Großbritannien: Behörden vermelden Gewinnrückgang

In den letzten Monaten haben sich die britischen Glücksspielunternehmen immer wieder kritisch über die Arbeit der Behörden geäußert. Bemängelt wird vor allem das neue, straffe Tempo bei den Regulierungen, durch welches enorme Einbußen heraufbeschworen worden sein sollen. Die britischen Behörden sind der Sache jetzt einmal genauer nachgegangen und haben in Form der Gambling Commission die Zahlen der letzten Monate analysiert. In der Tat konnte dabei ein Rückgang der Gewinne vermeldet werden – wenn auch nur minimal.

Novum: Online-Branche erstmals mit Verlusten

Die britische Gambling Commission (UKGC) hat in den letzten Tagen aktuelle Zahlen rund um die Glücksspielbranche veröffentlicht. Konkret handelt es sich hierbei um eine jährliche Auswertung, für die in diesem Fall der Zeitraum vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 genutzt wurde. Demnach hätten die Unternehmen zwischen 2018 und 2019 einen Rückgang beim Bruttoertrag in Höhe von 14,4 Milliarden Pfund hinnehmen müssen. Was erst einmal nach einer enorm großen Summe klingt, bedeutet unterm Strich ein Minus von nur leichten 0,3 Prozent. Dennoch sorgen die Zahlen auch für die eine oder andere Überraschung. So musste zum Beispiel auch die erfolgsverwöhnte Online-Branche einen Rückgang hinnehmen. Zum ersten Mal überhaupt in seiner Geschichte. Hier verringerte sich der Bruttoertrag auf 5,3 Milliarden Pfund und damit um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Interessanterweise scheinen diese Rückgänge der Online-Branche aber zumindest bisher noch nicht nachhaltig geschadet zu haben. Laut der Auswertung ist der Online-Zweig trotz des Rückgangs noch immer für etwas mehr als 37 Prozent der Gesamterträge im britischen Glücksspielsektorzuständig. Und dennoch: In einigen Unternehmen dürften diese Zahlen für ein ungutes Gefühl sorgen.

Sportwetten verlieren beim Bruttoertrag

Wie viel Geld genau mit den Online Casinos generiert wird, zeigte der Bericht der britischen Behörde auch auf. 3,1 Milliarden Pfund waren es im untersuchten Zeitraum. Damit sind die Online Casinos online die klare Nummer eins. Die Sportwetten im Internet wiederum lagen bei rund zwei Milliarden Pfund. Für die Wettbranche ist das enorm ärgerlich, denn das bedeutet einen gesunkenen Bruttoertrag von rund 200.000 Pfund oder zehn Prozent. Die Umsätze der Branche stiegen zwar, die Einnahmen allerdings verringerten sich. Der Grund hierfür liegt laut Experten vor allem darin, dass teure Investitionen platziert werden mussten. In der nächsten Auswertung könnte der Trend also wieder in eine andere Richtung verlaufen. Unverändert ist dabei weiterhin die Beliebtheit der einzelnen Sportwetten. An der Spitze rangieren hier ziemlich einsam die Fußballwetten und die Wetten auf Pferderennen. Beide Bereiche zusammen sind laut der UKGC für mehr als75 Prozent der Gewinne im Wettgeschäft zuständig.

Die Erlöse der Online Casinos wiederum erhöhten sich um sechs Prozent. Interessant: Vor allem das Online Roulette ist enorm beliebt und konnte im Testzeitraum Einnahmenüberschüsse von fast 500 Millionen Pfund vorlegen.

Stationäre Casino-Branche unter Druck

Große Probleme zeigt der Bericht der britischen Behörden vor allem für die stationäre Branche auf. Wichtig in diesem Zusammenhang zu erwähnen: Das im Mai 2019 eingeführte Gesetz zur Einsatzbeschränkung der Einsätze an den FOBTs auf nur noch maximal zwei Pfund pro Runde hat hier noch keine Auswirkungen auf die Auswertung. Ebenso natürlich nicht die geplante Einführung der Zwangspausen durch das neue Gambling Council. Dennoch sorgen die Zahlen bereits jetzt für Unruhe. So muss der stationäre Betrieb laut Auswertung ein Minus von etwas mehr als zehn Prozent hinnehmen. Einzig und allein positiv zu bewerten ist in diesem Zusammenhang eine Steigerung bei den Lotterien und den sogenannten Arcade-Spielhallen. Zumindest einen kleinen Teil der stationären Verluste habe man mit diesen Angeboten auffangen können, berichten die Behörden.

Spürbar sind die zunehmenden und schärferen gesetzlichen Anforderungen auch auf Seiten der Beschäftigten. 2010 waren noch rund 129.500 Personen in der Glücksspielbranche beschäftigt, mittlerweile sind es etwas mehr als 102.000. Das entspricht einem Rückgang von fast einem Drittel (27 Prozent) innerhalb der letzten neun Jahre. Noch immer ist die Branche mit dieser enormen Arbeitskraft allerdings ein Antreiber der Wirtschaft. Umso wichtiger, dass die Möglichkeiten durch zusätzliche Gesetzesvorgaben künftig nicht noch weiter eingeschränkt werden. Zumindest im stationären Betrieb allerdings droht die nächste Auswertung noch einmal negativer auszusehen. Zahlreiche Wettbüros etwa mussten in der jüngeren Vergangenheit schließen, aufgrund der Vorgabe rund um den Maximaleinsatz der FOBTs. Gleichzeitig verdeutlicht bereits die aktuelle Auswertung, dass stationär bereits drei Prozent der etwas mehr als 10.700 Geschäfte in den letzten Monaten schließen mussten.

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