Manipulierte Automaten: Was passiert mit den Geräten?

In der jüngeren Vergangenheit haben sich die Berichte über manipulierte Spielautomaten und illegales Glücksspiel wieder gemehrt. Nicht nur in Deutschland haben die Behörden regelmäßig mit derartigen Fällen zu tun, auch im Nachbarland Österreich lassen sich die Kriminellen dauerhaft neue Wege und Möglichkeiten einfallen. Wird ein illegales Angebot gesprengt, werden die manipulierten Geräte in der Regel beschlagnahmt. Aber was passiert dann?

Schrottpresse wartet auf die Geräte

Haben die Behörden einen illegalen Spielautomaten aus dem Verkehr gezogen, wird dieser in aller Regel zu einem Schrottplatz gebracht und dort „verarbeitet“. Jüngst lud in Österreich der Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs dazu, das Zerstören der Geräte aus unmittelbarer Nähe zu betrachten. Zerquetscht werden die ausrangierten Spielautomaten dabei zum Beispiel mit einer Hammermühle, anschließend wird das Material der Geräte recycelt. Fuchs erklärte bei seinem Besuch eines Schrottplatzes in Österreich: „Das illegale Glücksspiel geht zu Lasten vieler Familien. Die Profiteure zahlen keine Steuern und ignorieren den Spielerschutz. Daher ist es wichtig, dass alle Behörden an einem Strang ziehen.“

Bis zur Schrottpresse ist es für die Behörden allerdings oftmals ein beschwerlicher und steiniger Weg- So erklären Experten, dass jeder Automat für die Profiteure ein Grund sei, bis vor das höchste Gericht zu ziehen. Gleichzeitig kam es in der Vergangenheit immer wieder vor, dass die Beamten bei der Beschlagnahmung von Geräten bedroht wurden. Auch Anzeigen gegen Beamte wegen Amtsmissbrauchs sind keinesfalls eine Seltenheit.

Wie sehen manipulierte Spielautomaten aus?

Rein optisch unterscheiden sich die manipulierten Geräte und die „normalen“ Spielgeräte gar nicht. Für den Spieler ist es also unmöglich zu erkennen, ob das Gerät ordnungsgemäß arbeitet oder eben nicht. Der eigentliche Betrug spielt sich im Inneren des Geräts ab. Hier nämlich sind die Auszahlungsquoten derart schlecht, dass die Spieler während des Großteils ihrer Spielzeit Verluste einfahren. Und diese sind dann auch deutlich höher, als an den regulierten Automaten. Während die Männer im Hintergrund also Unsummen verdienen, rutschen die Spieler möglicherweise in immer größere finanzielle Schwierigkeiten.

Wie profitabel der Markt für die Kriminellen ist, zeigt eine einfache Rechnung. Experten erklären, dass sich ein manipuliertes Gerät einmalig für einen Preis von 5.000 bis 10.000 Euro anschaffen lässt. Nach dem Aufstellen sei es dann schon mit einem Gerät innerhalb von nur einem Monat möglich, die gesamten Anschaffungskosten wieder hereinzuholen. Dementsprechend stark werden die Automaten verteidigt oder versteckt. Aus Österreich kamen in der letzten Zeit immer wieder Meldungen, in denen von einbetonierten Automaten gesprochen wurde. Oder von Automaten, die beim Ausbauen Tränengas versprühten. Die Arbeit der Behörden hat sich in dieser Hinsicht also deutlich erschwert.

Schutz schwer möglich: Spieler sind die Leidtragenden

Da die Automaten von außen natürlich nicht als manipulierte Geräte erkennbar sind, ist es für die Spieler enorm schwer, sich vor den illegalen Geräten zu schützen. Allerdings kann in diesem Zusammenhang auch der gesunde Menschenverstand von Vorteil sein. Steht der Automat in einem fragwürdigen Umfeld, kann eine Manipulation vielleicht nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden. In einer großen Spielhalle eines Unternehmens wie Merkur oder Löwenplay wiederum kann davon ausgegangen werden, dass es sich um ordnungsgemäße Automaten handelt. Übrigens: Wer online spielt, kann sich ebenfalls vor manipulierten Spielen schützen. Viele Casinos im Internet lassen ihre Auszahlungsquoten regelmäßig überwachen und prüfen. So wird sichergestellt, dass den Spielern dauerhaft faire Chancen auf einen Gewinn eingeräumt werden.

Aussicht für die Behörden nicht erfreulich

Angesichts der Entwicklungen in den letzten Jahren in diesem Bereich rechnen Experten nicht damit, dass die Arbeit für die Behörden in den nächsten Jahren einfacher wird. Ganz im Gegenteil. Es wird erwartet, dass sich die Kriminellen künftig noch besser gegen die „Besuche“ der Behörden schützen und gleichzeitig noch aggressiver ihre illegalen Automaten unter die Leute bringen. Immerhin ist das Geschäft enorm verlockend und wirklich verheerende Strafen drohen bisher noch nicht. Auch das könnte sich in Zukunft jedoch zumindest in Österreich ändern. Hier ist eine Novelle des Glücksspielgesetzes geplant, welches dem Staat erlaubt, einen Betrieb möglicherweise auch vom Stromnetz zu nehmen, wenn hier wiederholt illegales Glücksspiel festgestellt wurde. Bleibt zu hoffen, dass dieser aktuell noch theoretische Ansatz möglichst zügig in der Praxis umgesetzt wird.

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Bildquelle: SteveSawusch @ Pixabay