Irland: Kommt auch hier das Kreditkartenverbot für Glücksspiele?

Der europäische Glücksspielmarkt wird zwar von jedem Land ganz individuell gehandhabt, dennoch steuern die Nationen in vielerlei Hinsichten immer wieder auf Gemeinsamkeiten zu. Momentan treibt viele Länder offenbar die Lust auf ein Verbot der Kreditkartenzahlungen für Glücksspiele an. In Großbritannien wird dieses ab April 2020 greifen. Auch die irischen Nachbarn scheinen nicht abgeneigt. Genau das Gleiche gilt für die Behörden auf dem spanischen Glücksspielmarkt.

Hat die Kreditkarte im Online Casino ausgespielt?

Über Jahre hinweg war die Kreditkarte vor allem im englischsprachigen Raum ein enger Begleiter der Spieler im Online Casino. Die meisten Briten besitzen eine Kreditkarte und können so problemlos innerhalb weniger Sekunden Gelder auf ihr Spielerkonto einzahlen. Doch damit ist bald Schluss. In England sind die Kreditkartenzahlungen in den Online Casinos ganz offiziell ab April 2020 verboten. Nun mehren sich die Gerüchte, dass auch der Nachbar aus Irland diesen Weg beschreiten könnte. In den letzten Wochen nehmen hier die Forderungen zu, dass sich die irischen Behörden ein Beispiel an der UK Gambling Commission nehmen sollen und ebenfalls die Kreditkartenzahlungen für Casinos oder Sportwetten untersagen.

Einer der Befürworter eines derartigen Verbots ist Barry Grant, der als Vorstandsvorsitzender der Wohltätigkeitsorganisation Gambling Ireland aktiv ist. Dieser erkläre gegenüber einem Online-Magazin, dass seine Organisation die Kreditkarten im Zusammenhang mit dem Glücksspiel für ein ernstes Problem halte. Aus diesem Grund unterstützte man den Gedanken, dass die Kreditkarten als Zahlungsmittel gestrichen werden. Gegenüber dem Magazin sagte Grant: „Wir arbeiten jeden Tag mit Menschen zusammen, die massive Glücksspielschulden durch ihre Kreditkarten angehäuft haben. In einigen Fällen verwenden die Leute die Kreditkarten ohne Wissen von Familienmitgliedern.“

Banken sollen stärker kontrollieren

Überraschenderweise nahm Grant die Glücksspielbranche in diesem Zusammenhang in Schutz und erklärte, dass kein Casino-Anbieter oder Buchmacher es jemals zulassen würde, dass Kunden bei ihm auf Kredit spielen. Die Banken wiederum würden derartige Zahlungen auch dann durchlassen, wenn die Kontoauszüge des Kunden ganz eindeutig auf Glücksspielschulden hinweisen würden. Anders herum würden die Banken bei einer Kreditvergabe die Auszüge jedoch auf mögliche Glücksspielausgaben prüfen. Das würde wiederum dazu führen, dass die Bank einen negativeren Eindruck von den Kreditanwärtern erhält. Wesentlich schlimmer findet Grant allerdings die Tatsache, dass die Kreditkarten-Spieler mit ihrem Verhalten oftmals auch Angehörige schwer belasten. Alle diese Aspekte könnten einer der Hauptauslöser beim Rückfall in problematische Spielmuster sein, so der Experte.

Unterstützung bekommt Grant in seiner Einstellung von der Vereinigung der irischen Buchmacher, der Irish Bookmakers Association. Diese wurde im Jahre 2005 gegründet und ist die mächtigste Zusammenkunft irischer Buchmacher auf dem Markt. Zu den Mitgliedern gehören die größten Anbieter wie etwa Ladbrokes oder BoyleSports. Die Vorsitzende Sharon Byrne erklärte in diesem Zusammenhang, dass die irischen Wettanbieter derartige Anmerkungen sehr ernst nehmen würden. Alles, was den Verbraucherschutz verbessere, solle daher möglichst zügig umgesetzt werden. Aus diesem Grund wolle man dieses Thema bei der nächsten Verbandssitzung Ende Januar besprechen. Allerdings: Byrne sieht gewisse Gefahren darin, dass die Freiheitsrechte der Kunden eingeschränkt werden. Immerhin sollte es jedem Spieler selbst überlassen sein, welche Zahlungsmöglichkeiten und Gelder er in seiner Freizeit nutzen bzw. einsetzen möchte.

Alle gegen die Kreditkarten

Es scheint so, als wäre der Kampf gegen die Kreditkarten derzeit eines der wichtigsten Themen für verschiedene Glücksspielbehörden. Intensiv vorgegangen wurde gegen die Kartenzahlungen in den letzten Monaten in Großbritannien. Hier wird tatsächlich ab April ein neues Gesetz eingeführt, welches die Nutzung von Kreditkarten für Glücksspielangebote untersagt. Darüber hinaus beschäftigen sich die britischen Glücksspielbehörden gerade mit dem sogenannten Buy-In-Feature. Hierbei handelt es sich um ein modernes Feature vieler Online Casinos, mit welchem die Spieler die Freispielrunden in einigen Slots direkt auslösen können. Fällig werden hierfür allerdings enorme Einsätze, die nicht selten dem 100-Fachen des regulären Rundeneinsatzes entsprechen. Aus diesem Grund sind die Buy-Ins bei den Behörden scharf in der Kritik. Vorgeworfen wird den Unternehmen, die Spieler so bewusst zu größeren Einsätze zu animieren. Insgesamt sechs Betreiber konnte die UKGC laut eigener Aussage ausfindig machen, bei denen ein derartiges System zum Einsatz gekommen ist. Alle sechs Betreiber hätten aber auch bereits reagiert und die Spiele aus ihrem Angebot genommen.

Abgesehen von Großbritannien und Irland ist zudem auch der spanische Markt aktuell von einer Debatte über ein mögliches Verbot für Kreditkarten betroffen. Hier könnte das Verbot der Kreditkartenzahlungen sogar Hand in Hand mit einem Werbeverbot für die Glücksspielbranche gehen.

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