Japan: Strenge Vorgaben für erste landbasierte Casinos

Auch wenn die japanische Bevölkerung durchaus als spielfreudig gilt, hat die Regierung das Glücksspiel bisher enorm kritisch betrachtet. Das ist zwar noch immer so, dennoch zielt das Land ganz offenbar darauf ab, künftig landbasierten Betrieben den Zugang zum Markt zu ermöglichen. Natürlich nicht, ohne umfangreiche Anforderungen und Vorgaben aufzustellen.

Japan denkt groß

Bislang müssen sich die Glücksspiel-Fans in Japan vor allem mit dem Spiel Pachinko zufrieden geben. Hierbei handelt es sich um ein Glücksspiel, welches in Japan ganz legal und in zahlreichen Spielstätten gespielt werden kann. Das Glücksspiel in den Casinos wiederum spielte in Japan bislang noch überhaupt keine Rolle. Das soll sich nun allerdings ändern – und die Japaner haben auch schon ganz konkrete Vorstellungen davon, wie der Glücksspielbetrieb künftig aussehen soll. So viel lässt sich sagen: Es soll groß werden, gleichzeitig aber auch enorm streng reguliert. Die Vorgaben zum Beispiel für die Ausrichtung der Glücksspiele haben es in sich.

Bisher sind drei große Casino-Resorts geplant. Und Resorts ist dabei auch wirklich die passende Bezeichnung, denn die Japaner steuern hier klar in Richtung der Sphären von Las Vegas oder Macau. Möchte ein Unternehmen eine Lizenz erhalten, muss das Casino-Resort einige Auflagen erfüllen. Hierzu gehört zum Beispiel die Vorgabe bei der Größe. Um zu vermeiden, dass nur reine Spiel-Komplexe errichtet werden, stellt die japanische Regierung genaue Vorgaben bei der Größe auf. Das bedeutet im Detail, dass neben den Spieltischen und Automaten noch mindestens 10.000 Quadratmeter Fläche für Hotelzimmer zur Verfügung stehen müssen. Damit erreichen die neuen Bauten problemlos eine Größe von vergleichbaren Objekten in Las Vegas und dürften laut Experten mit rund 2.000 Zimmern bestückt sein. Zusätzlich werden Konferenzsäle, Ausstellungsräume und Gebäude für Messen gefordert.

Standorte bei Kommunen bisher nicht sonderlich gefragt

Während planungstechnisch also bereits die Weichen gestellt wurden, klemmt es derzeit noch an anderer Stelle. Noch manget es an Interesse der sogenannten Präfekturen, die in Japan mit Bundesländern in Deutschland vergleichbar sind. Insgesamt 47 davon gibt es, bislang allerdings haben sich mit Osaka, Nagasaki und Wakayama erst drei dieser Präfekturen für einen der Standorte beworben. Der Grund ist, dass die meisten Kommunen Auswirkungen auf die eigene Bevölkerung befürchten und trotz der glorreichen Aussichten für Wirtschaft und Arbeitsmarkt so lieber noch die „Finger davon lassen“. Das liegt allerdings auch der japanischen Regierung am Herzen. Diese macht durch verschiedene Vorgaben deutlich, dass es vor allem die ausländischen Touristen sein sollen, die das Geld in die Betriebe bringen.

Werbung darf von den Casinos zum Beispiel nur in den Transitzonen der Flug- und Seehäfen geschaltet werden. Andere Werbemaßnahmen sollen ausgeschlossen werden, um die eigene Bevölkerung davor zu schützen. Zudem möchte das Land eine monatliche Obergrenze für die Spieler festsetzen, was die gesetzten Gelder und die Anzahl der Besuchein einer Spielstätte betrifft. Darüber hinaus wird erwägt, ein Eintrittsgeld von rund 55 US-Dollar von den Einheimischen zu verlangen, um deren Spielverlangen auch auf diese Art und Weise auszubremsen.

MGM hat es auf Osaka abgesehen

Trotz der scharfen Beschränkungen wurde international allerdings schon Interesse an den Standorten in Japan begründet. Insbesondere der US-Glücksspielkonzern MGM Resorts ist offenbar stark daran interessiert, auf dem Markt in Asien Fuß zu fassen. In diesem Zusammenhang gab man bekannt, dass mit einer Investitionssumme von rund 8,5 Milliarden US-Dollar rechne, sollte man die Lizenz für den Standort Osaka erhalten. Dass es ausgerechnet Osaka wird, begründet Jim Murren, der CEO der MGM Resorts: „Wir haben uns dazu entschlossen, uns voll und ganz auf Osaka zu konzentrieren, denn wir glauben, dass dort das erste Casino-Resort lizenziert werden wird.“ Gleichzeitig hab Murren aber auch bekannt, dass man nicht mit einer schnellen Vergabe der Lizenzen rechne und stattdessen davon ausgehe, dass die Behörden erst Anfang 2020 die Lizenzen verteilen. Das wiederum dürfte MGM in die Karten spielen, immerhin hätte man so noch genügend Zeit, sich auf alle Vorgaben und Bedingungen einzustellen. Kurios: MGM hat mit er Las Vegas Sands einen prominenten Mitbewerber, dessen Inhaber und Milliardär Sheldon Adelson ein guter Freund des US-Präsidenten Donald Trump ist. Und der soll laut verschiedenen Spekulationen bereits ein gutes Wort für Las Vegas Sands bei der japanischen Regierung eingelegt haben. Der Kampf um den neuen Markt Japan dürfte spätestens damit eröffnet sein.

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