Medikament gegen Spielsucht: Finnische Forscher mit Studie

Es klingt ein bisschen komisch. Aber finnische Wissenschaftler haben in einer Studie jetzt untersucht, ob sich die Spielsucht möglicherweise mit Hilfe von Medikamenten untersuchen lässt. Der Grundgedanke beruht auf der Annahme, dass auch beim Glücksspiel bestimmte Hormone im Körper freigesetzt werden, die sich theoretisch mit einem Medikament eindämmen lassen müssten. Mit diesem Thema hat sich nun die Studie beschäftigt, die gerade vom British Medical Journal (BMJ) veröffentlicht wurde.

Naloxon als goldenes Mittel gegen Spielsucht?

Finnische Forscher haben sich auf eine höchst abenteuerliche „Reise“ durch den menschlichen Körper gemacht. Ausgehend von der Beobachtung, dass sich erstaunlich wenig Menschen einer Behandlung der Spielsucht unterziehen würden, habe man sich zu einer Studie entschlossen, um möglicherweise ein passendes Medikament zur Behandlung der Spielsucht ausfindig machen zu können. Bereits seit einiger Zeit wird die Spielsucht offiziell als Krankheit klassifiziert und kann dementsprechend auf regulärem Wege behandelt bzw. therapiert werden. Eine medikamentöse Behandlung allerdings wurde bis jetzt noch nie in den möglichen Fokus gerückt – bis jetzt.

Die finnischen Forscher untersuchten in ihrer Studie, ob es ein Medikament geben könne, mit dem der klinische Alltag ergänzt werden kann. Wichtig war für das Team demnach, dass es sich um ein effektives, leicht anwendbares und gleichzeitig patientenfreundliches Medikament handeln müsse. Bereits 2017 startete die Studie der Forscher, die sich hier mit der medikamentösen Behandlung durch das Mittel Naloxon beschäftigen. Geprüft wurden dabei verschiedene Aspekte, wie zum Beispiel die Wirkung des Medikaments bei einer vorhandenen Spielsucht oder die Verträglichkeit auf Seiten der Probanden.

Naloxon soll Dopamin-Ausschüttung verhindern

Aber wie genau wirkt das Mittel? Die Forscher gehen in ihrer Studie von wissenschaftlichen Belegen aus, die aussagen, dass es sich bei der Spielsucht um eine sogenannte substanzunabhängige Abhängigkeit handelt. Diese Art der Abhängigkeit ist allerdings den substanzabhängigen Süchten durchaus ähnlich. Im Gehirn etwa werden die gleichen Bereiche angesprochen, die zum Beispiel auch beim Konsum von Zucker, Alkohol oder Nikotin angesprochen werden. Ausgeschüttet wird der Neurotransmitter Dopamin, der im Körper für ein Glücksgefühl sorgt. Genau an dieser Stelle setzt das Medikament Naloxon an. Hierbei handelt es sich um einen morphinähnlichen Wirkstoff, mit dem die Ausschüttung des Dopamins im Körper blockiert werden kann. Auf diesem Wege wird dann unter anderem auch die Risikobereitschaft bei den Spielsüchtigen gemindert – so die Theorie.

Genau diese theoretischen Gedanken sollten mit der Pilotstudie aus dem Jahre 2017 hinterfragt werden. Die Ergebnisse der umfangreichen Studie liegen nun rund zwei Jahre später vor. Aufgeteilt wurden hierzu die insgesamt 20 Teilnehmer in zwei verschiedene Gruppen. Die eine Gruppe durfte sich bei Bedarf bis zu vier Mal täglich 2 mg Naloxon in Form von Nasenspray verabreichen. Bei der anderen Gruppe wurde die Dosierung erhöht, so dass hier bis zu 16 mg pro Tag möglich waren. Untersucht werden sollte so, welche Auswirkungen eine mögliche Dosierung auf den Behandlungserfolg hat. Im Sinne der Vollständigkeit muss noch erwähnt werden, dass es sich bei den 20 Teilnehmern um insgesamt elf Frauen und neun Männer handelte, die alle unter einem pathologischen Spielverhalten leiden.

Durchaus positive Ergebnisse

Zur Freude der Forscher scheint man mit Naloxon tatsächlich ein passendes Mittel gefunden zu haben. Die Ergebnisse der Studie jedenfalls sind vielversprechend. So kam heraus, dass die Probanden an 73 Prozent der Tage, an denen sie das Mittel einnahmen, nicht mit dem Glücksspiel in Verbindung gekommen sind. Drei Viertel aller Teilnehmer gaben zudem an, dass ihre depressiven Symptome im Zusammenhang mit der Glücksspielsucht zurückgegangen seien. Ebenso konnten die Forscher feststellen, dass die Probanden im Falle einer Aktivität im Glücksspiel diese deutlich schwächer ausübten als ohne das Mittel. Grundsätzlich verlief die Verabreichung der Dosis laut den Forschern erwartungsgemäß. Die Gruppe, die bis zu 16 mg täglich zu sich nehmen durfte, hätte demnach ein geringeres Rückfallrisiko aufgewiesen als die Gruppe mit maximal 8 mg pro Tag.

Eine Überraschung brachte die Studie aber offenbar ebenfalls hervor. Typisch für das Mittel Naloxon sind die Nebenwirkungen Übelkeit oder Kopfschmerzen. Davon betroffen waren aber überraschend vor allem die Personen, die in der Gruppe mit der niedrigeren Dosierung zu finden waren. Ein leichter Dämpfer: Die Personen aus der Gruppe mit der niedrigeren Dosierung spielten zwar seltener, hätten dabei aber offenbar höhere Einsätze platziert.

Nasenspray scheint sich als Konsumform zu bewähren

Trotz alledem können die Ergebnisse der Studie unterm Strich als sehr positiv bezeichnet werden, auch wenn diese bei einer Teilnehmerzahl von nur 20 Personen natürlich nicht als repräsentativ gelten. Dennoch: Diese Ergebnisse dürften die Forscher dazu ermutigen, noch weiter in diese Richtung zu denken. Eines scheint dabei auf jeden Fall schon einmal richtig zu sein: Die Verabreichung per Nasenspray. Diese kam bei den Probanden offenbar sehr gut an. Nicht nur, weil sie mit einer einfachen Handhabung verbunden ist, sondern auch, weil laut den Probanden keine unangenehmen Fragen zum Medikament beantwortet werden müssen. Gut möglich also, dass auf eben diese Verabreichungsform im klinischen Alltag wirklich zurückgegriffen wird.

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