Malta: MGA verabschiedet neue Richtlinie für Schlichtungsfälle

Für Spieler in Europa wird sich in der kommenden Zeit einiges ändern. Die maltesische Lotterie- und Glücksspielbehörde hat nämlich eine neue Richtlinie verabschiedet, welche sich mit den Schlichtungs- bzw. Streitfällen der Glücksspielbranche beschäftigt. Künftig wird es hier eine Aufgabenteilung geben, wodurch sich die maltesische Behörde eine Entlastung erhofft. Hierzu werden noch stärker die alternativen Schlichtungsstellen miteinbezogen, die sich künftig um alle Disputfälle kümmern sollen.

Schon Anfang 2018 wurde das Gesetz überarbeitet

Ganz überraschend kommt die neue Richtlinie der maltesischen Behörden natürlich nicht daher. Tatsächlich hat die MGA das eigene Glücksspielgesetz bereits im Frühjahr 2018 überarbeitet und in diesem Zusammenhang auch die sogenannte Spielerschutzverordnung reformiert. Wer aktuell mit einem Casino in einen Streit gerät, wendet sich normalerweise direkt an die maltesische Behörde. Zumindest dann, wenn es sich um ein Casino mit der Lizenz der MGA handelt. Die Behörde baut dann Kontakt zum Unternehmen auf und fordert dieses dazu auf, den Streitfall mit dem Spieler zu lösen. Sollte das nicht möglich sein, greift die MGA als behördliche Schlichtungsstelle noch einmal in das Verfahren ein. Zusätzlich dazu werden auch die alternativen Schlichtungsstellen mit eingeschaltet. Ein Prinzip, welches enorme Arbeitskraft verschlingt, da sich im Prinzip gleich zwei Stellen mit der Bearbeitung eines Falles beschäftigen.

Genau hier soll künftig interveniert werden. Ab 2019 werden die Aufgaben in diesem Bereich klar geteilt, so dass sich die MGA als Schlichtungsstelle nur noch bei wirklich großen oder schwerwiegenden Vergehen einmischt. Im Detail sollte es sich bei den Fällen für die MGA um Beschwerdefälle handeln. Das sind also die Fälle, in denen sich ein Spieler zum Beispiel über die mangelnde Seriosität eines Anbieters beschwert oder diesem sogar einen Betrug unterstellt. Kommt eine derartige Beschwerde bei der MGA an, wird diese ab 2019 auf eine der Abteilungen aufgeteilt und von dort aus dann bearbeitet.

Alternative Schlichtungsstellen für die Disputfälle zuständig

Nicht mehr in den Aufgabenbereich der MGA fallen künftig die sogenannten Disputfälle. Hierbei handelt es sich in der Regel um die harmloseren „Probleme“, bei denen es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Spielern und den Betreibern kommt. Intensive Ermittlungen sind hier normalerweise nicht notwendig, so dass diese Disputfälle künftig in die Hände der alternativen Schlichtungsstellen übergeben werden. Die MGA erhofft sich hierdurch eine Entlastung, gleichzeitig aber auch, die Fälle schneller bearbeiten zu können. Darüber hinaus soll für die Spieler mehr Transparenz geschaffen werden, da diese die Bearbeitung ihrer Fälle leichter nachvollziehen können. Bisher sind die Glücksspielunternehmen lediglich innerhalb von zehn Tagen nach Bekanntwerden der Beschwerde dazu verpflichtet, ihren Spielern ein Status-Update zukommen zu lassen. Bei besonders komplexen Fällen kann dieses Zeitfenster sogar auf 20 Tage ausgedehnt werden.

Beibehalten wird allerdings, dass die Casinos ihre Spieler weiterhin in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen darüber informieren müssen, wie bei Streitfällen verfahren wird. Darüber hinaus müssen sämtliche Schlichtungsstellen ausgewiesen werden, an die sich die Spieler wenden können. Ebenso müssen die Casinos erklären, welche rechtlichen Konsequenzen der Einsatz einer alternativen Schlichtungsstelle nach sich ziehen kann.

Malta im Blickpunkt der Branche

Auch abgesehen von der neuen Schlichtungsrichtlinie richteten sich die Blicke der Glücksspielbranche in den letzten Tagen massiv nach Malta. Der Grund hierfür war die Branchenmesse SiGMA, welche Jahr für Jahr zahlreiche Unternehmen im Mittelmeer versammelt. Genutzt wird das Branchentreffen vor allem für den Austausch zwischen den Unternehmen, wobei zahlreiche Gastredner und Vorträge das Programm abrunden. Im Fokus stand in diesem Jahr vor allem die aufkommende Problematik im Bereich der Glücksspielwerbung, da die Unternehmen hier in ihrer Freiheit immer stärker eingeschränkt werden. Zusätzlich dazu wird das Branchentreffen aber natürlich auch genutzt, um die neuesten eigenen Produkte vorzuführen und zu sehen, was die Konkurrenz so treibt.

Die maltesische Politik ist beim Treffen ebenfalls anwesend gewesen, ebenso wie auch die MGA. Die maltesische Behörde nutzt das Treffen ebenfalls gerne für den Austausch mit den Glücksspielunternehmen, um sich so auch einmal einen direkten Einblick auf die Auswirkungen der eigenen Arbeit verschaffen zu können. Jahr für Jahr entwickelt sich die Branchenmesse zu einem immer größer werdenden Erfolg. Allein in diesem Jahr waren mehr als 12.500 Besucher, 400 Sponsoren und 200 Sprecher aus über 80 verschiedenen Ländern anwesend. Ausgestellt wurden zahlreiche neue Titel und Spielmöglichkeiten, so dass sich die Spieler in den kommenden Monaten auf einige interessante Neuerungen gefasst machen können. Speziell im Bereich der Online-Slots dürfte sich hier mit Blick auf die ausgestellten Produkte eine ganze Menge tun. Als Highlight der Veranstaltung kann dabei zudem in jedem Jahr die Verleihung der Malta iGaming Awards bezeichnet werden, mit welchen die besten Unternehmen der Branche ausgezeichnet werden.

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