Großbritannien: MoPlay droht Ärger durch Manchester United

Vor allem in den letzten Monaten hat der junge Glücksspielanbieter MoPlay für viel Aufmerksamkeit sorgen können. Nicht nur in der britischen Heimat, sondern zum Beispiel auch in Deutschland wurden Partnerschaften mit bekannten Vereinen ins Leben gerufen. Diese haben die Prominenz des Anbieters im Handumdrehen gesteigert, jetzt allerdings gibt es in Großbritannien genau aufgrund dieser Partnerschaften eine Menge Ärger. Der Fußballverein Manchester United verklagt den Glücksspielanbieter und bezieht sich dabei auf noch offene Forderungen für einen abgeschlossenen Werbe-Deal.

Vollgas seit August 2018

Erst seit etwas mehr als einem Jahr ist der Glücksspielanbieter MoPlay auf dem Markt aktiv. Bereits zur damaligen Zeit war die Konkurrenz in der Branche so enorm groß, dass nur durch hochkarätige Partnerschaften die notwendige Aufmerksamkeit gewonnen werden konnte. Hinter dem Angebot – und damit auch hinter den Partnerschaften – steht die Addison Global. Hierbei handelt es sich um ein Unternehmen mit Sitz auf Gibraltar, welches jetzt vom britischen Fußballverein Manchester United verklagt wird. Wie britische Medien berichten, geht es hierbei um ausstehende Zahlungen aus dem Werbe-Deal, der erst im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde.

Beide Parteien einigten sich damals auf eine Kooperation im Wert von rund zwölf Millionen Pfund. MoPlay sicherte sich durch die vermeintliche Zahlung dieser Summe unter anderem das Recht, als globaler Sportwetten-Partner des Traditionsclubs in Erscheinung zu treten. Manchester United gehört weltweit zu den Fußballvereinen mit den meisten Anhängern, es wurde also dementsprechend eine riesige Zielgruppe angesprochen. Doch mit Beginn der Partnerschaft stellten sich offenbar Probleme ein.

Lediglich einen Bruchteil des Geldes erhalten

So wartet Manchester United nach Angaben der eigenen Rechtsanwälte noch immer auf einen Großteil der Zahlungen. Von den angekündigten zwölf Millionen Pfund seien derzeit noch immer mehr als neun Millionen Pfund offen. Zudem würde man seit Anfang des Jahres noch auf ausstehende Raten in Höhe von rund zwei Millionen Pfund warten. Ebenfalls Anfang des Jahres hatte die Addison Global die Partnerschaft mit dem Premier-League-Verein überraschend beendet. Für das Unternehmen aus Gibraltar könnte es jetzt allerdings richtig teuer werden. Sind die Anwälte des Premier-League-Riesen erfolgreich, kommen zusätzlich zu den ausstehenden Zahlungen noch einmal Anwalts- und Gerichtskosten, sowie Verzugszinsen in Höhe von fast neun Prozent dazu. Insgesamt beläuft sich der offene Betrag damit schon jetzt mühelos auf mehr als zehn Millionen Pfund.

Betroffen sein könnte von dem Ende der Zusammenarbeit auch nicht nur der britische Fußballverein aus Manchester. Ebenfalls ein Partner des Glücksspielanbieters ist auch der FC Watford. Hier allerdings wurde zumindest öffentlich noch kein Ende der Partnerschaft mitgeteilt. Weder von Seiten des Glücksspielanbieters noch von Seiten des Fußball-Clubs. Auch ein deutscher Verein könnte allerdings betroffen sein: Hertha BSC. Erst seit Februar dieses Jahres sind die Berliner in einer Kooperation mit MoPlay aktiv. Auch hier gibt es bislang aber noch keine Hinweise darauf, dass die Zusammenarbeit beendet worden sein könnte.

Trotz starker Regulierung: Fußball braucht die Glücksspielanbieter

Wer den britischen Fußball oder die britische Glücksspielbranche in den letzten Jahren verfolgt hat, wird den immer größer werdenden Einfluss der Glücksspielunternehmen ohne Zweifel entdeckt haben. Tatsächlich sind die Fußballvereine mittlerweile enorm glücklich über die Partnerschaften, die allerdings auch enorm stark in der Kritik stehen. Dennoch: Jahr für Jahr bringen diese Kooperationen den britischen Sportvereinen Millionen ein. So sollen die Top-Clubs nicht selten zehn Millionen Pfund oder mehr pro Jahr erhalten, ähnlich sieht es auch in der deutschen Bundesliga aus. In Großbritannien mussten die Glücksspielanbieter zuletzt allerdings auch immer stärkeren Gegenwind hinnehmen, so dass befürchtet wird, dass sich der Markt nach und nach ins Aus reguliert.

Der britische Gesetzgeber hat die Werberichtlinien für die Branche zuletzt deutlich verschärft, gleichzeitig kündigten die Glücksspielanbieter aber auch von sich aus an, die Werbung zum Beispiel im britischen Fernsehen deutlich zu reduzieren. Auch das haben Kritiker aber wiederum nur als Schritt aufgefasst, um mögliche Regelungen bzw. Beschränkungen durch den Gesetzgeber umschiffen zu können. Dass es für Manchester United im Falle der Partnerschaft mit MoPlay also extrem unglücklich gelaufen ist, dürfte die schärfsten Kritiker wohl insgeheim freuen. Immerhin könnte es gut sein, dass man sich in Manchester künftig nicht mehr so schnell auf die Zusammenarbeit mit einem Wettanbieter einlassen wird. Und das trotz der möglicherweise herausragenden finanziellen Vorteile. Wie dieser Fall jetzt ausgehen wird, bleibt aber erst einmal enorm spannend zu beobachten. Fest steht: Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, dürfte es für die Addison Global bzw. MoPlay in Großbritannien richtig eng werden.

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