Immer mehr Spielbanken: Liechtenstein auf dem Weg zum Las Vegas Europas?

Das Fürstentum Liechtenstein ist mit rund 160 Kilometern² und etwa 38.000 Einwohnern nicht nur einer der kleinsten Staaten Europas, sondern sogar weltweit sind nur fünf andere Länder kleiner. Und dennoch ist Liechtenstein immer mehr dabei, sich einen Ruf als europäisches Glücksspielparadies aufzubauen. Alleine in den vergangenen vier Jahren wurden sechs neue Spielbanken genehmigt und aus dem Boden gestampft. Damit ist die Entwicklung aber offenbar noch lange nicht am Ende.

Das Casino Admiral in Ruggell war im August 2017 das erste, das seine Pforten öffnete. Nur zwei Monate später folgte das Casino Schaanwald im gleichnamigen Ort, ehe 2019 der Club Admiral in Triesen und das Grand Casino in Bendern folgten. Als die Corona-Pandemie vorübergehend abgeklungen war, kam im September 2020 noch das Casino 96 in Balzers hinzu, während eine sechste Spielbank in diesem Jahr in Schaan eröffnen wird.

Noch weit von der Casino-Dichte Las Vegas‘ entfernt

Wie die Tageszeitung “Vaterland“ berichtet, sind darüber hinaus noch mindestens drei weitere Casino-Projekte im kleinen, zwischen Österreich und der Schweiz gelegenen Staat im Gespräch. Spekulationen ranken sich unter anderem um ein Grundstück in der Gemeinde Schaan, die damit ein drittes Casino auf engstem Raum bekäme. Mit den Zocker-Paradiesen Las Vegas und Macau könnte Liechtenstein damit aber noch lange nicht mithalten. Las Vegas umfasst eine etwas doppelt so große Fläche wie Liechtenstein, beherbergt aber satte 136 Casinos. In Macau, nur rund 20 Prozent so groß wie Liechtenstein, stehen immerhin 41 Spielbanken. Um auf die Casino-Dichte von Las Vegas zu kommen, wären in Liechtenstein umgerechnet 64 Casinos nötig. Und so viele Spielbanken dürfte der kleine Staat trotz des aktuellen Booms kaum eröffnen – zumal Liechtenstein im Vergleich zu Las Vegas über weitaus weniger Einwohner verfügt und auch deutlich weniger Touristen begrüßen kann.

Nichtsdestotrotz ist die Entwicklung unverkennbar, hat aber natürlich auch ihre Gründe, die über die schöne Landschaft Liechtensteins hinausgehen. Denn im Fürstentum profitierten Casino-Betreiber von niedrigeren Steuersätzen im Vergleich zu den Nachbarländern Schweiz und Österreich sowie auch Deutschland. Während in Deutschland der Fiskus durchschnittlich rund 60 Prozent der Bruttospielerträge für sich beansprucht, sind es in der Schweiz zwischen 40 und 80 Prozent sowie in Österreich 30 Prozent. In Liechtenstein liegt der Satz zwischen 17,5 und 40 Prozent.

Bedenken innerhalb der Bevölkerung

Dass sich die Casinos damit auch für das Land lohnen, steht außer Frage. Alleine für das Jahr 2019 wurde mit Einnahmen in Höhe von 29 Millionen Schweizer Franken kalkuliert, wobei zwei Casinos erst im Laufe des Jahres eröffneten. Die Prognose, dass die Steuereinnahmen weiter ansteigen werden, ist somit nicht allzu gewagt – immer vorausgesetzt natürlich, Corona stellt die Branche nicht noch längere Zeit vor Probleme.

In Liechtenstein sieht indes nicht jedermann die zunehmende Entwicklung zum Mekka für Glücksspielfans positiv. Vielmehr gibt es durchaus auch kritische Stimmen, die um den Ruf des Landes fürchten und eine wachsende Spielsuchtproblematik auch für einheimische Bevölkerung befürchten. Auf politischer Ebene wurden diese Bedenken durchaus registriert. Die Regierung betont damit konfrontiert aber, dass ein natürliches Limit vorhanden sei und spätestens dann, wenn zwischen den bereits aktiven Casinos ein Verdrängungswettbewerb einsetze, der Bau weiterer Spielbanken nicht mehr lukrativ sein wird.

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