Las Vegas Sands richtet den Fokus künftig auf Asien – Verkäufe für 6,25 Milliarden Euro

Nach dem Tod von Unternehmensgründer Sheldon Adelson im Januar geht die Las Vegas Sands Corporation wie bereits angekündigt neue Wege. Die in Las Vegas ansässige Gesellschaft steht kurz davor, die Geschäftstätigkeit vom bisherigen Standort endgültig nach Asien zu verlagern. Im Zuge dessen trennt sich Las Vegas Sands von mehreren renommierten Hotel-Komplexen in der Glücksspielmetropole.

Bereits im Herbst sind Überlegungen durchgesickert,  bestehende Vermögenswerte in Las Vegas zu veräußern und stattdessen verstärkt auf dem florierenden asiatischen Markt zu investieren, der bereits seit längerem die größten Umsätze erwirtschaftet. Rund 90 Prozent der Erträge entfielen schon bislang auf die Aktivitäten in Asien.

Fokus auf Singapur und Macau

In Singapur und Macau wird Las Vegas Sands die bestehende Präsenz künftig mutmaßlich weiter ausbauen und versuchen, noch weitere Marktanteile zu bekommen. „Mit der Ankündigung des Verkaufs des Venetian Resort würdigen wir das Erbe von Herrn Adelson und schlagen ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte auf“, wird der Vorstandsvorsitzende Robert Goldstein vom „Wall Street Journal“ zitiert und untermauerte dabei auch die aktuellen Pläne: „Asien bleibt das Rückgrat unseres Unternehmens. Macau und Singapur genießen dabei höchste Priorität.“ Darüber hinaus will und wird sich die Las Vegas Sands Corporation aber auch verstärkt dem Online-Geschäft mit Glücksspiel und Sportwetten widmen, was der verstorbene Adelson weitgehend abgelehnt hatte.

Während mit den Verkäufen in Las Vegas in gewisser Weise auch eine Ära zu Ende geht, will sich das Unternehmen keineswegs ganz aus den USA verabschieden. Vielmehr wird der Hauptsitz in Nevada verbleiben. Zudem besteht Interesse daran, in Texas und New York, richtig Fuß zu fassen, wo Glücksspiel jeweils eine hohe Lobby besitzt. Entsprechende Pläne existieren auf jeden Fall. Ob es zur Umsetzung kommt, bleibt aber abzuwarten und hängt ein Stück weit auch von Genehmigungen ab.

Insgesamt fließen durch die Verkäufe rund 6,25 Milliarden US-Dollar in die Kassen der Las Vegas Sands Corporation, die damit für andere Aktivitäten ein ordentliches Budget zur Verfügung haben sollte. Vier Milliarden Euro bringt der Verkauf des Venetian, des Palazzo und des Sands Expo Convention Center an Vici Properties, einen Immobilieninvestment-Trust mit Sitz in New York City, der sich seit seiner Gründung 2017 auf Casino-Immobilien spezialisiert hat und mittlerweile unter anderem ein Portfolio von 29 Casinos vorweisen kann. Weitere 2,25 Milliarden Euro bezahlt Apollo Global Management, eine der weltweit größten Private-Equity-Gesellschaften für Beteiligungen an den Komplexen.

Corona-Krise hat ihren Anteil

Die Entscheidung zum Verkauf der Las-Vegas-Immobilien erfolgt nicht unbedingt zufällig zum jetzigen Zeitpunkt. Vielmehr hat die Corona-Krise mit vorübergehenden Stillständen und einem teilweise nahezu zum Erliegen gekommenen Tourismus der Branche enorme Einbußen beschert. Und zumindest in den nächsten Monaten werden die Folgen selbst bei einer günstigen Entwicklung der Pandemie noch deutlich zu spüren sein.

Wahrscheinlich benötigt Las Vegas in Abhängigkeit davon, wie schnell die Anzahl an Touristen und Geschäftsreisenden wieder das alte Level erreicht, sogar mehrere Jahre, um sich vollständig zu erholen. Immerhin machen die in Sachen Impfung zu verzeichnenden Fortschritte in den USA Hoffnung auf eine rasche Positiventwicklung. Das allerdings ist dann vor allem für die neuen Betreiber und nur noch bedingt für die Las Vegas Sands Corporation von Relevanz.

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