Hard Rock: Justiz-Schlacht wegen Griechenland-Lizenz?

Griechenland gilt für viele große Glücksspielkonzerne derzeit als wichtige Region. Hier wird die Hellinikon Lizenz vergeben, mit der ein Unternehmen auf dem ehemaligen Athener Flughafen ein Casino-Resort betreiben darf. Dementsprechend hitzig geht es zu, da die entscheidende Phase immer näher rückt. Das könnte jetzt sogar dazu führen, dass sich eine Justiz-Schlacht zwischen der Hard Rock International und den griechischen Behörden ergibt. Jedenfalls droht der Konzern damit. Doch was sind die Gründe?

Wer bekommt Griechenland?

Seit etwas mehr als einem halben Jahr ist klar, dass in Griechenland auf dem ehemaligen Athener Flughafen ein neues Casino-Resort entstehen soll. Die Fläche ist riesig, ebenso wird ein riesiges Bauprojekt angestrebt. Schon jetzt zählt der Casino-Bau zu den größten Bauprojekten Europas. Dementsprechend heiß sind gleich mehrere Glücksspielriesen darauf, im Lizenzierungsverfahren mit der heiß begehrten Lizenz ausgestattet zu werden. Einen herben Rückschlag könnte es jetzt allerdings für die Hard Rock International Gruppe geben. Ein Online-Magazin berichtete jüngst, dass die Bewerbungen des Konzerns Fehler aufweisen. Das könnte schwere Folgen haben und im schlimmsten Fall zum Ausschluss aus dem Bewerbungsverfahren führen.

Konkret geht es hierbei laut einem Bericht der griechischen Glücksspielbehörde (Hellenic Gaming Commission) um Fehler in der Garantieerklärung und das Fehlen der Nachweise rund um die Erfahrung im Bau und Betrieb von Glücksspieleinrichtungen. So stehe laut Bericht außer Frage, dass Hard Rock mehrere Glücksspieleinrichtungen betreibt bzw. verwaltet. Es gehe jedoch nicht aus den Unterlagen hervor, ob diese nur übernommen oder selbst errichtet wurden. Darüber hinaus soll es dem Bericht zufolge auch unklare Punkte im Bereich der Finanzierung geben. Für den US-Konzern kommt diese Meldung eigentlich zur denkbar falschen Zeit, denn der Lizenzierungsprozess soll so langsam in seine heiße Phase gehen. Gut möglich, dass eine Entscheidung ohne Rücksicht auf Hard Rock getroffen wird.

Konzern wehrt sich gegen mögliches Ausscheiden

Der Konzern hat auf die Gerüchte rund um die Bewerbungsunterlagen bereits reagiert. Gegenüber lokalen Medien teilte man mit, dass man entschlossen sei, für sein Recht zu kämpfen und notfalls bis vor den Europäischen Gerichtshof für eine Entscheidung ziehen werde. Das dürfte die griechischen Behörden nicht sonderlich erfreuen. In mehrfacher Hinsicht. Zum einen dürfte der Prozess gegen den Glücksspielriesen enorme finanzielle Mittel verschlingen. Ein Gut, über das Griechenland bekanntlich nicht über die Maße hinaus verfügt. Darüber hinaus schätzen Beobachter, dass sich der gesamte Lizenzierungsprozess bei einer Klage enorm verschieben würde. Die Lizenz an ein anderes Unternehmen könnte erst nach einer Klärung des Falls ausgestellt werden. Das wiederum würde unter anderem die Baumaßnahmen deutlich verschieben. Zusätzlich könnten sich andere Unternehmen an Hard Rock ein Beispiel nehmen und ebenfalls auf die Idee kommen, die griechischen Behörden aufgrund eines Ausschlusses aus dem Bewerbungsverfahren zu verklagen.

Dass Hard Rock hier nicht gewillt ist, einen Rückzieher zu machen, verwundert angesichts der Möglichkeiten und Dimensionen rund um das griechische Projekt nicht. Die Fläche des alten Flughafens beträgt rund 620 Hektar und ist damit ungefähr drei Mal so groß wie ganz Monaco. Geplant ist hier nicht nur ein Casino-Komplex, wobei allein dieser rund 15.000 Quadratmeter Fläche umspannen soll. Angedacht sind mehr als 1.200 Automaten und 120 Spieltische, zudem soll ein Fünf-Sterne-Hotel mit mindestens 2.000 Betten für die Besucher errichtet werden. Griechen und Ausländer können aber auch auf dem neuen Komplex eine Wohnung mieten oder kaufen. Insgesamt sollen 8.000 Wohnungen, ein Hafen, zahlreiche Restaurants, ein Einkaufspark, ein Museum und ein Theater-Komplex erbaut werden. Ein echtes Mammut-Projekt, dass Experten zufolge insgesamt Investitionskosten von mehr als acht Milliarden Euro verschlingen dürfte. Wann genau der neue Komplex fertiggestellt werden sein soll, ist noch nicht bekannt. Es dürften allerdings noch ein paar Jahre vergehen. Vor 2025 wird vermutlich noch keine Wohnung beziehbar sein und noch kein Einsatz an Spieltischen platziert werden.

Klare Vorgaben der Behörden

Zunächst einmal muss aber geklärt werden, wer für den Betrieb des Casino-Komplexes überhaupt in Frage kommt. Und die Behörden haben hier durchaus klare und strenge Vorgaben aufgestellt. Bewerber sollen sich zum Beispiel mit rund 500 Millionen Euro am Umbau beteiligen und gleichzeitig ihr Wissen in diesem Bereich einbringen. Darüber hinaus müssen die Konzerne laut Lizenzvorgaben mindestens eine Gebühr von 30 Millionen Euro für den Start zahlen und eine Eigenkapitaleinlage von mindestens 200 Millionen Euro vorweisen. Innerhalb der letzten drei Geschäftsjahre muss zudem ein Bruttoumsatz von mindestens 400 Millionen Euro erzielt worden sein.

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