Italien: Droht eine Steuer für Glücksspielgewinne?

Das Glücksspiel in Italien boomt, die Branche macht jährlich einen Umsatz von rund 100 Milliarden Euro. Gleichzeitig ist die Staatsverschuldung des südeuropäischen Landes hoch. Die logische Folge: Die Glücksspielsteuer soll verändert bzw. angehoben werden. Wurden bisher nur Lotteriegewinne besteuert, könnte es jetzt auch die „kleinen Spieler“ treffen. Doch es gibt ein ganz anderes Problem, denn die Spieler könnten aufgrund der Steuer künftig ihre Gewinne behalten, anstatt diese wieder zu setzen – und dann droht der Branche durchaus ein Umsatz-Problem.

Hoher Umsatz, aber geringer Grundeinsatz

Während in Italien noch immer der Kampf um das Glücksspiel-Werbeverbot tobt, hat die Glücksspielbranche jetzt noch mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen. Dieses mal sind die Unternehmen allerdings nur indirekt betroffen. An den Kragen gehen könnte es vor allem den italienischen Spielern. Wurden kleinere Gewinne bisher steuerfrei an die Spieler ausgezahlt und nur Lotterie-Jackpots besteuert, strebt die Regierung offenbar einen Richtungswechsel an. Geplant ist demnach, auch für kleinere Gewinne ein Steuermodell einzuführen. Im schlechtesten Fall könnten die Spieler dann bis zu 23 Prozent des Gewinns als Steuer abdrücken müssen.

Die Einführung gilt dabei laut Experten nahezu als sicher. Immerhin ist die Staatsverschuldung des Landes enorm und durch die zusätzlichen Abgaben könnte die Belastung deutlich gemindert werden. Bei Spielern allerdings dürfte das neue Gesetz auf wenig Gegenliebe treffen. Und das Problem könnte sich dann auch auf die Glücksspielbranche ausdehnen.

Droht der Branche ein Einbruch?

Der Grund hierfür liegt im Umsatz der Glücksspielbranche. Rein theoretisch betrachtet ist dieser mit 100 Milliarden Euro im Jahr hervorragend. Allerdings liegt der Einsatz der Spieler bei „nur“ 20 Milliarden Euro. Die restlichen 80 Milliarden Euro sind also Gewinne, die von Spielern direkt wieder in das Glücksspiel investiert werden. Experten befürchten nun, dass sich Spieler aufgrund der Steuer eher dazu entscheiden, Gewinne in kleineren Kategorien zu behalten, anstatt diesen wieder einzusetzen. Der Branche würde somit ein Umsatzproblem drohen. Die Debatte rund um die Steuererhöhung geht gerade erst in die erste Runde. Schon jetzt gilt aber als sicher, dass es wohl einige Gegenstimmen geben wird. Auch in Italien ist die Branche mächtig und dürfte mit dieser Änderung nicht einverstanden sein.

Deutsche Spieler müssen sich rund um eine Glücksspielsteuer keine Gedanken machen. Als Glücksspiel gelten hier Einsätze und Gewinne, die rein auf dem Glück oder Zufall basieren und nicht auf dem Können oder Geschick. Sämtliche Glücksspielgewinne, mit Ausnahme von Sportwetten, sind in Deutschland deshalb steuerfrei. In den USA wiederum werden zum Beispiel die Gewinne aus Lotterien versteuert, wodurch die Beträge oftmals horrend gemindert werden. In Deutschland müssen aber auch Lotteriegewinner keine Minderung durch eine Steuer befürchten. Anders wäre es, wenn durch das Glücksspiel ein dauerhaftes Einkommen geschaffen wird. Dann muss die Einkommenssteuer auf die Gewinne gezahlt werden. Eine echte Glücksspielsteuer würde es dann aber trotzdem nicht geben.

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