LeoVegas: Online Casino hat Ärger mit der Gambling Commission

Wenn sich ein Glücksspielunternehmen erst einmal im Fokus der britischen Gambling Commission befindet, geht es für den Anbieter in aller Regel nicht sonderlich gut aus. Immer wieder gibt es Meldungen über Millionenzahlungen der Online-Glücksspielanbieter, welche gegen einzelne Vorgaben des Glücksspielgesetzes verstoßen. Das hat offenbar auch der schwedische Anbieter LeoVegas getan, der in den Augen der Gambling Commission gesperrte Spieler dazu verführt hat, Einsätze im Online Casino zu platzieren. Das wäre ein Verstoß gegen die Vorgaben zum Spielerschutz und dürfte dementsprechend drastische Folgen haben.

Tochter-Marken von LeoVegas im Fokus

Der LeoVegas-Gruppe droht in Großbritannien eine Menge Ärger durch die Gambling Commission. Das Online Casino, welches mit seiner Lizenz der britischen Behörden mit gleich mehreren Marken auf dem Markt aktiv ist, hat offenbar auch in mehreren Fällen gegen die Vorgaben zum Spielerschutz verstoßen. So jedenfalls formuliert es die Glücksspielbehörde, welche aktuell offenbar Ermittlungen gegen die Konzerngruppe unternimmt. Und die Vorwürfe der Kommission wiegen durchaus schwer.

So soll LeoVegas über verschiedene Tochter-Marken einen Spieler kontaktiert haben, obwohl sich dieser vom Spiel per Selbstausschluss sperren lies. Der Konzern verschickte trotzdem via verschiedener Anbieter Bonusangebote oder Freispiele an den Spieler, um diesen zum Spielen zu animieren. Darüber hinaus soll der betroffene Spieler auf einer weiteren Plattform des Anbieters noch im Januar diesen Jahres problemlos ein Spielerkonto erstellt haben – und das, obwohl seine Daten eigentlich hätten im Sperrsystem hinterlegt sein müssen. Als wäre das noch nicht schlimm genug, soll der Spieler mit der Kreditkarte der ahnungslosen Mutter offenbar rund 20.000 britische Pfund verspielt haben. Erst nachdem hohe fünfstellige Beträge vom Spieler gesetzt wurden, sollte dieser seine Identität nachweisen. Das Spielerkonto wurde daraufhin geschlossen.

Auch Kreditgeber im Geschäft involviert

Zurückgegriffen haben soll der Spieler bei der Beschaffung der notwendigen finanziellen Mittel offenbar auch auf Online-Kreditgeber. Diese Unternehmen vergeben Kleinkredite an Privatpersonen, ohne dass hierfür Sicherheiten hinterlegt werden. Problemspieler könnten, wie in diesem Fall, also schnell an Geld kommen und weiter spielen. Die britische Gambling Commission erklärte in Persona vom stellvertretenden Vorsitzen Tom Watson: „Das ganze System schein falsch herum zu laufen. Wir müssen Sofortmaßnahmen ergreifen, um das Spielen per Kreditkarte zu unterbinden und die Bombardierung von Problemspielern mit Glücksspiel-Werbematerial.“ Gleichzeitig kritisiert Watson den Vorgang, dass die Problemspieler erst dann ihre Identität in den Casinos nachweisen müssten, nachdem sie bereits hohe Summen verloren hätten. Aus diesem Grund fordert Watson bereits seit geraumer Zeit, dass Kunden noch vor der ersten Einzahlung bei einem Glücksspielanbieter ihre Identität nachweise müssen. Deutlich schwerer dürfte die Branche aber ein mögliches Verbot der Kreditkarten treffen, denn gerade in Großbritannien greift ein Großteil aller Spieler auf diese Zahlungsmethode zurück. Jährlich werden auf diesem Wege mehr als 8,5 Millionen Pfund von den Briten auf ein Wettkonto bzw. Spielerkonto eingezahlt.

Die Vorfälle rund um LeoVegas haben zudem eine Diskussion darüber entfacht, ob die Casinos ihre Spieler künftig noch detaillierter checken sollten. Verschiedene Politiker haben angeregt, dass die Anbieter erst prüfen müssen, ob sich ein Spieler seine Einsätze im Casino oder bei den Sportwetten überhaupt leisten könne. Nur wenn dies der Fall sei, könne der Spieler dann problemlos ein Konto eröffnen und seine Einsätze platzieren. Ein Problem dürfte hierbei allerdings der Datenschutz darstellen, denn die Glücksspielunternehmen würden durch diesen Schritt umfangreiche Einblicke auf Konten und finanzielle Transaktionen der Kunden haben. Das kann kaum im Sinne der Regierung sein. Ein Verbot der Kreditkartenzahlungen in den Casinos scheint hingegen durchaus möglich und dürfte in den kommenden Wochen und Monaten in Großbritannien wohl noch stärker als ohnehin schon diskutiert werden.

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