Griechenland: Gesetz zur Legalisierung der Online Casinos vorgelegt

Ähnlich wie in vielen anderen Nationen, verlief das Glücksspiel in Griechenland im Internet bislang weitestgehend ungeregelt. Zwar haben sich schon mehrere Regierungsvertreter die Änderung des Glücksspielvertrags auf die Agenda geschrieben, wirklich viel passiert ist hier in den letzten Jahren aber nicht. Das dürfte sich jetzt ändern, denn das Ministerium für Entwicklung und Investitionen hat gestern einen neuen Gesetzesentwurf für die Vergabe von Glücksspiel-Lizenzen vorgelegt. Dieser bringt einige interessante Neuerungen für Online-Anbieter, fordert gleichzeitig aber auch die Zahlung von horrenden Abgaben an den Staat.

Klar formulierte Ziele

Auf dem griechischen Glücksspielmarkt könnte es in der näheren Zukunft einige tiefgreifende Änderungen geben. Nachdem hier jahrelang kaum Bewegung zu vernehmen war, wurde jetzt ein neuer Gesetzesentwurf zur Vergabe der Lizenzen für Online-Glücksspielanbieter vorgelegt. Verfasst wurde dieser vom Ministerium für Entwicklung und Investitionen, welches hier einige klare Ziele für die neue Regulierung festlegt. So wird dargestellt, dass das neue Gesetz einen fairen und gesunden Wettbewerb zwischen den Marktteilnehmern garantieren soll. Ebenso könnten sich die Spieler auf ein faires Spiel verlassen, es würden Investoren angezogen und die Einnahmen des griechischen Staates könnten durch die Steuereinnahmen und Lizenzierungsverfahren in die Höhe getrieben werden. Zusätzlich dazu sieht das Ministerium Vorteile darin, dass die Spieler von illegalen Angeboten abweichen können, um im vollständig regulierten Online-Geschäft zu spielen.

Positiv zu bewerten ist aus Sicht der Glücksspielunternehmen zum einen die deutliche Öffnung des Marktes. Zum anderen aber auch die Senkung der Lizenzgebühren. So wurden im vergangenen Entwurf des Ministeriums noch vier Millionen Euro für eine Lizenz verlangt. Den Preis möchte man nun auf drei Millionen Euro verringern. Ebenfalls freuen dürfte die Branche, dass die Laufzeit der Lizenzen verlängert werden soll. Wurden bisher Lizenzen für maximal fünf Jahre ausgestellt, soll diese Laufzeit auf sieben Jahre erhöht werden.

Erstmaliges Zulassen von Online Slots

Abgesehen von den gesunkenen Kosten und der verlängerten Laufzeit begeistert das Ministerium die Branche auch dadurch, dass die Anbieter künftig sowohl Sportwetten als auch Casinospiele online anbieten dürfen. Das war so bislang überhaupt nicht geplant. Die beliebten Online Spielautomaten zum Beispiel waren im letzten Entwurf für eine Legalisierung nicht vorgesehen. Bei so vielen Pluspunkten muss es natürlich auch einen kleinen Haken geben. Den gibt es auch. Zwar bleibt die Steuer der Einnahmen mit insgesamt 35 Prozent anhaltend hoch, dafür wird aber die Reihenfolge der Steuerzahlungen verändert. Die Körperschaftssteuer muss künftig vor der Glücksspielsteuer gezahlt werden. Aktuell läuft es genau andersherum. Für die Anbieter wird daraus insofern ein Nachteil, da sich die Kosten für die Körperschaftssteuer so spürbar erhöhen dürften.

Tendenziell werden diese Zusatzkosten angesichts der enorm angenehmen Rahmenbedingungen aber zu verschmerzen sein. Ganz nebenbei spielt in Griechenland auch das Publikum mit – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Sportwetten und Casino Spiele sind nicht nur auf einem aufsteigenden Ast, sondern boomen im Urlaubsland wie nie zuvor. Allein in den letzten drei Jahren haben die Griechen laut Medien des Landes rund 7,5 Milliarden Euro beim Glücksspiel verloren. Stark zugelegt haben dabei vor allem die Umsätze der Online-Branche. Wurden hier in den Online Casinos 2015 noch rund 123 Millionen Euro umgesetzt, lag diese Summe 2018 bei mehr als 391 Millionen Euro. Der stationäre Betrieb hat sich hingegen leicht ins Negative verändert. Von 264 Millionen Euro im Jahr 2015 ging es hier auf etwas mehr als 247 Millionen Euro im Jahr 2018 zurück.

Verlockende Zahlen rufen Interesse von Investoren auf den Plan

Wenn sich ein Glücksspielmarkt derart offensichtlich ins Positive entwickelt, sind die Investoren aus dem Ausland in aller Regel ebenfalls nicht weit. Das ist auch in Griechenland der Fall. Wie der Entwurf des Ministeriums klar vorsieht, sollen die Investitionen für ausländische Unternehmen und Unternehmer wieder attraktiver gestaltet werden. Nicht zuletzt durch die Finanzkrise haben sich viele Ausländer aus dem Urlaubsland zurückgezogen oder die Investitionen auf ein Minimum herabgesenkt. Da die Glücksspielbranche für Investoren seit jeher als „sichere Sache“ gilt, erhofft man sich nun also, auf genau diesem Dampfer wieder für mehr Impulse bei den Geldgebern sorgen zu können. Funktioniert hat das allerdings zuletzt vor allem in der eigenen Bevölkerung. Die Griechen haben insbesondere in der Zeit der Finanzkrise enorm viel Geld beim Glücksspiel eingesetzt. Wohl auch deshalb, weil sie mit einem erhofften Gewinn selbst in dieser harten Zeit gut hätten leben können.

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