Merkur Spiel-Arena: Stadionname sorgt noch immer für Diskussionen

Die neue Saison in der Fußball Bundesliga läuft bereits. Mit dabei ist im Oberhaus des deutschen Fußballs in dieser Spielzeit auch die Fortuna aus Düsseldorf, welche ihre Gegner in der „Merkur Spiel-Arena“ empfängt. Zumindest noch. Denn geht es nach einigen Teilen der Politik, soll der Vertrag zwischen der Gauselmann-Gruppe und der Stadt Düsseldorf wieder rückgängig gemacht werden. Aber ist das überhaupt so einfach möglich? Und wann wird diese leidige Diskussion endlich ein Ende finden?

CDU diskutiert über Rückabwicklung des Vertrags

Eigentlich ist der Vertrag zwischen der Stadt Düsseldorf und der Gauselmann-Gruppe bereits in trockenen Tüchern. Die Spielstätte von Fortuna Düsseldorf ist mittlerweile unter dem Namen „Merkur Spiel-Arena“ bekannt, gleichzeitig sollen auch die restlichen Bestandteile der Kooperation ins Rollen gebracht werden – oder? Jetzt jedenfalls regt sich erst einmal erneuter Widerstand. Nachdem bereits die Grünen kräftig Stimmung gegen die Namensgebung gemacht haben, wird diese jetzt auch in der CDU-Ratsfraktion diskutiert, gleichzeitig die größte Ratsfraktion Düsseldorfs. Die Ratsfrau Annelies Böcker gilt dabei als federführend und erklärte mit Blick auf den Spielerschutz, Suchtgefahren und den Abbau der Spielhallen in der Stadt: „Wir machen uns unglaubwürdig.“ Gleichzeitig erklärte die Politikerin, dass sie glaube, dass die Mehrheit in der Fraktion ihrer Meinung sei.

Ähnlich stark war die Kritik bereits vor einigen Wochen, als sich FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus zu der Namensgebung äußerte. Der erklärte damals, dass er die Kooperation sofort rückgängig machen würde, wenn diese nicht mit enorm hohen Kosten verbunden wäre. Gleichzeitig erklärte Neuenhaus, dass der Name billig sei und sich die Gauselmann-Gruppe hierdurch Seriosität kaufen wolle. Wie hitzig die ganze Sache offenbar in der Politik diskutiert wird, zeigt der Blick auf die CDU-Ratsfraktion. Hier erklärte der Fraktionschef Rüdiger Gutt, dass das Verhalten von Oberbürgermeister Thomas Geisel unzumutbar sei. Gleichzeitig wurde mehrfach der Vorwurf der Inkompetenz in den Raum geworden. Einer der Betroffenen: Ratsherr Guiseppe Saita, der daraufhin eine Entschuldigung forderte. Oberbürgermeister Geisel sieht die Sache allerdings etwas anders. Dieser erklärte, dass die Reaktionen auf den Deals insgesamt sehr entspannt gewesen sein. Zudem sagte Geisel, dass „Paul Gauselmann nur die Kosten erstattet haben möchte, wenn Düsseldorf ihn nicht wolle“. Das jedoch könne nicht im Sinne des Stadtrates sein.

Lässt sich der Vertrag überhaupt rückabwickeln?

Im Zusammenhang mit der Diskussion stellt sich natürlich die Frage, ob sich der Vertrag einfach so leicht rückabwickeln lässt. Experten erklärten, dass dies wohl nur dann möglich wäre, wenn sich beide Vertragspartner darauf einigen können. Die Partei der Grünen hatte in den letzten Tagen bereits im Haupt- und Finanzausschuss nachgefragt, wie es um ein mögliches Kündigungsrecht bestellt sei. Möglich sei demnach eine Kündigung nur dann, wenn hierfür ein „wichtiger Grund“ vorlege. Ist das nicht der Fall, wird der Vertrag für die nächsten zehn Jahre laufen. Tendenz: Das Geschäft bleibt aufrecht, denn das Umdenken der Politik dürfte nicht als wichtiger Grund angesehen werden. Ein bisschen anders sieht es auf der Seite der Gauselmann-Gruppe aus, welche ein Sonderkündigungsrecht zum 31.12.2024 in Anspruch nehmen kann. Darüber hinaus existiert eine Absicherung für den Fall, dass das Glücksspiel oder die Namensgebung gerichtlich verboten werden. Dann nämlich dürfte Gauselmann bereits zum 02.08.2023 aus dem Vertrag austreten.

Zufriedengeben wollten sich die Grünen mit dieser Entscheidung allerdings nicht – und es wird durchaus noch einmal spannend. So steht im Erbbaurechtsvertrag aus dem Jahre 2002 geschrieben, dass auf dem Arenen-Gelände keine Geschäfte zulässig sind, welche den Spiel- oder Geschlechtstrieb anregen oder befriedigen. Durchaus ein merkwürdiger Passus, der jetzt allerdings noch einmal Feuer in die Disskusion bringt. Die Grünen haben Akteneinsicht verlangt, gleichzeitig winken OB Geisler und Kämmerin Dorothée Schneider nur ab. Auswirkungen auf die Namensgebung habe dieser Vertrag nicht. Abgesehen von diesen Diskussionen, fährt die Stadt Düsseldorf mit der Partnerschaft allerdings ziemlich gut. So erhält die Stadt pro Jahr rund 3,75 Millionen Euro von der Gauselmann Gruppe, von denen gut 550.000 Euro in die Sportvereine der Stadt fließen sollen. Kein Wunder also, dass sich Teile der Politik ziemlich schwer damit tun, hier einen anderen Kurs einzuschlagen.

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Bildquelle: shouplade @ Pixabay