Luxemburg: Staatslotterie stellt eigene Spielautomaten auf

Auch aufgrund mangelnder Vielfalt ist das illegale Glücksspiel im beschaulichen Luxemburg in den letzten Jahren zu einem echten Problem geworden. Die Spieler und Glücksspiel-Fans suchen nach Spielmöglichkeiten, die ihnen von staatlicher Seite bisher kaum zur Verfügung gestellt wurden. Das ändert sich jedoch jetzt. Um der Situation rund um das Glücksspiel Herr zu werden, stellt die Staatslotterie jetzt erstmalig eigene Spielautomaten auf.

Attraktivität des legalen Marktes soll gestärkt werden

Auf dem Glücksspielmarkt in Luxemburg schlägt man künftig ganz neue Weg ein. Wie die nationale Zeitung „L’essentiel“ berichtet, soll das Angebot auf dem legalen Glücksspielmarkt deutlich gestärkt werden. Aus diesem Grund hat die Staatslotterie (Loterie Nationale Luxembourg) nun zum ersten Mal überhaupt eigene Spielautomaten aufgestellt. In einer Pilotphase werden diese zunächst in Bars und Cafés zu finden sein. So soll der Wildwuchs der illegalen Automaten eingedämmt werden. Insbesondere in den letzten Jahren ist die Anzahl illegaler Geldspielgeräte enorm angestiegen. Experten gehen davon aus, dass im Land an mehr als 1.200 illegalen Geräten gespielt werden kann. Eine Verfolgung durch die Behörden haben die Kriminellen dabei kaum zu befürchten. Auch das ist ein Teil des Problems.

Angepackt wird nun aber vor allem erst einmal eine andere Stelle. Nachdem sich die staatliche Lotterie bereits jahrelang bei den Behörden über die Zunahme illegaler Geräte beschwerte, sich aber kaum etwas veränderte, greift man nun einfach zur Selbsthilfe. Insgesamt rund 60 legale Spielautomaten sollen im Rahmen des Pilotprojektes in den kommenden Wochen aufgestellt werden. Wie es heißt, plant die Lotterie die Aufstellung in unmittelbarer Nähe zu illegalen Geräten. Der Gedanke dahinter: Die Spieler wenden dem illegalen Spiel den Rücken zu und kümmern sich fortan lieber um das legale Angebot. Ein Plan, der in anderen Ländern in der Vergangenheit durchaus aufgegangen ist.

Automaten noch mit kleiner Auswahl

Etwas kritisch lässt sich aus neutraler Sicht betrachten, dass die neuen Automaten der Staatslotterie nur bedingt als vielfältig bezeichnet werden können. Laut der Zeitung sind gut zehn Spiele auf den Geräten zu finden. Darunter nicht nur klassische Slot-Games, sondern zum Beispiel auch Tischspiele wie Roulette. Berichtet wird, dass die Spieler zunächst an einem Ticketautomaten ein Ticket für den jeweiligen Spielautomaten erwerben müssen. Dieses wird ins Geldspielgerät eingeschoben, anschließend kann der Spielspaß beginnen. Wird ein Gewinn erzielt, wird auch dieser auf das Ticket gebucht und kann im weiteren Verlauf ausgezahlt werden. Damit ähnelt das Prinzip durchaus der Spielweise in vielen deutschen Spielbanken und Casinos. Hier bekommen Spieler eine Spielkarte für die Automaten ausgehändigt und müssen diese zur Freischaltung in den Automaten stecken. Verhindert werden soll dadurch unter anderem, dass Spieler in Spielhallen an mehr als nur einem Automaten spielen.

Geld für wohltätigte Zwecke und Projekte fehlt

Wie die Zeitung weiter berichtet, soll sich die nationale Lotterie mit den Inhabern der Bars und Gastronomiebetriebe auf eine Partnerschaft geeignet haben. Demnach würden 30 Prozent der Einnahmen beim Inhaber bleiben, die restlichen 70 Prozent an die nationale Lotterie gehen. Hier würde man das Geld wiederum dafür nutzen, um wohltätigte Projekte und Zwecke zu unterstützen. Denn genau an dieser Ecke hat es durch die Einbußen aufgrund von illegalen Automaten offenbar zuletzt gefehlt. So berichtet der Leiter der Nationalloterie, Léon Losch: „Es gibt zirka 1.200 Geldspielgeräte in den Cafés des Landes, die nicht registriert sind und deren Zahl kontinuierlich wächst. Die entsprechenden Gesetze existieren und sind unmissverständlich, es wäre also sehr einfach, sich des Problems anzunehmen. Vor allem, weil einige Cafés eher den Anschein geben, eine kleine Spielhalle zu sein als ein Café.“

Damit spielt Losch auch die mangelnde Unterstützung durch den Gesetzgeber an. Obwohl die Bars ihre Automaten vollkommen offen präsentieren würden, wird gegen diese schlichtweg nicht vorgegangen. Obwohl das Gesetz für diesen Fall sogar Haftstrafen von bis zu sechs Monaten für die Betreiber und Geldstrafen von bis zu 25.000 Euro vorsieht. Eine Strafe, vor der sich in Luxemburg aber offenbar kein Krimineller so wirklich fürchten muss. Obwohl die Eigeninitiative der staatlichen Lotterie damit erst einmal sehr vernünftig klingt, zweifeln Experten am möglichen Erfolg. Immerhin, so heißt es, würden die Café-Betreiber durch die illegalen Automaten wesentlich mehr verdienen können. Es wird sich daher in den kommenden Monaten erst zeigen, ob dieser Anreiz für Barbesitzer attraktiv genug ist. Falls nicht, steht man im Prinzip wieder ganz am Anfang.

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