderungen auf keinen Fall zu bezahlen. Die Spieler sind hierzu keinesfalls verpflichtet und würden die Betrugsmasche der Inkasso-Betrüger somit lediglich vollenden. Ganz gleich also, wie häufig die Spieler von den Inkassounternehmen kontaktiert werden: Gezahlt werden soll nicht. Sollten sich die Spieler jedoch nicht klar darüber sein, ob es sich um einen Betrug oder ein offizielles Behördenschreiben handelt, rät die Glücksspielbehörde zu einer Kontaktaufnahme mit einer offiziellen Stelle. Hier wird dann geklärt, ob es sich um eine rechtmäßige Forderung handelt – in den meisten Fällen der aktuell versendeten Forderungen ist das aber nicht der Fall.

Ebenfalls darauf hingewiesen werden die Spieler, sich nicht von vermeintlich bedrohlichen und seriösen Aussagen am Telefon oder in den Schreiben nervös machen zu lassen. Diese Phrasen und Sätze würden von den Betrügern gezielt verwendet werden, um den Druck auf die Betroffenen deutlich zu erhöhen. Cool bleiben heißt es dann.

Zahlreiche Knotenpunkte für den Datendiebstahl

Damit die Betrüger ihrer Arbeit nachgehen können, müssen diese natürlich erst einmal an die Daten der Spieler gelangen. Das geschieht auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Oftmals setzen die Spieler einfach bedenkenlos Haken bei Registrierungen im Internet und willigen so ein, dass die Unternehmen die Daten weitergeben – und diese so eben oftmals in den Händen von Kriminellen landen. Darüber hinaus dürften viele der Daten aber auch einfach auf kriminellem Wege von den Büros beschafft worden sein. Online Casinos schützen ihre Spieler vor derartigen Datendiebstählen in der Regel durch eine sogenannte SSL-Verschlüsselung. Hierbei handelt es sich um eine besonders innovative und sichere Verschlüsselung, welche beispielsweise auch beim Online-Banking eingesetzt wird. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass die Betrüger auch an derartig geschützte Daten gelangt sind.

Für die ermittelnden Behörden, die sich in den Niederlanden mit dieser Betrugswelle beschäftigen, steht also mit großer Sicherheit ein ganzer Sack Arbeit vor der Tür. Zunächst einmal müssen die Hintermänner der Betrugswelle ausfindig gemacht werden, zusätzlich müssen die Ermittler dann auch prüfen, wie genau die Kriminellen an die sensiblen Daten der niederländischen Spieler gekommen sind. Deutsche Spieler sind bislang offenbar nicht betroffen, da die Betrugswelle ausschließlich innerhalb der niederländischen Landesgrenzen durchgeführt wird. Es wäre jedoch keine große Überraschung, wenn auch in der Bundesrepublik in Zukunft noch ähnliche Fälle für Schlagzeilen sorgen würden.

Du möchtest online spielen? Dann besuche jetzt das Mr Green Casino, den CasinoClub oder das Casumo Casino!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.