GVC Holdings: Konzern legt starkes Online-Wachstum hin

Vor wenigen Tagen hat der britische Glücksspielriese GVC Holdings seine Geschäftszahlen für das Jahr 2018 veröffentlicht. Der Großteil der Zahlen liefert Grund zur Freude, denn vor allem im Online-Geschäft konnte ein starkes Wachstum vorgelegt werden. Gleichzeitig stockt aber der stationäre Handel, wobei hierdurch aber laut GVC kein Grund zur Sorge besteht.

Gewinn in 2018 besser als 2017

Zufriedenstellen dürfte den Glücksspielriesen aus Großbritannien generell, dass der Gewinn im Jahre 2018 im Vergleich zum Jahr 2017 gesteigert werden konnte. So wurden 2017 noch 3,3 Milliarden Euro Gewinn verbucht, 2018 konnte dieser auf 3,6 Milliarden Euro gesteigert werden. Insgesamt also ein Zuwachs von neun Prozent, der natürlich als positiv und erfreulich bewertet werden kann. Das bestätigt auch CEO Kenneth Alexander, der als Grund für den Zuwachs unter anderem die Übernahme von Ladbrokes Coral angibt. So sagte der Geschäftsführer im Rahmen der Veröffentlichung der Geschäftszahlen: „Das Jahr 2018 war für die Unternehmensgruppe von vielen Umwälzungen geprägt. Der Abschluss der Übernahme von Ladbrokes Coral im März hat die Gruppe zum weltweit größten Online-Sportwetten und- Glücksspielbetreiber gemacht. Eine ausgezeichnet operative Umsetzung, ein effektives Marketing und eine gute Fußballweltmeisterschaft haben sowohl der alten GVC-Gruppe als auch der neu erworbenen Ladbrokes Coral-Gruppe geholfen, alle Erwartungen zu übertreffen.“

Was auf der einen Seite nach einem richtig starken Jahr klingt und dies auch ist, lässt an anderen Stellen allerdings noch ein wenig zu Wünschen übrig. Insbesondere der stationäre Handel entwickelt sich nämlich nicht wie gewünscht, was vor allem mit härteren Vorgehensweisen der britischen Gambling Commission zu tun hat.

FOBTs werden abgeschafft

Kritiker bemängeln, dass die Übernahme von Ladbrokes Coral zwar wichtig war, allerdings zu einem vollkommen falschen Zeitpunkt durchgeführt wurde. Diese Ansicht kann man durchaus teilen. Immerhin erfolgte die Übernahme im März 2018 und damit genau zu der Zeit, als die britische Gambling Commission eine deutlich härtere Gangart gegen die FOBT-Terminals ankündigte. Bei diesen Terminals handelt es sich um sogenannte Fixed Odds Betting Automaten. Die Kunden können an den kleinen Geräten zum Beispiel Sportwetten platzieren, gleichzeitig aber auch Roulette oder andere Spielvarianten spielen. Der maximale Einsatz liegt hier bei bis zu 100 Pfund pro Runde und genau das ist der britischen Gambling Commission ein Dorn im Auge. Ab April 2019 dürfen Spieler dann nur noch maximal zwei Pfund pro Runde an den Automaten einsetzen. Der Konzern rechnet mit enorm Umsatzeinbußen und in diesem Zusammenhang auch mit zahlreichen Schließungen. Rund 1.000 Wettbüros der Ladbrokes Coral Gruppe könnten demnach laut Konzern  betroffen sein und geschlossen werden müssen. Bereits jetzt haben sich die baldigen Einbußen zudem schon merklich auf den Gewinn des stationären Betriebs ausgewirkt. Dieser liegt bei 1,33 Milliarden Pfund und damit rund fünf Prozent unter dem Nettogewinn aus 2017.

Glücklicherweise gibt es für die GVC Holdings neben dem britischen Markt aber noch zahlreiche weitere Märkte für den landbasierten Handel. Und da entwickeln sich die Dinge deutlich positiver. In Europa konnte die GVC Holdings ein Gewinn von 278 Millionen Pfund verbuchen und konnte diesen somit im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent steigern. Darüber hinaus entwickeln sich auch die Online-Casinospiele und Sportwetten prächtig.

Online-Gewinn steigt um 19 Prozent an

Unterm Strich bringt das Online-Geschäft im Jahr 2018 ein Gewinnplus von 19 Prozent im Vergleich zu 2017 auf die Waage. Gerade der Sportwetten-Sektor läuft hervorragend. Die GVC ist mit gleich mehreren bekannten Marken wie bwin, Sportingbet, Ladbrokes, Coral oder Crystalbet aktiv und konnte mit diesen Konzernen ein Gewinnplus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr einfahren. Konkret bedeutet das, dass die Gewinne von 1,3 Milliarden Pfund auf 1,5 Milliarden Pfund angehoben werden konnten. Insbesondere bwin kann als Top-Marke bezeichnet werden, da hier ein Gewinnplus von ganzen 27 Prozent vermeldet werden konnte. Es zeigt sich also, dass die neuesten „Pferde im Stall“ nicht automatisch immer auch die besten sein müssen. Immerhin wurde bwin von der mächtigen Konzerngruppe bereits im Jahr 2015 erworben.

Gut sieht es allerdings auch bei den Online-Glücksspielen aus, welche die GVC Holdings zum Beispiel über den CasinoClub anbietet. Weitere bekannte Marken sind hier PartyPoker oder das Gala Casino. Insgesamt konnten die Online-Glücksspielanbieter der GVC Holdings einen Gewinnanstieg von 16 Prozent vorweisen, so dass der Nettogewinn hier nun bei 351 Millionen Euro liegt. Hier ist es vor allem das Unternehmen PartyPoker, welches mit einem Gewinnanstieg von 40 Prozent als echter „Gipfelstürmer“ bezeichnet werden kann.

Laufendes Jahr hat gut begonnen

Neben den guten Zahlen aus dem Jahr 2018 hat auch das Jahr 2019 schon wieder gut für die GVC Holdings begonnen. Vom 24. Januar bis zum 24. Februar konnte im Online-Gaming im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von mehr als 20 Prozent beobachtet werden, zudem sieht der Konzern auch möglichen Spannungen durch einen Brexit entgegen. Bereits vor geraumer Zeit wurden die Server der Briten nach Gibraltar verlegt, um so sicherstellen zu können, dass auch im Falle eines Brexits die europäischen Unternehmen weiter mit den Servern arbeiten können. Die GVC Holdings ist dabei längst nicht die einzige Konzerngruppe, die sich mit dieser Thematik beschäftigen muss. Der britische Buchmacher bet365 zum Beispiel wird seinen operativen Hauptsitz im Falle des Brexits wohl von Gibraltar nach Malta verlagern.

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