Neue Einschränkungen für die Glücksspielbranche Großbritanniens?

Eine Neuregulierung der britischen Glücksspielgesetze könnte zu strengeren Gesetzen führen. Innerhalb der Glücksspielbranche werden die eventuell kommenden Einschränkungen bereits gefürchtet. Einige Vereinigungen, hauptsächlich christlich motivierte, fordern nun ein Verbot der Glücksspielwerbung im Sport. Doch gerade diese Werbungen sind eine der wichtigsten in der Branche.

Kampagne gegen Glücksspielwerbung im Sport

Insgesamt ist die Anzahl der Werbeprojekte für Glücksspiel in Großbritannien in den letzten Jahren gewachsen. Natürlich gab es ein paar Einschränkungen. Diese waren allerdings teilweise zeitgebunden. Kritische Stimmen wollen noch mehr Werbe-Verbote durchsetzen. Erst vor kurzem haben sich dafür mehrere christliche Vereinigungen für bestimmte Verbote ausgesprochen. In den bevorstehenden Verhandlungen zur Neu-Regulierung wollen sie ihre eigenen Interessen und Meinungen durchbringen. Diese Vorgänge sind für die Glücksspielbranche nicht gerade förderlich. So schlossen sich beispielsweise die Church of England, die Salvation Army und die Evangelical Alliance zusammen, um eine gemeinsame Kampagne durchzusetzen. Der Name der Kampagne „Stop Betting Ads in Sport“ lässt bereits auf den angedrohten heftigen Widerstand gegen Glücksspielwerbung im Sport schließen.

Die für die Kampagne zusammen geschlossenen Vereinigungen gaben an, dass in der Premier-League und Championship rund 70 der teilnehmenden Fußball-Vereine aktuelle Partnerschaften mit Glücksspielunternehmen haben würden. Das wäre in etwa so, als ob in Deutschland mindestens 25 der 36 Vereine in der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga eine Partnerschaft mit einem Glücksspielunternehmen hätten.

Kritik am Trikot-Sponsoring

Die Vereinigung in Großbritannien sieht laut der Webseite neben dem Umgang der Glücksspiel-Werbung im Sport auch das Trikot-Sponsoring als problematisch an. In einer Erklärung der der Initiative heißt es, dass die Behörden das Sponsoring von Trikots nicht als klassische Werbung ansehen. Diese Ansicht müsse sich ändern. Oftmals werden auch Kindertrikots mit Werbung verkauft. Dies soll im Zusammenhang mit Glücksspiel-Werbung ebenfalls nicht mehr möglich sein. So sollen auf die zum Verkauf stehenden Trikots für Kinder keine Glücksspiel-Sponsoren mehr aufgedruckt sein dürfen. In Gegensatz dazu solle es Erwachsenen – und damit auch Eltern – dennoch möglich sein, Trikots mit Glücksspielsponsoren zu erwerben. Statements und Logos von Glücksspiel-Konzernen sollen also primär auf Kindertrikots verboten werden.

Ein eindringliches Statement gab dazu der Mitgründer des Zusammenschlusses. Vor einigen Wochen äußerte sich Andy Frost gegenüber dem Nachrichtenportal „Premier Christian News“ sehr kritisch gegenüber Glücksspielwerbung im Sport. Er bezeichnete dies sogar als Glücksspiel verharmlosend. Diese Art von Werbung würde Glücksspiel „lediglich als eine Art Spiel darstellen“, wenn in der Realität durch diese Partnerschaften Leben zerstört werden würden. Umso nachdrücklicher forderte er die Regierung dazu auf, endlich durchzugreifen und sämtlichen Partnerschaften zwischen Sportvereinen und Glücksspielkonzernen ein Ende zu bereiten.

Denkbare kommende Einschränkungen

Das Werbeverbot ist allerdings nicht die einzig mögliche Einschränkung, die auf die Glücksspielbranche zukommen könnte. Auch die Werbung im Fernsehen und im Internet könnten durch neue Regulierungen eingeschränkt werden. Ob solche Einschränkungen wirklich durchgesetzt werden und in welchem Ausmaß, wird noch entschieden. Auch den Fixed Odds Betting Terminals könnten neue Regeln bevorstehen. Erst vor ein paar Monaten wurden erste Einschränkungen bekannt gegeben. Davor war es Spielern gestattet in einer Spielrunde bis zu £ 100 zu setzen. Die erste Einschränkung sieht nun einen maximalen Einsatz von £ 1 pro Spielrunde. Innerhalb der neuen Regulierungen könnte sich dieser Maximalbetrag allerdings ändern. Genauso wie für Spielautomaten in Online Casinos könnte dann der Einsatz bei maximal £ 2 pro Runde liegen. Dahingegen schon feststehend ist die Anhebung des Mindestalters für Lotteriespiele. Bisher können Jugendliche ab 16 Jahren Lotto spielen, was nun auf 18 angehoben werden soll. Weiterhin im Gespräch sind Pflichtabgaben für Glücksspielanbieter, die zugunsten der Spielsuchtbehandlung gezahlt werden sollen. Über die Regulierungen wird in den kommenden Monaten entschieden werden.

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