Niederlande: Behörden veröffentlichen interessante Studie

Die niederländische Glücksspielbranche steht vor einem großen Wandel. Künftig möchte man die digitale Branche legalisieren, gleichzeitig aber auch einen ausreichenden Rahmen für den Schutz der Spieler bieten. Aus diesem Grund wird bereits jetzt fleißig getüftelt und analysiert. In diesem Zusammenhang wurde jetzt von der niederländischen Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit und der Spielerschutzorganisation AGOG eine Studie veröffentlicht, an der sich die Politik für die Rahmenbedingungen orientieren kann. Und die Ergebnisse der Studie sind in mehrfacher Hinsicht interessant.

KSA kooperiert mit Spielerschutzorganisation AGOG

Die niederländische Glücksspielbehörde der KSA hat derzeit alle Hände voll zu tun. In den kommenden Monaten soll im deutschen Nachbarland das Glücksspielgesetz neu geregelt werden. Hierfür müssen erst einmal die Rahmenbedingungen aufgestellt werden, was jetzt zu einer Verzögerung des Lizenzierungsverfahrens sorgt. An anderer Stelle aber können Fortschritte verzeichnet werden. Bereits vor einiger Zeit hat die KSA gemeinsam mit der Spielerschutzorganisation AGOG eine Studie durchgeführt, deren Ergebnisse nun veröffentlicht wurden. Die Studie soll als Orientierungshilfe für die Politik dienen, um möglichst passende gesetzliche Rahmenbedingungen zu verabschieden.

Befragt wurden für die Studie, die im Rahmen einer großen Analyse für das geplante Lizenzierungsverfahren ab 2021 durchgeführt wurde, dabei ausschließlich Teilnehmer, die sich selbst als spielsüchtig bezeichnen und aus diesem Grund Hilfe bei der Spielerschutzorganisation gesucht haben. Durchgeführt wurde eine Befragung in anonymer Weise. Lediglich ein paar wenige Daten zum Geschlecht oder Alter wurden abgefragt.

86 Teilnehmer liefern interessante Ergebnisse

Beantworten mussten die insgesamt 86 Teilnehmer der Studie 37 Fragen. Die Ergebnisse wurden zum Teil mit einer etwas älteren Studie des Statistik-Instituts verglichen und lieferten bereits in diesem Zusammenhang interessante Ergebnisse. So seien die Frauen eher dazu geneigt, anerkannte Hilfsstellungen und Organisationen aufzusuchen. Die männlichen Problemspieler würden sich hingegen eher an anonyme Beratungsstellen wenden. Generell erklärte die niederländische Glücksspielbehörde zu den Ergebnisse, dass zwar keine große Teilnehmerzahl vorgewiesen werden könne, diese Resultate aber trotzdem als hilfreich und aufschlussreich bezeichnet werden können. Aus neutraler Sicht sind die Ergebnisse der Studie vor allem eines: Enorm interessant.

So wurde von den Wissenschaftlern zum Beispiel anhand der Daten ein Profil erstellt, mit dem der typische niederländische Problemspieler verdeutlicht werden soll. Nach den Ergebnissen ist dieser 37 Jahre alt und befindet sich in einer Vollzeitbeschäftigung. Letzteres kommt durchaus überraschend, immerhin waren es bisher vor allem die Arbeitssuchenden, die mit einer Neigung zum Glücksspiel in Verbindung gebracht wurden. Die Studie aber zeigt, dass 58 Prozent der Befragten in einer Vollzeitbeschäftigung tätig sind, 20 Prozent als selbstständige Unternehmer ihr Geld verdienen und nur zwei Prozent als arbeitssuchend bezeichnet werden können. 60 Prozent der Befragten gaben zudem an, zwischen 30 und 50 Jahre alt zu sein. Nur acht Prozent der Befragten seien demnach älter als 65 Jahre, sogar nur 3,5 Prozent zwischen 18 und 24 Jahren.

Kleiner Teil setzt mehr als 5.000 Euro im Monat

Ebenfalls befragt wurden die Teilnehmer zu ihrem Spielverhalten bzw. den Einsätzen und den Lieblingsspielen. Rund um das Finanzielle wurde deutlich, dass rund 30 Prozent der Teilnehmer monatlich zwischen 500 und 1.000 Euro beim Spiel einsetzen würden. 23 Prozent setzen zwischen 1.000 und 2.000 Euro, fast sechs Prozent platzieren Einsätze von mehr als 5.000 Euro pro Monat. In diesem Zusammenhang ist aber eine andere Auswertung ebenfalls interessant. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, keinerlei Schuldenlasten mit sich herumzutragen. Beim Teil der verschuldeten Spieler gibt es zudem eine klare Differenz zwischen den einzelnen Gruppen. So sei ein kleiner Teil der Befragten mit einer geringen Summe von wenigen Tausend Euro verschuldet. Ganze 27 Prozent der Befragten gaben aber an, mit mehr als 40.000 Euro in der Kreide zu stehen.

Rund um die Beliebtheit der einzelnen Glücksspielangebote gibt es ebenfalls deutliche Unterschiede. 23 Prozent der Befragten gaben an, ihre Einsätze in Sportwetten zu platzieren. Deutlich mehr wiederum sind es mit 49 Prozent bei den klassischen Casinospielen wie Roulette oder Black Jack. Spitzenreiter allerdings sind die Automatenspiele, an denen 78 Prozent der Befragten teilnehmen. Wo genau sie das tun, konnte in der Studie ebenfalls geklärt werden. 63 Prozent gaben an, Besucher von Spielhallen zu sein, 55 Prozent der Befragten spielen in Online Casinos. Hinweis: Mehrfachnennungen waren bei diesen Fragen möglich. Weitere 20 Prozent gaben an, ihre Einsätze beim staatlichen Anbieter Holland Casino zu platzieren, während nur 3,5 Prozent regelmäßig Wettbüros besuchen würden. 20 Prozent der Befragten würden dafür ihre Einsätze aber auch in Gaststätten platzieren.

Du möchtest online spielen? Dann besuche jetzt das Mr Play Casino, Leo Vegas Casinooder Platincasino!

Unsere TOP 3 Online Casinos
Aktuelle Casino News