Kindred: Ärger mit den norwegischen Behörden

Der norwegische Glücksspielmarkt gilt nicht nur als enorm fortschrittlich, sondern auch als besonders gut überwacht. Die Behörden des Landes „fackeln“ in aller Regel nicht lange und verbannen Anbieter ohne entsprechende Lizenz innerhalb kürzester Zeit vom Markt. Das droht offenbar auch dem Glücksspielunternehmen Kindred. Gleich mehrere Marken des Konzerns sollen Spieler aus Norwegen ansprechen, obwohl das Unternehmen für den hiesigen Markt keine Lizenzen besitzt. Der Konzern wiederum ist sich keiner Schuld bewusst und reagiert mit Unverständnis.

Mehrere Kindred-Marken im Fokus der Behörden

In Norwegen wird die Luft für den Glücksspielkonzern Kindred dünn. Das Unternehmen ist im Visier der Glücksspielbehörde Stiftelsestilsynet und hat in den Augen der Behörde gegen norwegisches Recht verstoßen. Gleich mehrere Marken des Unternehmens sollen demnach Sportwetten und Online-Glücksspiele im Land zur Verfügung stellen, bzw. diese explizit für norwegische Spieler anbieten. Das Problem: Entsprechende Lizenzen für den Vertrieb in Norwegen besitzt Kindred mit diesen Marken nicht. Auf die Schliche gekommen sind die Ermittler dem Konzern vor allem dadurch, dass die Webseiten der betroffenen Marken in norwegischer Sprache erreichbar wären, gleichzeitig aber auch Zahlungen in norwegischen Kronen anboten. Laut der Behörde ist die Arbeit der Konzerne mit diesen Websites im Land daher illegal und soll eingestellt werden.

Kindred reagierte auf die Mitteilungen und Vorwürfe bereits, zeigte allerdings wenig Verständnis. So gab ein Sprecher des Unternehmens in einem Statement bekannt: „Die Kindred Gruppe ist ein Unternehmen mit einer internationalen Glücksspiellizenz. Die norwegische Glücksspielaufsicht hat nicht das Recht, gegen internationale Unternehmen vorzugehen, auch wenn diese Spieler aus Norwegen akzeptieren.“ Die Behörden allerdings sehen das anders und gaben der Kindred Gruppe jetzt eine Frist von vier Wochen, in denen die betroffenen Marken vom Markt verschwinden sollen.

Behörden wollen härter durchgreifen

Neben Kindred dürfte es in den kommenden Wochen noch einige weitere Anbieter geben, die sich intensiver mit der Glücksspielbehörde des Landes auseinandersetzen müssen. Mehrere Unternehmen wurden in der jüngeren Vergangenheit nämlich schon gewarnt und darum gebeten, sich mit ihren illegalen Aktivitäten vom Markt zurückzuziehen. Eine Reaktion der Konzerne gab es damals allerdings nicht, gleichzeitig wurden auch die Aktivitäten nicht eingestellt. Die Folge: Die Behörden des skandinavischen Landes wollen stärker durchgreifen und nach der „höflichen“ Bitte nun auf eine Sperre des Angebots zurückgreifen. Für norwegische Kunden bedeutet das, dass beim Aufrufen der Webseite eine Meldung angezeigt wird, dass diese in Norwegen nicht erreichbar sei. Hierfür kooperiert die Behörde mit den Internetprovidern des Landes.

Speziell Kindred steuert aktuell aber ohnehin in etwas unruhigem Fahrwasser – und das ausgerechnet in der Heimat Skandinavien. Der schwedische Glücksspielkonzern hat mit horrenden Problemen auf dem schwedischen Markt zu kämpfen, die hier zu einem Rückgang des Gewinns beigetragen haben. Die Beliebtheit ist zwar vorhanden, dennoch steht das Unternehmen in der Kundenzahl weit hinter dem staatlichen Angebot von SvenskaSpel. Darüber hinaus musste Kindred zuletzt deutlich mehr Geld in die Werbung in Schweden investieren, da der Glücksspielmarkt seit der Öffnung Anfang des Jahres deutlich stärkere Konkurrenz beinhaltet. Laut Konzern wurden im ersten Quartal schon fast vier Millionen Pfund für Werbemaßnahmen ausgegeben. Besonders ärgerlich: Aktuell wird in Schweden über ein Glücksspiel-Werbeverbot diskutiert, durch welches der Konzern noch einmal deutlich eingeschränkt werden könnte. Der Rückstand auf den staatlichen Anbieter jedenfalls dürfte dann noch einmal schwerer einzuholen sein. Ausgerechnet in der Heimat wird die Lage für Kindred aktuell also relativ unangenehm. Und das wiederum hat zur Folge, dass der Aktienkurs des Unternehmens in den letzten Wochen ein gutes Stück abgerutscht ist. Es wird spannend zu sehen sein, wie sich die Schweden aus dieser Situation befreien wollen.

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